7 Kosmetik-Inhaltsstoffe, die Sie vermeiden sollten

Veröffentlicht am 22. November 2018

Parabene, Silikone, Paraffine oder künstliche Duftstoffe: Die Liste von schädlichen Inhaltsstoffen in manchen Kosmetikartikeln ist lang. Die Alternative ist Naturkosmetik, in der viele typische Zutaten tabu sind.

Mann der einen Strauch Kräuter in den Armen hält.
Mann der einen Strauch Kräuter in den Armen hält.

Hinweise die sich lohnen zu überprüfen

1. Polyethylenglykol (PEG) in Kosmetikartikeln

Was ist PEG? PEG ist ein synthetischer Stoff, der in verschiedenen Kosmetikprodukten als Emulgator zum Einsatz kommen kann. Sein Hauptstoff Ethylenoxid und seine Hilfsstoffe können die Membranfunktion der Haut schädigen und machen sie durchlässiger für Schadstoffe. Mögliche Folgen sind Hautirritationen, Allergien, Neurodermitis, Kopfschmerzen oder Übelkeit.

So erkennen Sie, ob ein Produkt PEG enthält:

Es lohnt sich, auf die Vorsilbe PEG bei den Inhaltsstoffen zu achten.  Auch Wörter die auf „eth“ enden, weisen auf Inhaltsstoffe hin, die auf Basis von Ethylenoxid hergestellt wurden.

2. Silikone in Shampoos und Kosmetik

Was sind Silikone? Silikone sind synthetische Stoffe, die auf vielerlei Art eingesetzt werden. In der Kosmetik sind sie vor allem als Falten-Füller beliebt. Auch wenn der Inhaltsstoff einen schlechten Ruf hat – gesundheitliche Risiken gibt es nicht, solange man nicht allergisch ist. Steckt aber zu viel Silikon in einer Creme, staut sich Schweiß und die Haut wird spröde. Besonders aus den Haaren lässt sich zu viel Silikon nur schwer wieder herauswaschen.

So erkennen Sie, ob ein Produkt Silikone enthält:

Der synthetische Stoff hat viele Namen. Nicht wasserlösliche Silikone sind zum Beispiel Dimethicone, Cyclomethicone, Cyclopentoxilase oder Dimethiconol. Wasserlösliche Silikone sind unter anderem Amodimethicone, Polysiloxane, PEG/PPG-14/4 Dimethicone oder Dimethicone Copolyol.

3. Parabene als Kosmetik-Inhaltsstoffe

Was sind Parabene? Paraben ist ein Konservierungsmittel, das Kosmetikprodukte frei von Pilzen und Bakterien hält. Manche Parabene wirken hormonell, aber jene, die in Kosmetika verwendet werden, sind es kaum. Es gibt zumindest keine Beweise dafür, dass Parabene die Hautbarriere durchdringen können.

So erkennen Sie, ob ein Produkt Parabene enthält:

Nur, wenn eine bestimmte Konzentration überstiegen wird, müssen die synthetischen Duftstoffe auch namentlich aufgeführt werden. Sonst werden sie schlicht als Parfum, Fragrance, Aroma oder Flavour deklariert.

5. Paraffine als Kosmetik-Inhaltsstoffe

Was sind Paraffine? Paraffin ist ein Destillat aus Erdöl und liefert den nötigen Fettanteil für Kosmetik-Produkte. Während Dermatologen und Chemiker seine gute Verträglichkeit loben, warnen Kritiker davor, dass Paraffin die Fettschicht der Haut austrocknet, so Falten fördert und sich in den inneren Organen ablagert.

So erkennen Sie, ob ein Produkt Paraffine enthält:

In den Inhaltsstoffen erkennt man Paraffine unter der Bezeichung Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum, Paraffinum Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax, Ozokerit, Ceresin und Vaseline.

6. Hormonelle Wirkstoffe in der Kosmetik

Was sind hormonelle Wirkstoffe? Hormonell wirksame Chemikalien sind synthetische Stoffe, die ähnlich wirken wie körpereigene Hormone. Sie sind nicht akut giftig, werden aber mit Unfruchtbarkeit, Fettleibigkeit, Altersdiabetes und verschiedenen hormon-assoziierten Krebsarten wie Brust-, Hoden- und Prostatakrebs in Verbindung gebracht.

So erkennen Sie, ob ein Produkt hormonelle Wirkstoffe enthält:

An Bezeichnungen wie: Methylparaben, Propylparaben, Ethylparaben, Butylparaben, Ethylhexyl Methoxycinnamate und 4-Methylbenzylidene Camphor.

7. Kosmetikartikel mit organisch synthetischen Farbstoffen

Was sind organisch synthetische Farbstoffe? Bei organischen und synthetischen Pigmenten und Farbstoffen handelt es sich um lösliche Farbstoffe und unlösliche Pigmente. Die meisten synthetischen Farbstoffe werden heute künstlich aus Erdölprodukten hergestellt. Der Azofarbstoff gilt als allergieauslösend und steht unter Verdacht, krebserregend zu sein.

So erkennen Sie, ob ein Produkt organisch synthetische Farbstoffe enthält:


22 November 2018 | TEXT: Anja Arnold | Foto: Stocksy

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