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Einkaufen und Gutes tun: So geht’s ganz leicht

Eine neue Bewegung will dem Shoppen mehr Sinn verleihen. Sozialer Konsum bedeutet, beim Geld ausgeben automatisch immer auch anderen Menschen zu helfen. Einkaufen und dabei Gutes tun: drei sinnstiftende Ideen, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

Kaffee trinken und dabei Gutes tun - wie Sie beim Einkaufen anderen helfen.
Kaffee trinken und dabei Gutes tun - wie Sie beim Einkaufen anderen helfen.

Eins plus eins ist mehr: Essen spenden

Die Geschäftsidee des Berliner Start-ups „share“ beruht auf dem 1+1 Prinzip: Wer ein Produkt kauft, spendet damit ein gleichwertiges Produkt an einen Menschen in Not. So wird nicht nur das eigene Bedürfnis befriedigt, sondern auch das eines anderen. Einkaufen und Gutes tun kann so leicht sein! Ein Tracking-Code auf der Verpackung verrät, wo die Hilfe ankommt.

Ein Beispiel für sozialen Konsum: Wer einen Bio-Nussriegel von share kauft, versorgt ein Schulkind in einem Land wie der Demokratischen Republik Kongo mit einem warmen Essen. Das soziale Unternehmen arbeitet dabei mit Partnern wie der Welthungerhilfe, dem UN-Welternährungsprogramm oder der Caritas Österreich zusammen. Die share-Produkte sind auch bei dm erhältlich und kosten nicht mehr als vergleichbare Premiumprodukte.

Lifestyle hier, Gesundheitsvorsorge dort

Das Leben von anderen Menschen durch sozialen Konsum zu verbessern steckt auch hinter der Schuhmarke TOMS®, die mittlerweile auch in Europa recht bekannt ist. Egal, ob Sneakers oder Sandalen: Mit jedem Paar TOMS® -Schuhe, das man kauft, bekommt auch ein Kind in Not neue Schuhe. Auf diese Weise hat die Firma bereits 93 Millionen Schuhe für Bedürftige gespendet.

Mittlerweile wurde die Produktpalette erweitert: Wer eine Sonnenbrille kauft, schenkt mittellosen Menschen eine Augenuntersuchung, wer zu Toms Kaffee greift, sorgt für sauberes Trinkwasser und wer sich eine Tasche gönnt, ermöglicht schwangeren Frauen eine sichere Geburt.

Anderen einen Kaffee spendieren

Das italienische Wort „Caffee Sospeso“ bedeutet „aufgeschobener Kaffee“. Warum? Weil hilfsbereite Konsumenten, die in einem Lokal einen Kaffee bestellen, nicht nur den eigenen zahlen können. Sondern auch gleich einen zweiten für einen bedürftigen Menschen. Der zweite Cappuccino oder Latte wird nicht sofort zubereitet, sondern für jemanden „aufgehoben“, der sich das sonst nicht so einfach leisten könnte.

Die Tradition des „Caffee Sospeso“ kommt ursprünglich aus Neapel, hat sich aber mittlerweile über die ganze Welt ausgebreitet. Natürlich ist diese Art von sozialem Konsum nicht in jedem Restaurant oder Café möglich, aber immer mehr Betreiber schließen sich an. Auch in Österreich gibt es ein paar Lokale mit „Caffee Sospeso“, zum Beispiel das Kulturcafé Tachles in Wien.

Hier gibt es Tipps, wie Sie auch beim Reisen Gutes tun und die Welt ein kleines Stück besser machen können.

Unser Tipp

Sie wollen mehr über die share-Produkte erfahren? Lesen Sie auf meindm.at weiter.


16 Oktober 2019 | Text: Maria Kapeller | Fotos: Stocksy, bereitgestellt

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