Frisch gepflückt: Rezepte zum Kochen mit Wiesenkräutern

Zu essen, was die Natur hergibt, fällt im Sommer besonders leicht. Viele Zutaten für diese Rezepte mit Wiesenkräutern wachsen direkt vor der Haustür.

Aus heimischen Wiesenkräutern lassen sich künstliche Rezepte zaubern
Aus heimischen Wiesenkräutern lassen sich künstliche Rezepte zaubern

Zubereitungszeit: 1 Stunde

Zutaten für 2 Personen:

  • 600 g Karotten mit Grün
  • 1 EL Sonnenblumenöl
  • Salz

Für die Minzsauce:

  • 1 Handvoll Minzblätter
  • 4 EL kochendes Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 3 EL Weißweinessig, mild
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Olivenöl

Unser Tipp

Für die Deko: einige Minzblüten

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/ Unterhitze vorheizen. Die Karotten waschen, schälen und das Grün stutzen. Große Karotten halbieren oder vierteln. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Karotten darauf verteilen. Mit Sonnen­blumenöl beträufeln und mit Salz bestreuen, dann im Ofen (Mitte) 45 Minuten goldbraun rösten.
  2. Die Minzblätter fein hacken, das kochende Wasser darübergießen und 5 Minuten ziehen lassen. Dann in einen Blitzhacker geben und die übrigen Zutaten hinzufügen. Zu einer feinen Sauce pürieren.
  3. Die Karotten auf einem Teller anrichten, die Sauce über die noch warmen Karotten träufeln. Mit einigen Minzblättern dekorieren.

Zubereitungszeit: 15 Minuten

Zutaten für 2 Personen:

  • 6 Eier (M)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 Handvoll Kleeblätter und -blüten
  • 2 EL Butter
  • 200 g Hüttenkäse

Zubereitung:

  1. Die Eier in einer Schüssel aufschlagen, verquirlen und mit Salz und Pfeffer würzen.
  2. Den Klee waschen und verlesen. 1 EL Butter in einer Pfanne (24 cm) bei mittlerer Hitze zergehen lassen und die Hälfte der Eimischung hineingeben. 2 Minuten braten lassen, bis das Ei leicht gestockt, aber in der Mitte noch flüssig ist. Die Hälfte des Hüttenkäses in kleinen Klecksen auf dem Omelette verteilen und mit einer Handvoll Klee bestreuen.
  3. Mit den übrigen Zutaten ein zweites Omelette zubereiten und beide sofort servieren.

Zutaten für 2–4 Personen:

Zubereitungszeit: etwa 15 Minuten plus 8–10 Stunden Ruhezeit

Für das Sorbet:

  • 4 TL frische Kamillenblüten (ersatzweise 3 TL getrocknete Blüten)
  • 500 ml Wasser
  • 3 TL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 75 g Sauerampfer
  • 5 gehäufte EL Joghurt (3,8 % Fett)

Zubereitung:

  1. Für das Sorbet die Kamillenblüten mit 500 ml kochendem Wasser übergießen. Den Honig hinzufügen und unter Rühren auflösen. 10 Minuten ziehen lassen. Durch ein feines Sieb gießen und so die Blüten herausfiltern. Die Zitrone auspressen und den Saft mit dem Kamillensud vermischen.
  2. Die Kamillen-Mischung in eine flache Schale füllen und einfrieren (etwa 8–10 Stunden). Anfangs jede Stunde, später alle 30 Minuten mit einem Löffel durchrühren, sodass sich feine Kristalle bilden.
  3. Für das Frozen Yogurt die Zitrone auspressen und den Saft mit 50 ml Wasser und dem Zucker in einen Topf geben. Kurz aufkochen und unter Rühren den Zucker auflösen.
  4. Den Zitronensirup mit den übrigen Zutaten in einen Blitzhacker geben und fein pürieren. Die Sauerampfer-Mischung in eine flache Schale füllen und 6–8 Stunden einfrieren. Dabei ebenso anfangs jede Stunde, später alle 30 Minuten mit einem Löffel durchrühren, sodass sich feine Kristalle bilden.

Buchtipp

„Wilde Wiese. Pflück dich glücklich“ (Callwey) von Sandra Schumann und Julia Schmidt regt dazu an, Kräuter, Blüten und Blätter nicht nur zu bewundern, sondern auch zu verarbeiten. Damit nichts schiefgeht, gibt es neben nachvollzieh­baren Rezepten mit Wiesenkräutern auch tolle Pflanzenporträts.

 

Es grünt! Man kann sich natürlich klassisch zum Picknick in die Wiese setzen, um dort zu speisen. Dabei sollte man sie aber mit neuen Augen betrachten. So findet man allerlei Schätze, die sich wunderbar für die Küche eignen. „Wilde Wiese. Pflück dich glücklich“ (Callwey) von Sandra Schumann und Julia Schmidt regt dazu an, Kräuter, Blüten und Blätter nicht nur zu bewundern, sondern auch zu verarbeiten. Damit nichts schiefgeht, gibt es neben nachvollzieh­baren Rezepten auch tolle Pflanzenporträts.


13 Juni 2019 | Text: Anita Freistetter | Foto: ELIZAVETA PORODINA FÜR DM, Julia Schmidt

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