Fünf Dinge, die wir schon immer über Haare wissen wollten

Veröffentlicht am 22. November 2018

Wie viele Haare hat ein Mensch? Wie oft sollte man sich die Haare waschen? Fünf Fragen und überraschende Antworten rund ums Thema Haare.

Porträt einer Frau die sich einen Zopf bindet.
Porträt einer Frau die sich einen Zopf bindet.

Wie viele Haare hat ein Mensch?

Die meisten Menschen schleppen um die 5 Millionen Haare mit sich herum. Davon befinden sich jedoch nur zwischen 90.000 und 150.000 auf dem Kopf. Bei Brünetten sind es rund 100.000, bei Blondinen 140.000, und Rothaarige bringen es auf 85.000 Haare.
Wie viele Haare ein Mensch hat, ist aber eine individuelle Angelegenheit. Denn die oben genannten Zahlen können variieren. Kinder, ältere Menschen und jene mit unzureichender Nährstoffversorgung haben wesentlich weniger Haare auf dem Kopf.

Haarwuchs ist individuell

Wie schnell wachsen Haare?

Das hängt vom Alter, Hormonstatus, von psychischer und körperlicher Belastung sowie der ethnischen Zugehörigkeit ab. So wächst zum Beispiel asiatisches Haar schneller als afrikanisches Haar. Das europäische Haar liegt dabei mit 0,3 Millimeter pro Tag genau in der Mitte. Das sind pro Monat immerhin zwischen einem und eineinhalb Zentimeter. Das Wachstum unterliegt dabei einem zyklischen Prozess.

Lebensstil und Ernährung

Wie oft soll man seine Haare waschen?

Das ist für jeden und jede unterschiedlich. Regelmäßiges Haarewaschen ist Voraussetzung für schöne Haare. Es befreit von Staub, Schweißrückständen und Talg. Wer jedoch zu häufig wäscht, tut sich und seinem Haar nichts Gutes.
Aber wie häufig sollten Sie Ihre Haare nun tatsächlich waschen? Experten raten zu einer zweimaligen Wäsche pro Woche. Besonders wichtig ist, dabei auf silikonfreie Shampoos zu setzen.
Das Waschen an sich ist nämlich nicht das Problem, sondern die dabei verwendeten Produkte. Herkömmliche Shampoos enthalten meist künstliche Tenside, Konservierungsstoffe und Silikone, die die Kopfhaut reizen können.
Silikone heften sich dabei fest an das Haar und lassen es zwar seidig und glänzend erscheinen; allerdings können dann keine nährenden Pflegestoffe mehr eindringen. So wird eine Schicht Chemie über die andere gelegt. Mit der Zeit werden die Haare immer trockener und brüchiger und können nicht mehr richtig gereinigt werden.

Warum werden Haare grau?

Ein Mythos muss gleich vorweg aufgeklärt werden: Haare werden nicht grau, sie erscheinen nur so. Denn korrekt betrachtet werden Haare ausschließlich weiß. Der graue Eindruck entsteht durch die Mischung aus weißen und noch voll pigmentierten Haaren. Die Frage sollte also nicht lauten: Warum werden Haare grau? Sondern: Warum werden Haare weiß?
Wann Haare weiß werden, ist genetisch festgelegt. Die Farbe in den Haaren erzeugen Pigmente, sogenannte Melanine. Produziert werden sie von Zellen, die in den Haarwurzeln sitzen. Im Laufe des natürlichen Alterungsprozesses lässt die Melaninproduktion nach, bis sie irgendwann ganz eingestellt wird.
Jedes Haar hat eine Art Pigment-Lebenszeituhr, die bestimmt, wie lange der Haarfarbstoff produziert wird. An der Stelle eines weißen Haares wird deshalb immer ein weiteres weißes Haar nachwachsen. Ausreißen bringt also – leider – nichts.


22 November 2018 | TEXT: Eva Mühlbauer | Foto: Getty Images, Stocksy
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