Kochen statt wegwerfen: die besten Zero-Waste Rezepte

Im Brotkorb vertrocknetes Baguette, im Kühlschrank angeschlagene Äpfel oder runzelige Tomaten. Doch einfach weg damit? Nein! Denn Zero Waste hält auch Einzug in der Küche: Wir haben die passenden Rezepte dafür.

Zero Waste Rezept: Kohllasagne
Zero Waste Rezept: Kohllasagne

Verschwendung vo Lebensmitteln? Dagegen hat Sophia Hoffmann, Buchautorin von „Zero Waste“, etwas. Ihr Ziel: Uns bewusster zu machen, wie Zero Waste Einzug in unsere Küchen hält – und wie man mit dem kostbaren Gut Essen nachhaltig umgeht. Übrigens: Gesund und nachhaltig kochen geht auch mit wenig Geld! Wir stellen Ihnen drei Rezepte aus ihrem Buch vor: Schmackhafte Rezepte mit Zutaten, die vom Vortag übrig geblieben sind.

  • 250 g Mehl plus etwas mehr zum Ausrollen
  • 100 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 2 EL Olivenöl

Für die Füllung:

  • 150 g Erdäpfel
  • 2 EL Öl
  • 2 Zweige Minze (frisch oder getrocknet)
  • 1/2 Bund Schnittlauch (oder 2 Frühlingszwiebeln)
  • Salz
  • Muskatnuss

Für die Haselnuss-Füllung:

  • 200 g Haselnüsse
  • 800 ml Wasser
  • Nach Belieben: Semmelbrösel

Zubereitung:

  1. Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten, bis sie duften. Dann zusammen mit 800 ml Wasser im Mixer pürieren und durch einen Nussbeutel oder ein Mulltuch auspressen. Milch in eine Glasflasche füllen und zwischendurch genießen. Nüsse für Füllung in eine Schüssel geben und beiseitestellen.
  2. Für den Teig Mehl und Salz in einer Schüssel vermengen. Eine Mulde in die Mitte drücken, Öl und Wasser hineingeben. Mit einer Gabel die Flüssigkeit mit dem Mehl vermengen. Auf eine bemehlte Unterlage geben und mit den Händen einige Minuten zu einem glatten Teig kneten. Gegebenenfalls noch tröpfchenweise Wasser oder Mehl dazukneten. Im Kühlschrank 30 Min. in einer geschlossenen Dose kalt stellen.
  3. Kräuter klein hacken, getrocknete Minze im Mörser zerstoßen. Die Erdäpfel weich kochen, schälen, durch eine Erdäpfelpresse drücken oder mit einem Stampfer zerkleinern. Mit 70 g ausgepressten Nussrückständen und den Kräutern vermengen, mit Salz und Muskat abschmecken.
  4. Eine marillengroße Portion Teig mit den Händen auf der bemehlten Arbeitsfläche flach drücken und 2-3-mal bei Stufe 1 durch die Nudelmaschine geben. Danach zu Stufe 5 vorarbeiten. Die ausgerollte Teigbahn auf eine bemehlte Arbeitsfläche setzen. Mit einem Wasserglas Kreise ausstechen.
  5. Aus der Füllung walnussgroße Bällchen formen und auf die ausgestochenen Kreise legen. Den Kreisrand mit etwas Wasser befeuchten und halbmondförmig zusammendrücken. Verbleibende Luft seitlich herausdrücken und die Ränder mit einer Gabel verschließen.
  6. In einem Topf Salzwasser erhitzen und die Pasta darin etwa 4 Min. leicht kochen. In einem zweiten Topf etwas Öl leicht erhitzen, die Pasta mit einer Schaumkelle aus dem Kochwasser nehmen und im warmen Öl schwenken. Nach Belieben mit gerösteten Semmelbröseln bestreuen. Dazu passt grüner Salat.
  • 150 g Krautblätter (ca. 10 Stk.), z.B. Wirsing, Weißkraut, Rotkraut, Spitzkraut
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • etwas Pflanzenöl
  • 50 g Sojagranulat (alternativ 100 g Tofu oder 100 g gekochte Linsen)
  • (getrocknete) Kräuter, z. B. Oregano, Thymian, Rosmarin
  • 200 ml passierte Tomaten
  • etwas Rotwein nach Belieben
  • 50 g Sonnenblumenkerne
  • 150 ml Wasser
  • 2TL Hefeflocken
  • 1 TL Kapern
  • 1 TL Kapernwasser

Zubereitung:

  1. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. In einer tiefen Pfanne Wasser mit einer Prise Salz erhitzen. Mit einem scharfen Messer die Strünke keilförmig aus den Krautblättern schneiden. Beiseitelegen, sie wandern später in die Füllung. Die Krautblätter 2 Min. im Salzwasser blanchieren und unter kaltem Wasser abschrecken.
  2. Für die Bolognese die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen, würfeln und in einer tiefen Pfanne mit etwas Pflanzenöl anbraten. Die verbliebenen Krautstrünke sehr fein schneiden, mit dazugeben und anbraten.
  3. Sojagranulat einweichen und abtropfen lassen. Mitsamt der Kräuter zugeben, kräftig anbraten, bis man Röstaromen erhält und alles gut angebräunt ist. Die passierten Tomaten und den Wein dazugeben und die Sauce mind. 10 Min. einkochen lassen.
  4. Für die Bechamelsauce die Sonnenblumenkerne, Wasser, Hefeflocken, Kapern und Kapernwasser mit dem Pürierstab cremig zerkleinern. Nach Bedarf Wasser, Salz und Kapernwasser (für mehr Säure) dazugeben.
  5. Eine eingefettete Auflaufform mit Krautblättern auslegen und abwechselnd mit Bolognese, Bechamelsauce und weiteren Blättern aufschichten. Am Schluss mit Bechamelsauce abschließen.
  6. Im Backofen etwa 30 Min. lang backen, bis es schön blubbert und sich eine hellbraune Kruste gebildet hat.
  • 100 g Sonnenblumenkerne
  • 1 Karotte
  • 180 g Karfiol (1/2 - 1/3 Kopf)
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schuss Essig (alternativ Zitronensaft)
  • 4 TL Hefeflocken
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 2 gestrichene TL Paprikapulver
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Salz

Für die 20 Brotchips:

  • 1/2 Baguette/Weißbrot vom Vortag
  • 5 EL Olivenöl
  • 2 TL getrocknete Kräuter oder Gewürze

Zubereitung:

  1. Für den Cheeze die Sonnenblumenkerne in warmem Wasser einweichen.
  2. Karotte und Karfiol in gleich große Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Abgießen und leicht abkühlen lassen. Die Sonnenblumenkerne ebenfalls abgießen und zusammen mit dem Gemüse und allen weiteren Zutaten mit einer Küchenmaschine oder dem Pürierstab zerkleinern. Gegebenenfalls mit Essig (für mehr Säure), Salz oder Pfeffer (für die Schärfe) abschmecken.
  3. Für die Brotchips den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Das Brot in dünne Scheiben schneiden. Öl und Kräuter in einer Schüssel mischen und das Brot damit bepinseln.
  4. Auf einem Backblech ausbreiten und etwa 4-5 Min. im Ofen rösten, bis die Scheiben goldbraun und knusprig sind. Die fertigen Chips halten in einer Box trocken gelagert wochenlang.

29 März 2019 | Text: Anita Freistetter | Fotos: Annabell Sievert

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