Schwarz-weiß-Bild von drei Männern die an einer Mauer angelehnt sitzen und aus der Vogelperspektive zu sehen sind
Feldstudie am Beautyregal

Bella Italia: Männer, so kauft man Kosmetik!

Männer in Italien sind immer top gepflegt und geben für Kosmetik deutlich mehr Geld als Österreichs Männer. Und deshalb werfen wir einen augenzwinkernden Blick auf Italiens Männertypen – so wird Ihr Drogeriemarktbesuch im Urlaub zur soziologischen Feldstudie!

Der Sommerurlaub naht und viele Österreicher zieht es wieder in Richtung Süden in unsere nationale Lieblingsdestination: Bella Italia! Erst irgendwo zwischen Brenner und Caorle fällt uns ein: Die Sonnencreme wurde wieder einmal daheim vergessen. Deshalb darf ein kurzer Stopp beim Drogeriemarkt nicht fehlen. Und dort fällt auf: Auch bei unseren Nachbarn wachsen die Regalmeter für die Männer. Das allein ist noch kein Grund zum Wundern, schließlich eilt den Italienern ja der Ruf voraus, stets geschniegelt und gestriegelt zu sein: 300 Euro pro Jahr gibt in Italien jeder Einwohner (Männer und Frauen) für Kosmetik aus – hierzulande ist es nur gut die Hälfte der Summe.

Italien: Männer, ran an die Kosmetik!

Was allerdings sehr wohl Stirnrunzeln verursacht: Tatsächlich halten sich immer mehr Männer bei der deklarierten Männerpflege auf. Der Traditionalist scheint langsam zu den bedrohten Arten zu gehören: Also jenes Gewohnheitstier, das aus Bequemlichkeit darauf vertraut, dass schon „la mamma“ oder seine Frau für Duschgel-Nachschub (natürlich immer dieselbe Marke!) sorgen wird. Stattdessen sind zwei andere Männertypen auf dem Vormarsch. Wir verraten, um welche es sich handelt – und vielleicht kann sich der „Homo Austriacus“ ja etwas von ihren Pflegegewohnheiten abschauen …

Mann & seine Kosmetik: Gepflegter Mainstream

Schon rund 30 Prozent der Gesamteinkäufe im Bereich Kosmetik werden in Italien aus einer männlichen Brieftasche heraus bezahlt – Trend steigend! Die Chancen stehen übrigens gut, dass der Brieftaschenbesitzer ein Angehöriger des gepflegten Mainstreams ist. Woran man ihn erkennt? Meist daran, dass man ihn schon erschnuppert, bevor man ihn sieht: Dieser Typus investiert nämlich besonders gerne in Düfte – und in Hautpflege. Zu hautregenerierenden und feuchtigkeitsspendenden Produkten landen bei ihm besonders gern im Einkaufswagerl. Beziehungsweise in der Tasche, denn anders als bei uns trägt Mann in Italien nicht nur ohne Scheu Cremes und Lotions auf, sondern auch eine Bag.

Bei seinem Einkauf kann man diesen Männertypen an zwei weiteren Merkmalen identifizieren. Nummer eins: ansehnliche Nägel, denn die Pflege für Männerhände wird immer mehr zum Trend, der langsam auch im Mainstream angekommen ist. Nummer zwei: Sein gezielter Griff überführt den Mainstream-Mann in Sekundenschnelle. Schließlich weiß er genau, was er will und braucht. Seine Kaufentscheidung basiert auf höchst gründlicher Recherche, die er mit einer fast schon wissenschaftlichen Herangehensweise an Kosmetik betreibt. Und das ist auch die Schwachstelle dieses Typs: Fachprodukten mit den neuesten Technologien und Wirkstoffen kann er nicht widerstehen!

Mann & seine Kosmetik: Der Lifestyle-Guy

Mischt sich jemand in gemächlicherem Tempo zwischen die zielstrebigen Mainstream-Männer, dann handelt es sich womöglich um einen Traditionalisten auf dem Sprung zur nächsten Stufe auf der Pflege-Evolutionsleiter. Spaziert dieser jemand allerdings schlendernden Schrittes und interessierte Blicke links und rechts werfend durch die Regalschluchten, gehört er vermutlich eher der Lifestyle-Fraktion an. Trägt er außerdem einen Bart, ist es so gut wie offiziell: Pflegeprodukte und Trends sind das Metier dieses Exemplars, das sich gerade auf der Suche nach Inspiration befindet. Seine Offenheit für Neues verleitet den Lifestyle-„Uomo“ nämlich gern zu Experimenten. Als Teil der jungen Social-Media-Generation und leidenschaftlichen Influencer ist für ihn gutes Aussehen quasi sein Kapital – und sein Gesicht seine Visitenkarte. Die richtige Gesichtspflege ist für ihn daher das A und O, wobei der Bart seinen ganzen Stolz darstellt.

Dieses Haar gewordene Symbol für Männlichkeit erhält also besonders viel Aufmerksamkeit in seiner umfassenden Pflegeroutine und ist selbstverständlich perfekt auf die Frisur abgestimmt. Denn eines würde der Lifestyle-Mann nicht überleben: Wenn man ihn mit ungeordneter, ungepflegter Gesichtsbehaarung antreffen würde. Und so befindet sich auch beim Drogeriemarktbesuch jedes Barthaar an seinem Platz.

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