So kann Ihr Herz negative Gefühle in gute verändern

Das Herz ist nicht nur ein Wundermuskel für unsere körperliche Gesundheit, sondern auch für unsere seelische - und kann sogar negative Gefühle verändern und in positive Empfindungen umprogrammieren.

Hören Sie auf Ihr Herz und vertrauen Sie auf Ihre Herzintelligenz
Hören Sie auf Ihr Herz und vertrauen Sie auf Ihre Herzintelligenz

Viele Menschen sind nicht glücklich. Obwohl die Lebensumstände ideal sind. Einige sind bedrückt, schwermütig, fühlen sich eingeengt. Andere sind im Dauerstress, in einem Leben gefangen, das ihnen nicht entspricht. Manche machen das Schicksal verantwortlich. Oder den Zufall. „Früher dachte ich: Das Glück kommt und geht, wie es will. Glücklich zu sein passiert zufällig – und selten. Heute weiß ich, dass Glück keine flüchtige Laune des Zufalls ist“, sagt Beate Pracht, deutsche Autorin und Herzintelligenz-Trainerin.

Unzufrieden, weil das Herz es ist?

Laut Pracht ist die häufigste Ursache für Unzufriedenheit: Wir sind einfach nicht „herzfit“.  Und damit meint sie nicht körperliche Gebrechen des Muskels, worum sich etwa der Österreichische Herzverband kümmert. Sondern um das Herz als Kraftquelle: „Im Herzen laufen viele Steuerfunktionen des menschlichen Körpers zusammen. Es ist die Quelle unserer Kraft.“ Hier entscheidet sich, wie gut man mit emotionalen und mentalen Anforderungen umgehen kann und wie glücklich man ist. „Den positiven Herzenszustand Glück kann man steuern, ja sogar erschaffen und trainieren.“ Das Herz mitsamt seiner Herzintelligenz, weiß Pracht, ist entscheidend für unsere mentale Gesundheit.

Auch Lebensberaterin Catharine Reichel ist überzeugt: Man kann negative Gefühle, die das Herz belasten, gezielt verändern für mehr Lebensqualität. Man muss es nur wollen: „Sobald man seine innere Einstellung verändert hat, bilden sich neue Nervenbahnen, Schaltkreise und Muster im Gehirn. Auf diese Weise polt man sich auf positive Gefühle und damit auf einen gesunden Stresshormonspiegel um.“

Beeinflussen Sie Ihr Herz!

Der erste und wichtigste Schritt, um sein Herz bewusster zu spüren: alle aufkommenden negativen Gefühle wahrnehmen und annehmen. Konkret bedeutet das, zumindest für kurze Zeit die Aufmerksamkeit darauf zu richten. Dann nimmt man sich auch als Menschen mit Ecken und Kanten, Wünschen und Sehnsüchten, Hoffnungen und Problemen wahr.

Zweiter Schritt: Mithilfe der Herzatmung schafft man es außerdem, negative Gefühle zu neutralisieren und umzupolen. Zuerst in neutralen und angenehmen Situationen üben. Später lassen sich die Emotionen dank Herzatmung auch in schwierigen Situationen beeinflussen.

Am besten praktiziert man, empfiehlt Herzintelligenz-Expertin Beate Pracht, die Übungen für ein glücklicheres Herz täglich praktizieren – am besten in der Früh, um mit einem guten Herzgefühl in den Tag zu starten. Mit der Zeit spürt man immer schneller, wenn eine Situation bedrückend wirkt, und kann gleich gegensteuern. „Fließt die Energie, kann sich Stress erst gar nicht mehr festsetzen und krank machen. Die Intelligenz des Herzens weist uns aber nicht nur den Weg zu einer robusteren Gesundheit, sie macht uns auch auf Schritt und Tritt glücklicher!“


24 Juli 2019 | Text: Andrea Fallent | Fotos: Stocksy

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