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Warum achtsame Erziehung so wichtig ist

Kinder achtsam erziehen ist leichter gesagt als getan. Denn jeder ist einmal zu gestresst oder zu müde, um etwas kindgerecht zu erklären. Das ist normal. Doch es gibt Sätze und Ausdrücke, die Sie zum Wohl Ihres Kindes dauerhaft aus Ihrem Wortschatz streichen sollten.

Kinder achtsam erziehen: Warum das wichtig ist und wie Sie Ihrem Kind geben, was es braucht.
Kinder achtsam erziehen: Warum das wichtig ist und wie Sie Ihrem Kind geben, was es braucht.

Ein Kind ist ein Mensch. Ein kleiner Mensch. Und genauso wertvoll und wichtig wie jeder Erwachsene. Denn Kinder leben in unserer Zukunft, gestalten sie, verwalten sie. Wir erwarten von ihnen, gut zu machen, was vergangene Generationen an der Welt verbrochen haben. Trotzdem trauen und gestehen wir unseren Kindern vieles nicht zu, drängen sie zum Aufräumen, wenn sie lieber spielen wollen. Wir schimpfen, verbieten, tadeln und bestrafen. Das kann viel anrichten – und selten Gutes. Dr. Anke Elisabeth Ballmann beschreibt in ihrem Buch „Seelenprügel“, was wir Kindern mit den falschen Worten und zu wenig Zuwendung antun. Und wie wir das mit den richtigen Erziehungstipps verhindern können.

Darum ist eine liebevolle Erziehung so wichtig

  • Da sein, aber nicht aufdrängen: Geben Sie Ihren Kindern den Freiraum, selbst zu spielen und dabei zu lernen und zu entdecken. Greifen Sie nur ein, wenn das Kind nach Hilfe und Beteiligung fragt. (Und bringen Sie es Ihrem Nachwuchs bei, alleine zu spielen.)
  • Das Gespräch suchen: Kinder erzählen gern und viel – hören Sie zu. Und fragen Sie nach. Das vermittelt einem Kind (wie auch einem Erwachsenen) das Gefühl, dass Sie sich wirklich für seine Belange interessieren. Es fühlt sich geborgen und wertgeschätzt. Ihr Schulkind redet wenig über den Tag? Es gibt Tipps, wie Sie Kinder zum Reden bringen, ohne sie zu bedrängen.
  • Genau hinschauen und beobachten: Finden Sie heraus, welche individuellen Begabungen und Fähigkeiten ihr Kind hat und auch was es verletzt. Nur dann können Sie ihm geben, was es wirklich braucht.
  • Geduld und Verständnis aufbringen: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und wir alle mussten lernen, was wir heute können und wissen. Gestehen Sie das auch Ihren Kindern zu und bewahren Sie Ruhe, wenn die Gabel zum zwölften Mal auf dem Boden landet oder die Schuhe schon wieder falsch gebunden sind.
  • Achtsam zu sich selbst sein: Selbstreflektion ist wichtig! Nur wer seine eigenen Gefühle kennt und mit diesen umgehen kann, kann auch auf die Emotionen eines anderen eingehen.
  • Ein Vorbild sein: Kinder schauen sich viel von ihren Eltern und Bezugspersonen ab und spiegeln ihr Verhalten. Damit Ihr Kind ein liebevoller und selbstbewusster Mensch werden kann, seien Sie selbst das beste Vorbild!

Seelenprügel – Was Kindern in Kitas wirklich passiert. Und was wir dagegen tun können
(Dr. Anke Elisabeth Ballmann)
Verlag: Kösel


16 Januar 2020 | Text: Annalina Jegg | Fotos: Stocksy

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