Oxymel: Verdauungshilfe aus der Kräuterküche

Veröffentlicht am 21. Dezember 2018

So gut Festtagsmenüs, Kekse & Co. auch sind, sie schlagen uns häufig auf den Magen. Wer auf ein „Schnapserl“ nach dem Essen lieber verzichtet, kann seine Verdauung ganz einfach mit Oxymel, einem Hausmittel aus der Kräuterküche, unterstützen.

Kamillenblüten auf einem Löffel.
Kamillenblüten auf einem Löffel.

Was ein bisschen wie Hexenküche und Zauberei klingt – Oxymel – ist laut unserer diplomierten Kräuterpädagogin Jarolim Valerie in Wahrheit ein altes Hausmittel, bestehend aus Honig und Essig. Früher primär zur Konservierung von Kräutern und Früchten verwendet, erfreut sich Oxymel (auch Sauerhonig genannt) heute als gesundheitsförderndes Mittel wachsender Beliebtheit. Es reguliert die Verdauung, fördert eine gesunde Darmflora, reduziert Übersäuerung und unterstützt den basischen Stoffwechsel. Allesamt Wirkungen, die unserem Körper nach einem üppigen Festmahl mehr als gut tun. Oxymel gibt es fertig zu kaufen, kann aber auch in wenigen Minuten selbst angerührt werden. Die benötigten Hauptzutaten – Essig und Honig – finden sich in jeder Küche. Werden zusätzlich verdauungsfördernde Heilkräuter und Gewürze eingelegt verstärkt sich die positive Wirkung auf den Magen- Darmtrakt. Ein Stamperl vom selbstgerührten Oxymel nach dem Essen und die Verdauung bleibt in Schwung. Das eine oder andere Kekserl zu viel bleibt dann schon fast unbemerkt.

Zutaten und Zubereitung für ein kleines Glas (ca. 150ml)

  • 5EL Honig
  • 10EL naturtrüber Apfelessig
  • 1 TL Kamillenblüten
  • 5 Gewürznelken
  • 1Stück Ingwer (ca. 1cm)
  • 1/2 Zimtstange zerbrochen

Zubereitung:

Zuerst wird das Oxymel angerührt. Dazu füllt man Honig und Essig in ein Glas und rührt so lange, bis sich der Honig vollständig aufgelöst hat. Dann werden Kamille und die Gewürze eingerührt und das Glas verschlossen. Bei Zimmertemperatur lässt man das Ganze nun 2 Wochen ziehen. Während der Ziehzeit schüttelt man das Glas immer wieder. Danach wird das Oxymel, um die Pflanzenteile aufzufangen, durch ein Sieb abgeseiht und in Flaschen gefüllt. Dunkel gelagert ist das Oxymel mindestens 1 Jahr haltbar. Um die Verdauung anzuregen und um für ein wohliges Gefühl im Magen zu sorgen, erfolgt die Einnahme am besten direkt nach dem Essen. 2 EL Oxymel werden dazu in etwas Wasser verdünnt und getrunken.

Kamille – wenn der Magen zwickt Kamille gilt seit langem als eine der wichtigsten Heilpflanzen bei Verdauungsproblemen. Sie beruhigt den Magen, wirkt entzündungshemmend und ist ein wahres Allroundtalent bei Magenverstimmung & Co.
Gewürznelke – macht Speisen bekömmlicher Die in der Küche, als Zugabe zu schwerverdaulichen Speisen wie Rotkraut, sehr beliebten Nelken sind eigentlich die geschlossenen Knospen des Gewürznelkenbaumes. Und die bringen nicht nur Würze ins Leben, sondern sind auch ein anregendes Magenmittel.
Ingwer – der mit den Scharfstoffen Möchte man die Verdauungssäfte und das Stoffwechselfeuer anheizen, sollte man zu Ingwer greifen. Mit seinen Scharf- und Bitterstoffen half er schon Seefahrern gegen Übelkeit, wenn sie die Seekrankheit packte.

21 Dezember 2018 | TEXT: Jarolim Valerie | Fotos: Jarolim Valerie

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