Teenie-Probleme in der Pubertät: Eltern als Mutmacher

Veröffentlicht am 9. Januar 2019

Pubertierende Kinder können die Nerven ganz schön strapazieren. Wenn es Eltern gelingt, ein offenes Ohr zu haben und für ihr Kind da zu sein, haben es alle ein bisschen leichter. Tipps für den Umgang mit typischen Pubertäts-Problemen.

Junges Mädchen das gelangweilt am Bett liegt.
Junges Mädchen das gelangweilt am Bett liegt.

1. Wenn pubertierende Kinder Liebeskummer haben

Egal, warum eine Beziehung scheitert, Liebeskummer ist immer fies. Eltern wissen das aus eigener Erfahrung. Auch, dass man irgendwann darüber hinwegkommt. Das bringt dem Sohn oder der Tochter aber herzlich wenig.

Was pubertierenden Kindern bei Liebeskummer trotzdem ein bisschen helfen könnte: Dasein. Mitheulen. Gemeinsam ein Eis essen. Oder ins Kino gehen. Erzählen, wie das früher bei einem selbst war. Verständnis zeigen. Und nicht zu streng sein, wenn jetzt die beste Freundin oder das Ausgehen Vorrang hat.

2. Das erste Treffen mit den „Schwiegereltern“ steht an

Wenn Teenager die Eltern ihres oder ihrer Liebsten kennenlernen sollen, bekommen selbst robuste Buben und Mädchen großen Bammel.  Sie wollen einen möglichst guten Eindruck hinterlassen. Gar nicht leicht, wenn man gerade in der Selbstfindungsphase ist. Deshalb ist das erste Aufeinandertreffen auch von enormer Anspannung geprägt.

Raten Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter, einfach so zu sein wie immer. Sagen Sie Ihrem Nachwuchs, dass er genau so perfekt ist, wie er oder sie ist. Und geben Sie mit Augenzwinkern mit auf den Weg: Solange das eigene Kind in der Beziehung glücklich wirkt, werden die „Schwiegereltern“ auch zufrieden sein.

3. Ein typisches Problem in der Pubertät: Schulstress

Druck, Erwartungen, Versagensängste. Die Schule kann pubertierenden Kindern ganz schön zusetzen. Was sie jetzt von ihren Eltern brauchen: Motivation, um dran zu bleiben und zu lernen.

Was Sie aktiv tun können: zuhören und trösten. Vielleicht helfen auch folgende Ratschläge: Erstmal Zeit vergehen und die Wut abklingen lassen. Danach vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt in Ruhe miteinander reden. Erklären Sie außerdem, dass richtig gute Freundschaften auch durch schwere Zeiten gehen – so wie Liebesbeziehungen. Beispiele aus dem eigenen Leben von Mama und Papa zu hören, tut pubertierenden Kindern manchmal auch gut.

5. Wenn pubertierende Kinder Weltschmerz verspüren

Die Welt ist in den Augen von Teenagern manchmal einfach nur schlecht: Schule, Freunde, Umwelt, Politik. Alles scheint den Bach hinunter zu gehen und alle scheinen gegen sie zu sein. Die ohnehin schon lästigen Probleme in der Pubertät werden noch dramatischer wahrgenommen, wenn dieser ganz spezielle Weltschmerz dazukommt.

Wie können Sie als Eltern die Stimmung wieder aufheitern? Sorgen Sie für gemeinsame positive Erlebnisse. Oder motivieren Sie Ihren Nachwuchs zum Sport, das verschafft indirekt Stärkung. Scheuen Sie bei gröberen Problemen nicht davor zurück, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.


9 Januar 2019 | Text: Maria Kapeller, Anita Freistetter | Fotos: Stocksy

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