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Wie gesund ist er? Alles über Rhabarber

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Wie gesund ist er? Alles über Rhabarber

Frühling ist Rhabarberzeit! Wir verraten Ihnen alles, was Sie über das Gemüse wissen müssen.

Rhabarber gehört zum Frühjahr wie blonde Strähnen zum Sommer. Von April bis Mitte Juni erfreuen wir uns an seinem sauer-herben Geschmack. Seine ursprüngliche Heimat ist Tibet und die Mongolei: Dort wurde Rhabarber schon vor 3.000 Jahren in der Naturheilkunde verwendet, um das Blut zu reinigen und den Körper zu entgiften.

Der Rhabarber, den wir kennen heißt richtig übrigens „Gemeiner Rhabarber“ und gehört zum Gemüse, nicht zum Obst – auch wenn er in Europa meist als Süßspeise serviert wird

Warum ist Rhabarber so gesund?

Zitronen- und Apfelsäure verleihen dem Rhabarber nicht nur seinen klassisch säuerlichen Geschmack, sie kurbeln zusammen mit dem Ballaststoff Pektin die Verdauung an. Enthaltenes Magnesium und Kalium können den Wasserhaushalt im Körper ausbalancieren. Vitamin A, E und B-Vitamine im Rhabarber helfen, Frühjahrsmüdigkeit den Kampf anzusagen.

Mit nur 13 Kalorien pro 100 Gramm gehört Rhabarber außerdem zu den kalorienärmsten Gemüsesorten überhaupt und eignet sich prima für eine fettarme Ernährung.

Das sollten Sie beim Kauf beachten

Beim Einkaufen werden Sie beobachten, dass es grüne und rote Rhabarbersorten gibt. Bei der Auswahl der richtigen Sorte sollten Sie darum beachten: Je rötlicher die Färbung von Schale und Fruchtfleisch, desto weniger sauer schmeckt das Frühlingsgemüse. Frischen Rhabarber erkennen Sie daran, dass seine Stangen fest sind und leicht glänzen. Die Stangenenden sollten saftig und nicht trocken aussehen.

Weil Rhabarber nur sehr selten von Schädlingen befallen wird, werden Rhabarberstangen übrigens nur selten bzw. sehr gering mit Pflanzenschutzmitteln bearbeitet. Ein absolutes Plus!

Wie bewahre ich Rhabarber am besten auf?

Rhabarber können Sie nach dem Kauf ähnlich wie Spargel aufbewahren: in ein feuchtes Tuch wickeln und ins Gemüsefach des Kühlschranks packen. Dort hält er sich etwa eine Woche.

Man kann ihn außerdem gut einfrieren – entweder roh in kleine Stücke geschnitten oder als fertiges Kompott. Wer die Technik des Einweckens beherrscht, kann Rhabarber auch gut in Einmachgläsern haltbar machen.

Rhabarber zubereiten: So geht’s

Bei jungem Rhabarber reicht es, wenn Sie ihn waschen und danach Blattansatz und Stangenende abschneiden. Danach können Sie ihn in etwa zentimeterdicke Scheibchen schneiden und direkt weiterverarbeiten. Sehr dicke und faserige Stiele sollten Sie zusätzlich schälen. Bei diesen ist der Oxalsäuregehalt in der Schale höher.

Am besten schält man Rhabarber mit einem Messer: Fahren Sie mit dem Messer unter die Schale an einem Stängelende und nehmen Sie die Schale zwischen Schneide und Daumen. Dann können Sie die Schale abziehen.

Danach geht es auch schon ans Eingemachte: Ob im Kompott, als Konfitüre oder im Kuchen, als erfrischender Rhabarbersaft oder Rhabarberschorle – Rhabarber macht sich herrlich in all diesen Gerichten und Getränken.

Rhabarber schmeckt aber auch wunderbar zu herzhaften Gerichten: zum Beispiel mit Ingwer oder Zimt kombiniert zu Fleisch, Fisch oder Geflügel. Auch einem Salat verleiht Rhabarber das gewisse Etwas.

Das beachten:


Weil Rhabarber, ähnlich wie Spinat oder Rote Bete, viel Oxalsäure enthält, die in großen Mengen giftig ist: Bitte immer kurz andünsten oder ein paar Minuten vorkochen. Anschließend das Kochwasser wegschütten. So löst sich ein Teil der Oxalsäure heraus.

Rhabarber ist grundsätzlich roh aber nicht giftig. Zumindest die Rhabarberstangen nicht. Die Blätter aber schon; sie enthalten die meiste Oxalsäure. Darum: Finger weg von Rhabarberblättern!

Vorgekochte Rhabarberstangen sind für gesunde Erwachsene in normaler Verzehrmenge völlig unbedenklich. Sollten Sie aber auf Nummer sicher gehen wollen: Mit calciumreichen Lebensmitteln wie Milchreis oder Quarkkuchen lässt sich der Säuregehalt noch weiter entschärfen. Calcium bindet Oxalsäure vor der Aufnahme im Körper, wodurch wir sie einfach wieder ausscheiden. Und Milchreis mit Rhabarberkompott schmeckt dazu noch doppelt lecker.

Wer auf Rhabarber lieber verzichten sollte

Wenn Sie Nierensteine haben, ist Rhabarber leider nichts für Sie: Aus Oxalat, den Salzen der Oxalsäure, bilden sich in Verbindung mit Calcium Nierensteine. Auch wer unter Gallensteinen, Rheuma oder Gicht leidet, sollte auf Rhabarber verzichten.

Haben Sie einen Eisenmangel? Dann achten Sie darauf, dass Sie Rhabarber nicht mit eisenreichen Speisen essen. Die Oxalsäure im Rhabarber verhindert, dass das Eisen im Körper aufgenommen wird.

Babys ab etwa acht Monaten und Kleinkinder können Rhabarber essen, wenn Sie ein paar Tipps zum Frühlingsgemüse befolgen: Roten Rhabarber nehmen, diesen unbedingt schälen und vorkochen und zusammen mit Milchprodukten servieren. Bekommt Ihr Baby nach dem Verzehr von Rhabarber trotzdem einen wunden Po, verträgt es die Säure schlecht und Sie sollten Rhabarber lieber vom Speisezettel streichen.