Frau mit Converse-Sneakers auf pinkem Motorrad
Turnschuh oder Kult?

4 Dinge, die man über Sneakers wissen sollte

Ein Modetrend, dem wir buchstäblich zu Füßen liegen. Sneakers entwickelten sich Schritt für Schritt vom klassischen Turnschuh zum stylischen Must-Have und sind heute mindestens genauso High-Fashion wie Louboutin und Co. Wir haben dem Sneaker mal auf die Sohle gefühlt.

Sneakers: vom Turnschuh zum Kult und von der bequemen Alternative zur salonfähigen Fußbekleidung. Aber wie begann eigentlich ihr unvergleichlicher Siegeszug? Wir haben uns 4 wichtige Fragen gestellt.

1. Woher kommt das Wort „Sneakers“?

Sneakers“ (von „sneak“, deutsch: schleichen) wurde von Werbeprofi Henry McKinney kreiert und beschreibt die Eigenschaft, dass man mit Sneakers fast lautlos gehen kann. Darum wurden sie auch von Anfang an mit Kriminalität in Verbindung gebracht, weil sich Einbrecher ganz einfach „auf leisen Sohlen“ davonstehlen konnten.

2. Seit wann gibt es Sneakers?

Erstmals spricht man von Sneakers im frühen 20. Jahrhundert. Damals wurden die revolutionären Schuhe mit Gummisohle aus praktischen Gründen in erster Linie beim Cricket oder beim Tennis getragen. In den 1920er-Jahren stieg schließlich die Nachfrage nach Turnschuhen und somit auch die Verfügbarkeit. Dann ging es schnell: „The Converse Rubber Shoe Company“ produzierte 1917 den ersten, legendären „Converse All Star“, und der deutsche Unternehmer Adi Dassler kreierte einen Schuh, den er mit „Adidas“ nach sich selbst benannte. Damit brachte er die bekannteste Sneaker-Brand weltweit ins Schuhregal und legte mit Tochterfirma Reebok nochmal an Popularität zu. Währenddessen startete auch Adis Bruder mit einem eigenen Sportschuh-Unternehmen durch: Puma. Nike trat seinen rasanten Siegeszug erst 1971 an, feierte aber sehr schnell durch die Zusammenarbeit mit Profi-Sportlern große Erfolge. Der Rest ist PR-Geschichte.

3. Was haben Stars und Sportler mit Sneakers zu tun?

Die strategisch klugen Kollaborationen von Converse, Nike und Co. mit Sportlern als Marken-Botschafter brachten den Top-Sneaker-Brands weltweiten Ruhm. Einer der ersten, der einen „eigenen“ Sneaker bekam, war Basketball-Star Chuck Taylor, und noch heute kennt die „Chucks“ jedes Kind beim Namen – fast mehr als eine Milliarde verkaufter Paare machen sie zum weltweit erfolgreichsten Schuhmodell aller Zeiten. Berüchtigt ist natürlich auch die jahrelange Zusammenarbeit von Nike und NBA-Basketball-Star Michael Jordan, die 1984 mit „Nike Jordan Air 1“ buchstäblich „Fuß fasste“ und als Grundstein der modernen Sneaker-Kultur gilt. Übrigens: Michael Jordan wollte eigentlich bei Adidas unterschreiben, aber es kam nie zu einem Angebot. In den 50ern feierten Sneakers auch abseits des Spielfelds große Erfolge – spätestens als James Dean seine „Chucks“ in „Rebel without a cause“ trug, waren Sneakers mehr als nur ein Turnschuh für Sport-Fans. In den 70ern zogen Sneakers schließlich als Statement-Schuhe in der Hip-Hop-Szene ein und manifestierten sich noch weiter als Kulturgut.

4. Was sagen Sneakers über ihren Besitzer aus?

Du bist, was du trägst: Welche Sneakers man wählt, ist nicht immer Zufall. Denn verschiedene Modelle und Brands signalisieren noch heute Sympathie oder Zugehörigkeit zu einer Gruppe, Werten oder bestimmten Einstellungen. Die wichtigsten Schuh-„Größen“?  Sportler und Musiker. Während sich der „Nike-Sneaker“ beispielsweise langsam vom Basketball-Schuh zum Skate-Schuh weiterentwickelte und seine „street credibility“ hauptsächlich Top-Athleten verdankt, prägten Converse, Keds und Vans eher Persönlichkeiten der Musikgeschichte, wie beispielsweise Kurt Cobain, die Ramones und Sid Vicious. Mehr Sneaker-Typen gibt’s hier.

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