Grau werden? 5 Fakten zu grauen Haaren

Grau werden - für manche ein heikles Thema, das am Ego kratzt, für andere ganz normaler Teil der Veränderung oder gar ein Trend-Look: Graue Haare spalten die Lager. Auch, wenn es um Fakt oder Mythos geht. Wir klären auf.

Vielen Frauen ist Grau werden ein Graus, dabei liegen graue Haare sogar im Trend.
Vielen Frauen ist Grau werden ein Graus, dabei liegen graue Haare sogar im Trend.

Ob graue Haare über Nacht kommen oder nicht, fix ist dass jetzt viele sogar freiwillig grau werden. Bei Pinterest stehen graue Haare hoch im Kurs. Granny Hair ist bei Alt und Jung angesagt. Und wie steht es mit Ihnen – bereit für eine komplette Typ-Veränderung, die Sie morgens im Spiegel selbst überrascht?

Grau werden: 5 Myhten über graue Haare

Mythos 1: Liegen graue Haare in den Genen?

Der Grund, weswegen unser Haar mit der Zeit an Farbe verliert, ist mangelndes Melanin. Dieses könnte man als Farbstoff unserer Haare bezeichnen. Wird die Melanin-Produktion im Laufe des Lebens weniger, bekommen wir graue Haare. Wann genau die Melanin-Produktion nachlässt, ist vor allem eine Frage der Gene. So kann es sein, dass man mit Mitte dreißig schon komplett ergraut ist. Aber es kann genauso vorkommen, dass die ersten grauen Strähnen erst mit fünfzig kommen. Eins steht jedenfalls fest: Vermeiden lässt es sich so oder so nicht.

Mythos 2: Grau werden über Nacht?

Marie Antoinette soll es wohl so ergangen sein: In der Nacht vor ihrer Hinrichtung soll sie stressbedingt komplett ergraut sein. Bewiesen ist dies bis heute nicht. Dass die für graue Haare zuständige Melanin-Produktion ganz plötzlich über Nacht aussetzt, ist undenkbar. Es ist zwar bekannt, dass ein Trauma körperliche Auswirkungen haben kann, jedoch sind diese langsam zu erkennen und nicht blitzartig.

Mythos 3: Macht Stress graue Haare?

Dass vermehrter Stress schädlich für unseren Körper ist, ist nichts Neues. Tatsächlich hat Stress auch Einfluss auf die Farbe unserer Haare. Wie aktuelle Studien beweisen, kann Stress dazu führen, dass die Haarwurzeln schlechter mit Nährstoffen versorgt werden, was sich wiederum auf die Melanin-Produktion auswirken kann. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass sich Stress negativ auf den Haarwuchs auswirkt und somit eher zu Haarausfall führt.

Mythos 4: Ein graues Haar zupfen – mehrere wachsen nach?

Haare wachsen in Haarfollikeln und in jedem Follikel kann nur ein Haar wachsen. Das bedeutet, wenn man ein graues Haar auszupft, können keine zwei nachwachsen. Dass allerdings wieder ein graues Haar nachkommt, kann durchaus passieren. Hat man das Haar zu „panisch“ ausgezupft und dabei die Haarwurzel zerstört, kommt gar keines mehr nach.

Mythos 5: Grau werden ist uncool …?!

Im Gegenteil – graue Haare liegen im Trend. Populäre Fans des angesagten Granny Styles sind Lady Gaga oder Model Cara Delevingne, bei Pinterest verzeichnete „grau werden“ zuletzt einen enormen Anstieg bei den Suchanfragen. Ob echt oder gefärbt: Silberglänzendes, weißes oder graues Granny Hair zeugt von Trend- und Selbstbewusstsein.


4 Oktober 2019 | TEXT: Sasa Sretenovic | FOTOS:

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