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Naturkosmetik: Deshalb funktioniert die Alternative gut

Knallige Farben, edler Schimmer und lang haltender Nagellack? Aber natürlich! Naturkosmetik als Alternative zu konventionellen Produkten boomt - und kann immer mehr!

Die natürliche Alternative in der Kosmetik: Naturkosmetik
Die natürliche Alternative in der Kosmetik: Naturkosmetik

„Auch Trends wie etwa Metallic-Effekte können mit den neuen Produkten wunderbar mitgemacht werden.“ Damit die Ergebnisse optisch begeistern, wird tief in die (natürliche) Trickkiste gegriffen. Das blaue Indigo ist ein rein pflanzlicher Farbton, der durch Fermentation aus der gleichnamigen Pflanze gewonnen wird. Viele gelbe, rote und schwarze Töne stammen von mineralischen Eisenoxiden. Glitzerpartikel wiederum können heutzutage aus pflanzlicher Cellulose gefertigt werden, die biologisch abbaubar ist. Und selbst für traditionell chemische Produkte wie Nagellacke gibt es natürliche Alternativen. „Sie werden auf Basis von Shellac hergestellt, einem Harz, das Wachsschildläuse abgeben. Damit die Produkte auch ohne Chemie lange halten, wird mit ätherischen Ölen gearbeitet, die eine konservierende Wirkung haben. Ausgeklügelte Verpackungen helfen, Bakterien fernzuhalten. Damit kann, je nach Produkt, eine Haltbarkeit von etwa zwei Jahren erreicht werden.“

Und wie grün ist Naturkosmetik?

Im Gegensatz zu anderen Ländern sind in Österreich die Begriffe Naturkosmetik und Biokosmetik ganz klar definiert. Die Bezeichnung Naturkosmetik setzt voraus, dass die Inhaltsstoffe tatsächlich aus der Natur kommen. Selbst bei der Verarbeitung sind chemische Prozesse weitgehend verboten.

Für Bioprodukte kommt die Auflage dazu, dass 95 Prozent der pflanzlichen oder tierischen Inhaltsstoffe aus biologischer Produktion stammen, und es wird auch festgelegt, wie viele sonstige Zutaten enthalten sein dürfen. Eine gute Orientierung geben Naturkosmetik-Gütesiegel wie NaTrue, BDIH oder Cosmos, deren Anforderungen zum Teil über das Gesetz hinausgehen.

Tierversuche mit kosmetischen Produkten und Inhaltsstoffen sind in Europa ohnehin verboten. Generell sind die Ansprüche an die Kosmetik gestiegen, bestätigt Daniela Hinkel. „Die Konsumentinnen setzen sich immer mehr mit den Inhaltsstoffen auseinander und wollen genau wissen, was sie auf ihre Haut auftragen.“ Der Trend geht dabei klar in Richtung Naturkosmetik. In einer Umfrage der dm Community gaben 89 Prozent der User an: Sie wollen keine hormonell wirksamen Chemikalien in ihren Produkten haben. 84 Prozent lehnen synthetische Inhaltsstoffe wie Silikone, Parabene oder Paraffine ab.


20 Juni 2019 | Text: Alexandra Degn | Fotos: Stocksy, Edvinas Bruzas on Unsplash

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