Schwangerschaftsstreifen: Die Haut vor der Zerreißprobe

Veröffentlicht am 19. November 2018

Während der Babybauch von Woche zu Woche wächst, führt die Ausschüttung von Cortisol zu nachlassender Hautelastizität. Die Folge: Das Bindegewebe steht vor der Zerreißprobe. Wie man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen kann.

Schwangere Frau in Streifenkleid sitzt auf weißem Sofa.
Schwangere Frau in Streifenkleid sitzt auf weißem Sofa.

Rosafarbene, rötliche oder zart violette Streifen auf der Haut – was nach Kunst klingt, meint die gefürchteten Schwangerschaftsstreifen. Während der Schwangerschaft entstehen sie häufig am Bauch, am Po, den Oberschenkeln oder den Brüsten. Die gute Nachricht: Ein gesundheitliches Problem stellen sie nicht dar. Die schlechte Nachricht: Einmal da, bleiben Schwangerschaftsstreifen – und mit ihnen viele Fragen.

Wie entstehen Schwangerschaftsstreifen?

Wächst der Babybauch, kommt es vor allem gegen Ende der Schwangerschaft zu einer starken Dehnung des Hautbindegewebes. Zeitgleich führt eine vermehrte Ausschüttung von Cortisol zu nachlassender Hautelastizität. Dadurch können die Bindegewebefasern in der Unterhaut reißen. Zwischen den entstandenen Rissen werden die durchschimmernden Blutgefäße sichtbar. Knapp 80 Prozent aller Schwangeren sind davon betroffen. Schwangerschaftsstreifen können aber auch bei starker Gewichtszunahme oder schnellem Wachstum in der Pubertät auftreten. Man spricht dann von Dehnungsstreifen.

Wer neigt zu Schwangerschaftsstreifen?

Generell können sie während der Schwangerschaft bei jeder Frau auftreten. Begünstigt werden sie durch eine schnelle Gewichtszunahme aufgrund von besonders großen Kindern oder auch durch Mehrlingsschwangerschaften. Vor allem aber liegt ihre Ursache, medizinischen Studien zufolge, in der genetischen Veranlagung zu schwachem Bindegewebe.

Kann man Schwangerschaftsstreifen vorbeugen?

Was hilft gegen Schwangerschaftsstreifen?

Schwangerschaftsstreifen verblassen mit der Zeit von allein. Sie bleiben aber, ähnlich wie Narben, als weißliche Linien zurück. Spezielle Gels und Cremes sollen die Kollagenproduktion ankurbeln und dadurch das Hautbild verbessern. Aber auch tägliche Bauchmassagen und Rückbildungsübungen nach der Geburt können helfen.

Gibt es kosmetische Behandlungsmethoden?


19 November 2018 | TEXT: DENISE SIEBKE | BILDER: STOCKSY

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