Kind in Trotzphase: Von terrible twos und Wutmonstern

Vor einer Minute noch das süßeste Kind der Welt, steht man plötzlich einem wütenden Zwerg gegenüber. Wie Mama und Papa auf die Trotzphase mit den terrible twos reagieren und warum sie für Kinder so wichtig ist.

Kind in Trotzphase: Von terrible twos und Wutmonstern: Ein kleines Mädchen im rosaroten Bärenbademantel das trotzig weint
Kind in Trotzphase: Von terrible twos und Wutmonstern: Ein kleines Mädchen im rosaroten Bärenbademantel das trotzig weint
  1. Ruhe bewahren

    Schwierig, aber oberstes Gebot: Auch wenn das Kind noch so tobt, sollte man selbst versuchen, möglichst ruhig zu bleiben. Nicht (zurück-)schreien und nicht schimpfen, sondern tief durchatmen und die Emotionen des Kindes zulassen – jeder Trotzanfall geht vorbei.

  2. Verständnis zeigen

    Verständnis zeigen heißt nicht, einverstanden zu sein: Die Botschaft an das Kind muss lauten, dass die Gefühle erlaubt sind, es sich ärgern darf und Sie als Eltern auch den Ärger verstehen. Aber trotzdem bleiben Sie konsequent und geben dem Kind nicht das gewünschte Eis beziehungsweise beschränken nicht erlaubte Handlungen.

  3. Rein in die Wutecke

    Wut kanalisieren und entsorgen lassen: Sie können eine Wutecke in der Wohnung schaffen, in der das Kind seine Emotionen herauslassen kann. Zum Beispiel einen Platz mit vielen Polstern, wo es draufhauen kann, ohne andere oder sich selbst zu weh zu tun.

  4. Für Ablenkung sorgen

    Gerade wenn man unterwegs ist und keine Wutecke in der Nähe hat, lohnt sich der Versuch, das Kind abzulenken. Versuchen Sie, seine Aufmerksamkeit auf etwas anderes zu bringen. Die Chance ist groß, dass der Sturm dann schneller vorüberzieht.

  5. In den Arm nehmen

    Bringt während des Wutanfalls wenig, ist danach aber ganz wichtig: Lässt die Wut nach, das Kind in den Arm nehmen und ihm zeigen, dass Sie es lieben. Denn auch für Kinder sind diese Anfälle anstrengend und verwirrend.

Warum die Trotzphase so wichtig ist?

Wutanfälle lassen sich nicht vermeiden, aber sie lassen sich begrenzen. Ausbrüche entstehen gerne in Situationen, in denen Kinder müde, hungrig oder überfordert sind. Daher Einkäufe mit hungrigem Kind wenn möglich vermeiden. Auch verlässliche Regeln und ritualisierte Abläufe, wie zum Beispiel beim Schlafengehen, geben dem Kind einen fixen Rahmen und es kommt erst gar nicht auf die Idee, Grenzen auszureizen.

Für Eltern ist dieser Lebensabschnitt eine enorme Geduldsprobe. Für das Kind hingegen ist er unverzichtbar. Denn in dieser Zeit wird der Grundstein dafür gelegt, ob es sich als Erwachsener an Regeln halten, seine Gefühle regulieren und mit Stress und Frust umgehen kann. Alles Dinge, die für ein soziales Miteinander enorm wichtig sind.

Und eines sollten Eltern auch nie vergessen: Kein Kind im Trotzalter will Mama oder Papa durch seinen Trotz beleidigen oder ihre Liebe und Geduld auf die Probe stellen. Auch wenn es sich manches Mal so anfühlen mag.

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(Christina Tropper, Alexander Smutni-Tropper)
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Der entspannte Weg durch Trotzphasen.

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PREIS: € (A) 14,95 (gebundene Ausgabe)
292 Seiten
Verlag: BELTZ


30 Mai 2019 | Text: Redaktion | Fotos: Stocksy

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