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Immunsystem stärken: Diese 5 Hausmittel wirken

Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Damit wir gesund bleiben, stärken wir unser Immunsystem am besten auf ganz natürliche Weise: Diese Hausmittel wirken.

Zitronen und Ingwer stärken das Immunsystem.
Zitronen und Ingwer stärken das Immunsystem.

Unser Immunsystem ist der Wächter unseres Körpers, es vertreibt und tötet feindliche Eindringlinge und kämpft manchmal buchstäblich um unser Leben. Nicht nur in Zeiten von Corona. So gut es geht, sollten wir also unser Immunsystem unterstützen – und das geht auch auf ganz natürliche Weise: mit Hausmitteln. Theresia Harrer-Vitzthum, Obfrau des TEH Vereins (Traditionelle Europäische Heilkunde), verrät, wie das geht.

Wie integriere ich immunstärkende Hausmittel in meine Ernährung?

Die meisten Hausmittel können wir ganz leicht in die tägliche Ernährung integrieren. Am besten in kleinen Dosen bei jeder Mahlzeit. Trinken Sie also nicht nur in der Früh ein Glas Zitronensaft, sondern fügen Sie zu jeder Mahlzeit einen kleinen Immun-Booster hinzu. Wildkräuter zum Beispiel in den Salat dazugeben – oder Sie probieren eines der beiden Rezepte von Theresia Harrer-Vitzthum:

Immunsystem stärken: Hausmittel-Rezepte der Expertin

  • Zitronen-Knoblauch-Saft: 30 Knoblauchzehen im Mixer mit 5 Bio-Zitronen inklusive Schale und einem Liter Wasser pürieren. Einmal kurz aufkochen für eine gute Haltbarkeit, dann in Flaschen abfüllen, kühl stellen und einmal täglich ein Stamperl trinken. „Der Saft hält sich monatelang und unterstützt nicht nur das Immunsystem, sondern ist auch für die Blutgefäße gut. Er wirkt reinigend und senkt die Blutfette, ist entzündungshemmend und verbessert somit den Stoffwechsel.“
  • Wildkräuterbowle: Apfelsaft mit Mineralwasser und etwas Zitrone in eine große Schüssel oder einen Krug füllen. Dann verschiedene Wildkräuter hinzufügen, wie Schafgarbe, Minze, Hollunderblüten oder Spitzwegerich. Fertig ist die Wildkräuterbowle.

Speziell in Corona-Zeiten: Welche Hausmittel helfen?

Wie lange Corona noch präsent sein wird, ist ungewiss. Harrer-Vitzthum ist sich sicher: Das Virus wird uns noch mehrere Jahre beschäftigen. Umso wichtiger, uns gut um unsere eigene Gesundheit zu kümmern. Gerade jetzt sollten wir das ganzheitlich tun und deshalb nicht nur viel Obst essen und uns generell vitaminreich und gesund ernähren, sondern auch viel Bewegung und Frisch-Luft-Pausen fest in unseren Alltag integrieren. Denn: Wer den ganzen Tag drinnen sitzt, dem fehlen frische Luft, Sonne sowie Kälte- und Wärmereize. All das braucht der Körper aber, um sich zu stärken.

Die Abwehrkräfte unterstützen können auch Fußbäder oder Kneippen, außerdem braucht der Körper immer auch Ruhe, die wir etwa bei einem Waldspaziergang finden. Ausschlafen, Entspannungsphasen einbauen und sich positive Gedanken machen ist für Körper und Gesundheit immer gut.

Reichen Hausmittel alleine zur Stärkung des Immunsystems?

„Ich glaube, dass Hausmittel alleine ausreichen, wenn man sie mit oben genannten natürlichen Anwendungen – etwa regelmäßigen Waldspaziergängen – kombiniert.“, sagt Expertin Harrer-Vitzthum. „Grundsätzlich kann ein gesunder Mensch, der sich mit dem Thema auseinandersetzt und Hausmittel mit Bedacht verwendet, um sein Immunsystem zu stärken, nicht viel falsch machen.“

Wichtig: Setzen Sie sich damit bewusst auseinander, wenn Sie größere Mengen immununterstützender Hausmittel zu sich nehmen möchten und informieren Sie sich gut. Vor allem dann, wenn Sie Hausmittel regelmäßig einnehmen und sich für Wildkräuter interessieren – die meisten von uns haben mit der richtigen Anwendung und Dosierung der Heilpflanzen wenig Erfahrung. Denn: Bei manchen Erkrankungen kann die Einnahme bestimmter Hausmittel kontraproduktiv wirken, besonders bei Krankheiten, bei denen das Immunsystem betroffen ist.

Und auch Menschen, die regelmäßig Medikamente oder die Pille nehmen, sollten ohne Rücksprache mit ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht einfach Hausmittel zu sich nehmen. Johanniskraut zum Beispiel kann die Wirkung der Pille schwächen.

Theresia Harrer-Vitzthum ist Obfrau und Gründer-Vorstandsmitglied des TEH Vereins (Traditionelle Europäische Heilkunde). Wichtigstes Ziel des Vereins ist es, das traditionelle, regionale Heilwissen in Form von Lehrgängen, Vorträgen, Seminaren und Werkstätten in die Familien zu bringen und zeitgemäß weiterzugeben.

„Wir haben zum Beispiel eine Ausbildungsreihe, wo wir Wissen über traditionelle Heilweisen und Heilmittel weitergeben wollen. Wir möchten, dass die Menschen erfahren, welche Wirkstoffe in der Pflanze sind, wie man diese rausholt und richtig anwendet. Heutzutage ist das Interesse der Menschen daran wieder groß und wenn man die alten Praktiken anwenden möchte, braucht man einen guten Grundstock. Den vermittelt unsere Ausbildung.“, sagt Theresia Harrer-Vitzthum.


28 Juni 2020 | Text: Annalina Jegg | Fotos: Victoria Schaffer

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