Eine Frau die alleine spazieren geht.
Schmerzfrei gehen

Tipps für gesunde Füße!

Unsere Füße helfen uns, aufrecht durchs Leben zu schreiten. Aber: Sie brauchen unsere Beachtung. Praktische Tipps und Übungen für gesunde Füße.

Im Laufe des Lebens müssen sich unsere Füße immer wieder Gemeinheiten gefallen lassen. Wir stecken sie in zu enge, zu weite oder zu hohe Schuhe. Wir rauben ihnen die Luft zum Atmen. Wir erdrücken sie mit zu viel Gewicht. Wir verwehren ihnen, sich ausreichend zu bewegen. Und wenn, dann auf flachem Asphalt oder auf spiegelglatten Böden. Wir schränken sie ein, belasten sie einseitig oder falsch. Kurzum: Wir lassen sie verkümmern.

Gesunde Füße machen uns selbstbewusster

Unsere Füße bekommen viel zu wenig Streicheleinheiten und Dankbarkeit, obwohl sie uns durchs ganze Leben tragen. Sie sind das Fundament, das uns den nötigen Halt gibt. „Wer gut auf den Beinen steht, ist präsenter, bewegt sich entspannter, fühlt sich vielleicht sogar selbstbewusster“, ist die Pilates-Trainerin, Spiraldynamik-Fachkraft und Grinberg-Praktikerin Cora Hiebinger überzeugt.

Fußprobleme bahnen sich langsam an

Unsere Füße haben noch eine Eigenschaft: Sie sind geduldig. Sie fangen viel ab. Sie gleichen aus, wo es geht. Sie leiden still und leise vor sich hin, obwohl sie zu wenig, zu viel oder falsch belastet werden. Bis es ihnen reicht. Zuerst senden sie Warnsignale. Aber die übersehen wir oft, weil wir unsere Füße keines Blickes würdigen. Erst wenn es gar nicht mehr anders geht, kommt der Schmerz. Die Botschaft: So nicht mehr!

Gesunde Füße, gesunder Körper

Wenn wir anfangen liebevoller mit unseren Füßen umzugehen, werden sie sich erkenntlich zeigen. Sie werden uns weiterhin verlässlich durchs Leben tragen und uns vor unnötigen Schmerzen schützen. Denn Fußprobleme sind nur zu rund einem Drittel genetisch bedingt. Für den Rest sind wir selbst verantwortlich. Frei nach dem Motto: Gesunde Füße, gesunder Körper.

Drei Tipps für gesunde und schmerzfreie Füße

  1. Richtig gehen

    Das klingt vielleicht banal: Aber richtig zu gehen ist gar nicht so einfach. Oft werden gewisse Partien zu viel, zu wenig oder falsch belastet. Die Folge sind Fußprobleme und Fußfehlstellungen wie zum Beispiel Knickfüße. Diese sind aber kein lokales Problem. Sie können sich auf den ganzen Körper auswirken – von den Füßen über die Oberschenkel bis hin zum Kopf.

Um Fußproblemen vorzubeugen, ist es wichtig, anatomisch richtig zu gehen. Außerdem, möglichst viel Bewegung zu haben – in hochwertigem Schuhwerk. Ideal sind Schuhe ohne hohen Absatz und mit gemütlichem Fußbett. Sie müssen außerdem gut sitzen, nicht zu klein oder zu groß sein und sollten regelmäßig gewechselt werden. Das alles schützt auch vor Druckstellen und Blasen. Cora Hiebinger, Pilates-Trainerin, Spiraldynamik-Fachkraft und Grinberg-Praktikerin empfiehlt als Extra-Tipp für gesunde Füße, öfter barfuß zu gehen: Die verschiedenen Untergründe sprechen die Rezeptoren im Fuß an. Die koordinativen Fähigkeiten werden trainiert und weiterentwickelt. Außerdem tut die frische Luft den Füßen gut.

  1. Haltung zeigen

    Die Füße geben uns Gleichgewicht und Standfestigkeit. Haltung bewahren heißt nicht nur, aufrecht zu stehen. Auch das Innenleben profitiert davon. Ein Beispiel: Wer krumm geht, schaut automatisch nach unten – das wirkt sich auf die Stimmung aus.

„Die Füße sind unser Fundament, sie stehen für Authentizität und Urvertrauen. Ist an dieser Basis etwas nicht im Gleichgewicht, kann sich das nicht nur auf die Statik des Körpers, sondern auch auf das Seelenleben auswirken – und umgekehrt“, erklärt Cora Hiebinger. Wenn man wirklich den Boden wieder spürt, sein Gewicht an ihn abgibt und sich ins Lot bringt, zeigt man Haltung. Dann verschwindet ein Teil der inneren Anspannung, die man mit sich herumträgt, wie von selbst. (Cora Hiebinger, Pilates-Trainerin, Spiraldynamik-Fachkraft und Grinberg-Praktikerin)

  1. Regelmäßig verwöhnen

    An dem Spruch „Gesunde Füße, gesunder Körper“ ist also ganz schön viel dran. „Alles, was Sie Ihren Füßen Gutes tun, wirkt sich positiv auf Ihren gesamten Körper aus“, sagt auch Martin Zink, ausgebildeter Heilmasseur in Wien. Lesen Sie hier vier Empfehlungen vom Experten, um den Füßen zur wohlverdienten Entspannung zu verhelfen.

Vier Entspannungstipps für die Füße

  1. Fussbad

    Ein basisches Fußbad hat wohltuende Effekte. Es wirkt unterstützend, um die Füße gesund zu erhalten. Sie werden entgiftet, da die Fußsohle einen guten Ausleitungseffekt hat. Die Gelenke werden entlastet, weil Säure über die Füße nach außen dringt.

  2. Fussmassage

    Kann eine professionelle Fußreflexzonenmassage nicht ersetzen, aber sorgt für schnelle Entspannung: Die Füße regelmäßig mit einem mit Noppen besetzten Massageball ausrollen.

  3. Fusswickel

    Bei Wickeln handelt es sich um alte westliche Heilmethoden, die in Vergessenheit geraten sind. Ein bewährtes Hausmittel ist der Zwiebel-Wickel: Zwiebeln in Scheiben schneiden, in die Socken geben, damit schlafen gehen und über Nacht einziehen lassen. Wirkt entgiftend und immunstärkend sowie gegen Schweißfüße.

  4. Fussmassage

    Eine Wohltat: Neutrales Körperöl sanft in die Füße einmassieren. Um die Wirkung zu verstärken, reicht es, ein Tropfen hochwertiges ätherischen Öl beizumengen. Lavendel- oder Melissenöl fördern ein entspanntes Einschlafen.

Gut zu Fuß ein Leben lang
Mit vielen Übungen fürs Fußtraining aus der Spiraldynamik®.
(Christian Larsen)
Seiten: 192
Verlag:Trias

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