Urban Gardening: Das muss im Frühling geschehen

Im Stadtgarten heißt es im April ran an die Gartenschere, denn die ersten Frühlingsboten sind bereit zu sprießen.

Verschiedene Küchenkräuter
Verschiedene Küchenkräuter

Selbst mitten in der Stadt kann man auf kleinstem Raum vieles anpflanzen. Für den Balkon sind Blattsalate und Gemüse besonders geeignet, wenn man weder Garten, noch Platz für ein Hochbeet hat und sich trotzdem zum Teil selbst versorgen will. Auch Snackgurken wachsen am Balkon hervorragend.

Für jeden Balkon „das“ Richtige

Will man Kräuter anbauen und verfügt über wenig Platz, pflanzt man diese beispielsweise auf Kräuterleitern an oder hängt sie in Töpfen direkt ans Geländer. Sehr genügsam sind auch Chilischoten. Tomaten kann man ebenfalls auf dem (sonnigen) Balkon anbauen. Hier eignen sich vor allem jene Sorten, die als Kübelpflanzen vorgezüchtet wurden. Andere wachsen ebenfalls, wenn die Wurzeln genug Platz haben – wichtig ist dabei, dass man sie so tief wie möglich im Topf eingräbt.

Wer über eine Terrasse und etwas mehr Platz verfügt, kann auch Zitronenbäumchen und andere eigens für den Kübel gezüchtete Obstbäumchen ins verlängerte Wohnzimmer stellen. In schmalen Hochbeeten oder Holzboxen (alten Paletten) lassen sich außerdem wunderbar Erdbeeren anbauen.

Was man bedenken sollte: Nicht geeignet für den Balkon sind Pflanzen, deren Wurzeln viel Platz beanspruchen. Olivenbäumchen und Oleander etwa brauchen ein entsprechend großes Gefäß und eignen sich eher für Terrassen. Auch sollte man unbedingt die Sonneneinstrahlung bedenken: Mediterrane Pflanzen (Rosmarin, Lavendel) mögen es sonnig, andere wie Margariten ziehen Schattenplätze vor. Außerdem sollte man schon vorab bedenken, dass einige Balkonpflanzen eingewintert werden müssen und dann in der Wohnung oder im Gang entsprechend Platz einplanen.

1. Schutz vor Frost

Ein Vlies eignet sich gut, um Blumen und Kräuter in besonders kalten Nächten abzudecken. Töpfe kann man auch unkompliziert in ein Mini-Gewächshaus auf dem Balkon stellen.

2. Staunässe vermeiden

Töpfe mit Bodenloch wählen. Kies und Erde abwechselnd einfüllen, da Kies Wasser speichert und als Drainage fungiert. Alternativ ein Tongranulat verwenden, das die Feuchtigkeit nach und nach abgibt.

3. Unterstützung beim Keimen

Alte Samen werden vor der Aussaat über Nacht in Wasser eingeweicht. Lichtkeimer werden einfach auf die Erde gestreut und leicht angedrückt, Dunkelkeimer mit einer dünnen Erdschicht bedeckt.

4. Gegebenheiten und Erde beachten

Pflanzt man in Töpfen, sollte man die passende nährstoffreiche Erde auswählen. Im Garten wird erst überprüft, wie die Erde beschaffen ist und wie viel Sonne es am geplanten Standort gibt.

5. Richtig kombinieren

Nicht alle Kräuter harmonieren miteinander, auch nicht im Beet. Manche schließen einan­der aufgrund unterschiedlicher Bedürfnisse aus (etwa Thymian und Majoran). Und Ein­jährige passen nicht zu Mehrjährigen.

Buchtipp rund um den Garten

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110 Seiten
Verlag: Kosmos


14 März 2019 | Text: Anita Freistetter | Fotos: Stocksy

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