Sonnenschutz: Die wichtigsten FAQs für sommerliche Haut

Gerade in den heißen Monaten braucht die Haut besonders viel Schutz, denn Sommer bedeutet Sonne und oft auch Sonnenbrand. Drei Fragen und Antworten rund um Sonnenschutz und wie Sie sich konkret schützen.

Sonnenschutz: Wie schütze ich mich richtig?
Sonnenschutz: Wie schütze ich mich richtig?

Sonnenallergie, Sonnenbrand, Kinderhaut im Sommer: Die Dermatologin Dr. Barbara Franz beantwortet für uns die wichtigsten Fragen zum Thema Sonnenschutz und wie wir uns konkret schützen.

Welche Erste-Hilfe-Maßnahmen gibt es bei Sonnenbrand?

Zu wenig, zu selten oder zu spät geschmiert – viele Menschen sind nach wie vor eher leichtsinnig beim Thema Sonnenschutz. Mit Sonnenbrand sollte man sofort kalt duschen und danach jede halbe Stunde reines Aloe-vera-Gel auftragen. Auch Heilerde wirkt entzündungshemmend. Hat man im Urlaub gerade nichts davon zur Hand, helfen ein nasses T-Shirt, kalte Wickel mit Essigwasser oder ein kühlender Umschlag mit Topfen und Gurkenscheiben. Zusätzlich sollte man unbedingt viel Wasser trinken, weil der Körper durch den Sonnenbrand viel Flüssigkeit verliert.

Was genau ist eine Sonnenallergie?

Unter Sonnenallergie, der sogenannten Polymorphen Lichtdermatose, versteht man eine Entzündung der Haut verbunden mit Rötung, Brennen, Juckreiz oder gar Bläschenbildung auf den noch nicht an die Sonne gewöhnten Hautarealen wie Hals, Dekolleté oder den Armen. Es handelt sich um eine abnorme Reaktion auf Sonnenlicht, die überwiegend durch die UV-Anteile des Lichts hervorgerufen wird. Die genauen Ursachen sind weitgehend ungeklärt, betroffen sind vor allem junge Erwachsene mit hellem Hauttyp mit Einsetzen der ersten wärmeren Sonnenstrahlen. In der Akutphase ist Kühlung das Mittel der Wahl, zusätzlich verschreibe ich entzündungshemmende Cremes und Antihistaminika, die rasch Linderung bringen. Tipp zur Vorbeugung: langsames und schrittweises Gewöhnen der Haut – aber in Maßen! – an die Sonne.

Welchen Sonnenschutz sollte man bei Kleinkindern verwenden?

Die ganz Kleinen sollten nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden, denn sie können noch nicht richtig schwitzen, um ihren Körper zu kühlen. Lässt sich der Aufenthalt in der Sonne für das Kleinkind nicht vermeiden, sollte man den Sonnenschutz gezielt nur an jenen Stellen auftragen, die sich mit Kleidung nicht gut schützen lassen. Für Kinder empfehlen sich spezielle Produkte für sensible Haut ohne Duftstoffe und Alkohol. Sonnenschutzmittel mit einem rein mineralischen Filter, also Sonnencremes ohne Chemie, reflektieren die UV-Strahlung bereits an der Hautoberfläche, damit wird die zarte Babyhaut sanft und effektiv geschützt.


12 Juli 2019 | Text: Redaktion | Fotos: Elizaveta Porodina für dm

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