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Matchatee: So klappt die Zubereitung

Gesundes, grünes Pulver

Matchatee: So klappt die Zubereitung

Wie schon Selleriesaft ist auch das aus Japan und China stammende Matchapulver in Europa längst zum Kult geworden – ob als Zutat in Getränken, Eiscreme oder Kuchen. Und das aus gutem Grund. Denn Matchapulver ist nicht nur lecker, sondern auch gesund. Bei dm finden Sie das Trendgetränk Matcha auch.
Wenn Sie mit Matcha kreativ werden wollen, schauen Sie bei Pinterest rein. Hier entdecken Sie viele geniale Matcha-Rezepte: Ob für erfrischenden Matcha-Minze-Eistee mit Limetten und Honig, für luftigen Matcha-Mousse-Kuchen mit Kokosmilch und Vanille oder für fruchtige Matcha-Bowls mit Kiwis, Maracujas und Chiasamen – der Fantasie und den Geschmackskombinationen sind keine Grenzen gesetzt.
 

Was ist Matcha?

Matcha (jap: gemahlener Tee) ist Grüntee, der ausschließlich aus der Teesorte Tencha gewonnen wird. Er wird meist im Frühling geerntet. Das Besondere bei der Ernte: Vier Wochen, bevor die Teeblätter geerntet werden, wird die Teepflanze mit Bambusmatten bedeckt. Die Folge: Der Tee schmeckt letztlich milder und leicht süßlich.
 
Nach der Ernte werden die Matchablätter gedämpft und getrocknet, dann zerkleinert und die Blattadern und Stängel abgetrennt. In Stein- oder Granitmühlen werden die Teeblätterstückchen dann zu dem leuchtend grünen, superfeine Matchapulver gemahlen, wie wir es kennen und lieben.
 

Zubereitung: So machen Sie sich einen Matchatee

Die Zubereitung von Matchatee benötigt etwas Übung, aber mit unserer Anleitung fällt es gleich leichter:
  1. Geben Sie 1 bis 2 Gramm Matchapulver in eine kleine Schüssel oder Schale.
  2. Gießen Sie nun etwa 80 ml von 80 Grad heißem (nicht mehr kochendem!) Wasser in die Schale.
  3. Nun wird das Ganze mit einem Bambusbesen – einem sogenannten Chasen – schaumig geschlagen. Alternativ tut es auch ein Schneebesen oder ein Milchaufschäumer. Wichtig: keine kreisrunden Schlagbewegungen machen, sondern zickzackförmige. Also immer vor und zurück schlagen. Je höher und fester der Schaum wird, desto besser ist der Tee gelungen.
  4. Für einen Matcha Latte können Sie nun noch etwas Milch aufschäumen und unterrühren. Das Ganze mit etwas Honig und Zimt verfeinern.
Je nach Geschmack können Sie den Tee auch mit mehr oder weniger Wasser anrühren. In Japan kredenzt man gewöhnlich „Usucha“ schwachen Tee. Bei dieser Zubereitungsart wird viel Wasser mit wenig Matcha-Pulver vermengt. Der Gegensatz dazu ist „Koicha“.
 

Matchatee: Gesund mit ausgleichender Wirkung

Wissenschaftlich bewiesen ist, dass Matcha ähnlich günstig auf unseren Körper wirkt wie andere Grünteesorten. Leider gibt es zwar bisher kaum aussagekräftige Studien, die Genaueres verraten. Aber die Inhaltsstoffes des japanischen Tees sind vielversprechend:
 
  • L-Theanin für weniger Stress
In Grünem Tee findet sich L-Theanin. Die Aminosäure kann für Entspannung und Stressreduktion sorgen. Im Matchatee ist übrigens mehr Aminosäure als in anderen Grüntees.
 
  • Koffein: Besser konzentrieren
Außerdem finden sich im Matchatee etwa drei Prozent Koffein – Kaffee hat nur etwa halb so viel. Angeblich wird das Koffein im Matcha, weil es an sekundäre Pflanzenstoffe gebunden ist, erst im Darm freigesetzt. Dadurch soll der belebende Effekt des Koffeins nachhaltiger sein. Unterm Strich: Kaffee macht schnell und stark wach, Matcha langsamer, dafür länger anhaltend. Und: Die Kombination aus Koffein und L-Theanin soll für Entspannung und gleichzeitig mehr Konzentration und Aufmerksamkeit sorgen.
 
  • Antioxidantien gegen Entzündungen
Matchatee steckt voller Antioxidantien, wie Vitamin A und E, die unseren Körper vor freien Radikalen schützen, Entzündungen entgegenwirken und für gesunde Arterien sorgen können. So soll das Risiko für Herzerkrankungen bei Grüntee-Trinkern geringer sein.
 
  • Weitere gesunde Inhaltsstoffe
Neben Theanin, Koffein und wertvollen Antioxidantien sind Eisen, Kalium, Kalzium sowie B-Vitamine und Vitamin K enthalten. Gut zu wissen: Weil das Matchapulver so fein vermahlen ist, nehmen wir das gesamte Repertoire an Inhaltsstoffen auf.

Kauf & Lagerung von Matcha-Pulver

Der Geschmack von echtem, qualitativ hochwertigem Matcha wird „umami“ genannt. Dies bezeichnet auch die fünfte Geschmacksrichtung. Durch die aufwendige Herstellung ist Matcha-Pulver aber entsprechend teuer. Pro 30 Gramm zahlt man zwischen 10 und 40 Euro.
Als Alternative bieten manche Hersteller Grünteepulver an. Hier werden die Blätter nicht von Blattadern und Stängeln befreit, sondern das ganze Teeblatt verwendet. Geschmacklich sind Grünteepulver meist herber und weniger facettenreich als Matcha. Durch den vereinfachten Herstellungsprozess sind sie aber viel günstiger – und eignen sich prima zum Backen oder für einen Matcha Latte.
 
Aufbewahren sollten Sie eine angebrochene Matcha-Packung luftdicht verpackt im Kühlschrank. Dort hält sie sich mindestens drei Wochen.
 

Matchatee trinken: Gibt es Nebenwirkungen?

Qualitativ hochwertiger Matcha, der frei von Schadstoffen ist, hat kaum Nebenwirkungen, solange er in Maßen getrunken wird. Also: bis zu zwei Tassen am Tag. Beachten sollten Sie aber den hohen Koffeingehalt: Eine Überdosierung mit Koffein kann Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfall oder Sodbrennen verursachen. Schwangere sollten den Genuss von Matchatee wegen seines hohen Koffeingehaltes mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt abklären.

Matcha enthält außerdem – wie auch Rhabarber – Oxalsäure. Diese verhindert die Aufnahme von Stoffen wie Kalzium, Magnesium oder Eisen. Trinken Sie Matchatee darum am besten nicht zu Mahlzeiten sondern mindestens eine Stunde vorher.