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Nie mehr Diät! Aufs Mikrobiom zu hören, hilft dem Darm

Low Carb, Paleo, Keto: Diäten gibt es wie Sand am Meer. Aber darauf können Sie pfeifen - Schluss mit den Ernährungsmantren! Viel wichtiger als eine Diät ist das Mikrobiom. Kennen Sie nicht? Dann gleich weiterlesen.

Öfter mal auf's Mikrobiom hören und nie wieder Diät machen
Öfter mal auf's Mikrobiom hören und nie wieder Diät machen

Schlank sein trotz Fast-Food-„Diät“ oder Zunehmen beim Anblick eines Tortenstücks: Diese Klischees sind keine Einbildung. Forscher am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein konnten 2018 bestätigen: Es gibt unterschiedliche Ernährungstypen, auf die sich ein und dieselbe Ernährung anders auswirkt. Jeder is(s)t und verdaut anders, weshalb sich die Menschheit in verschiedene Enterotypen, also Darmtypen, einteilen lässt.

Eine große Rolle beim Diäterfolg spielt das Mikrobiom, also die Zusammensetzung der Bakterien im Darm, auch Darmflora genannt. Das Mikrobiom, unsere individuelle Darmflora, bestimmt den Erfolg einer Diät also viel stärker als das Durchhaltevermögen. Und heute weiß man auch: Der Darm steht in enger Wechselwirkung mit der Psyche, etwa beim Reizdarm.

Intuitiv essen: Das Darmhirn weiß, was guttut

Das hört sich ja gar nicht so kompliziert an – und entspricht auch den grundlegenden Richtlinien einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Die strebt der Körper sogar von selbst an, wenn man ihn lässt. Intuitives Essen lautet daher der neueste Ansatz. Entwickelt wurde die Ernährung nach Bauchgefühl von den US-amerikanischen Ernährungsexpertinnen Elyse Resch und Evelyn Tribole. Sie behaupten, dass wir eine körpereigene Intelligenz besitzen, die uns sagt, was wir brauchen. Nur haben wir verlernt, auf unser Darmhirn zu hören, so wie es etwa kleine Kinder noch tun. Durch Selbstbeobachtung lernen, was einem guttut und sich danach zu ernähren und nicht nach irgendwelchen Diätvorschriften – das klingt doch mal vielversprechend! Ohne schlechtes Gewissen Weißbrot essen, wenn man es gut verträgt. Oder Milch weglassen, auch wenn man keine Laktoseunverträglichkeit attestiert bekommen hat, dafür aber Blähungen nach jedem Müsli. Sich also einfach weniger stressen. Denn das tut dem Bauch bestimmt gut.


29 Juli 2019 | Text: Elisabeth Schmiedjell | Fotos: Stocksy

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