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Mental Load: Diese 5 Strategien helfen Frauen!

Mental Load: Die ständige Denkarbeit ist quasi unsichtbar und doch real - aber es gibt Lösungen! Wir sagen, was Frauen und speziell Mütter gegen den Mental Overload hilft.

Mental Load: Kinder, Haushalt, Arbeit - wenn das Gehirn ständig rattert, helfen diese Bewältigungsstrategien.
Mental Load: Kinder, Haushalt, Arbeit - wenn das Gehirn ständig rattert, helfen diese Bewältigungsstrategien.

Sind Sie schon mal kurz vor dem Einschlafen noch mal aufgestanden und haben Ihre To-Do-Liste erweitert? Ja? Dann sind Sie ziemlich sicher vom Mental Load betroffen und jonglieren täglich tausende Dinge in Ihrem Kopf. Was man unter Mental Load genau versteht und ob es Lösungen dafür gibt? Wir verraten es Ihnen.

Mental Load: Was ist das überhaupt?

Beim Blick in den Kühlschrank „Milch“ auf die Einkaufsliste schreiben, das Geburtstagsgeschenk für die Schwiegermutter besorgen, das Paket zur Eingangstür stellen, weil es dringend zur Post muss, das gebrauchte Wäschestück nicht einfach nur einsammeln und in die Wäschetonne werfen, sondern gleich nachprüfen, ob sich die nächste Waschladung anzuwerfen lohnt und ach ja – morgen ist Elternabend im Kindergarten … Wem in Dauerschleife To-dos durch den Kopf jagen, der leidet unter der unsichtbaren Last „Mental Load“.

Mental Overload beschreibt den Zustand innerer Erschöpfung und Überlastung, der dann entsteht wenn man (bzw. meistens frau) zu viele „unsichtbare“ Aufgaben, also Denkarbeit, zu bewältigen hat. Dabei handelt es sich meist um viele kleine Aufgaben die nie explizit benannt werden, sondern einfach nebenher laufen. Im Unterschied zum Burn-out bezieht sich Mental Overload auf das private Umfeld und To-dos rund um Haushalt und Familie, während Burn-out auf das Gefühl des Ausgebranntseins im Beruf bezogen ist.

  1. Dem Ärger Luft machen

    Fressen Sie die Überforderung nicht in sich hinein, nur um dann dem Partner gegenüber wegen einer Kleinigkeit zu explodieren. Machen Sie Ihrem Ärger lieber öfter und dafür kontrolliert Luft.

  2. Sichtbar machen

    Machen Sie Ihre To-dos sichtbar in Form von Listen – denn was aufgeschrieben ist und abgehakt werden kann ist gleich leichter als die Riesenwolke im Kopf, die immer weiter wächst. So können Sie sich auch leichter von der Angst befreien etwas zu vergessen.

  3. Perfektion verabschieden

    Fordern Sie immer wieder bei Ihrem Partner Hilfe ein. Und wenn die Hilfe kommt, nehmen Sie diese unbedingt auch an. Sehen Sie einfach darüber hinweg, wenn die Aufgabe nicht perfekt erledigt wird. Bleiben Sie also gelassen, wenn Ihr Mann beispielsweise den Geschirrspüler ausräumt und das Geschirr „falsch“ in die Schränke räumt. Hauptsache die Aufgabe ist erledigt.

  4. Nach Ressorts aufteilen

    Versuchen Sie auch die Aufgaben in Ressorts aufzuteilen. Ihr Partner übernimmt beispielsweise das Ressort „Arzt“ und kümmert sich um alles rund um die Gesundheit der Kinder. Sie kümmern sich dafür um das Ressort „Geburtstage“ und organisieren die Feiern der Kinder. Auch auf den Haushalt bezogen ist eine solche Aufteilung sinnvoll. Dann erledigen Sie zum Beispiel alles rund um „Wäsche“ und Ihr Mann kümmert sich um das Thema „Müll“. Und beim Essen können Sie beispielsweise fixe Tage vereinbaren – wer sich wann um das Abendessen kümmert. Hier kann ein Familienkalender hilfreich sein.

  5. Kinder anleiten

    Damit der Mental Load nicht in der darauffolgenden Generation wieder nur weiblich ist, sollten Eltern sich von Anfang an darum kümmern, Stereotypen zu vermeiden. Und Kindern beibringen, dass Haushalt und Familie Denkarbeit ist – und zwar für Männer wie für Frauen!


6 März 2020 | Text: Elisabeth Bärnthaler | Fotos: Stocksy

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