3 Gründe, warum Sie öfter Ihre Fotos anschauen sollten

Vom Strand bis zum Sonnenuntergang: Im Urlaub halten wir schöne Augenblicke fest. Solche Fotos machen uns in diesem Moment glücklich - doch sie können noch mehr: Es gibt drei gute Gründe, sich diese Bilder später öfter anzuschauen.

Fotos als Erinnerung
Fotos als Erinnerung

Zugegeben: Im Urlaub ständig mit dem Smartphone vorm Gesicht herumzulaufen, um lauter Selfies vor Sehenswürdigkeiten zu schießen, hat mit achtsamen Fotografieren nichts zu tun. Doch grundsätzlich ist nichts gegen viele Urlaubsfotos einzuwenden, die ja das Glücksgefühl schöner Momente festhalten. Im Gegenteil: Sich die Fotos später anzuschauen, bringt Ihnen sogar konkrete Vorteile:

Grund 1: Fotos machen glücklicher

Grund 2: Fotos machen entscheidungsfreudiger

Doch Fotos haben noch viel mehr Kraft, als „nur“ schöne Erinnerungen und Gefühle hervorzurufen – und uns damit glücklich zu machen. Sie können Veränderungswünsche hervorrufen und den letzten, noch fehlenden Impuls geben, erste Schritte in die gewünschte Richtung zu setzen. Ein Beispiel: Das Bild einer schönen Landschaft kann eine Sehnsucht wecken, die dadurch wieder entfacht wird. „Grundsätzlich schauen wir durch die Linse mit einem anderen Blick auf die Dinge. Zwischen uns und der Welt halten wir die Kamera in Händen“, sagt Tretner.

Grund 3: Fotos helfen Ihrer Beziehung

Die Paartherapeutin setzt die Fototherapie auch in der Arbeit mit Paaren ein. In Übungen sollen Paare Ereignisse oder Stationen beschreiben, die in der Beziehung für sie wichtig waren. Das macht jeder für sich getrennt, der andere schaut und hört zu. Zu Hause gilt es dann, die entsprechenden Fotos dazu herauszusuchen: etwa Bilder vom Urlaub, von der Hochzeit oder vom Hausbau. Diese sieht sich das Paar dann gemeinsam in der Sitzung an.

„Es ist wirklich überraschend, welche Einblicke hier auf das Gegenüber neu gestaltet werden – mit alten Fotos, die neu bewertet, mit anderen Augen betrachtet oder vielleicht erstmalig gesehen werden“, sagt die Expertin. Auch die Erklärung des Partners, sich für ein bestimmtes Bild entschieden zu haben, plus die emotionale Beschreibung lasse beide wieder neu auf die Partnerschaft schauen. „Oftmals rückt solch eine Fotoarbeit wieder den Blick auf das Wesentliche, was ja oft im Paarkonflikt nicht mehr im Fokus steht.“

Gesammeltes Glück im Fotoalbum

Wer schöne Momente wieder hervorrufen möchte, sollte daher öfter mal das Fotoalbum zur Hand nehmen. Allerdings zeigt eine dm Umfrage: Die wenigsten tun das, denn 70 Prozent der fotografierenden Menschen legen heute ihre Bilder ausschließlich digital ab. Nur 17 Prozent lassen die Bilder entwickeln und stecken sie in Alben. 14 Prozent erstellen Fotobücher. Schade! Denn wie oft schaut man sich Bilder schon am Computer an? Und wie ungemein angenehmer ist es dagegen, ein Album aus dem Regal zu holen und in Erinnerungen zu schwelgen?


21 Juni 2019 | Text: Maria Kapeller | Fotos: Stocksy

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