Baby-Feuchttücher selber machen

Ist die Haut des Babypopos gerötet, reagiert sie in den meisten Fällen empfindlich auf Pflegestoffe. Eine neue Pflegeroutine kann helfen: Wir zeigen, wie man natürliche Baby-Feuchttücher selber machen kann.

Duftend, frisch und praktisch: Fertige Baby-Feuchttücher gehören oftmals zur Standardausstattung am Wickeltisch. Sie sparen ganz bequem Zeit. Schließlich müssen Neugeborene 6 bis 10 Mal am Tag gewickelt werden. Doch was steckt eigentlich drin in den praktischen Alltagshelfern?

Alarmstufe Rot: Wenn der Babypo wund wird

Duftstoffe, Konservierungsstoffe, Alkohol, Tenside, Parabene, Alkohol – die Liste chemischer Inhaltsstoffe in fertigen Baby-Feuchttüchern ist lang. Dank ihnen trocknen die Tücher nicht aus, sie reinigen, duften frisch und sind lange haltbar. Für die zarte Babyhaut sind sie jedoch häufig zu viel. Denn nicht nur das „Geschäft“ wird weggeputzt, auch der Säureschutzmantel der Haut wird gleich mit entfernt. Und der Babypopo wird wund und brennt.

Neue Pflegeroutine macht natürlich sauber

Man muss nicht erst warten, bis die Babyhaut gereizt ist. Hebammen und Kinderärzte raten dazu, den Intimbereich des Babys generell nur mit einem Waschlappen und lauwarmem Wasser zu säubern. Das sei vollkommen ausreichend und hygienisch. Was die wenigsten wissen: Urin ist sogar steril und enthält von Natur aus den Hautpflegestoff Urea, der von der Kosmetikindustrie gern in Gesicht- und Körpercremes eingesetzt wird. Ist also nur Urin in der Windel, genügt es sogar, die Babyhaut vor dem Wickeln lediglich trocken zu tupfen. Wer auf den Komfort von Feuchttüchern dennoch nicht verzichten möchte oder praktische Helfer für unterwegs braucht, kann Baby-Feuchttücher selber machen – mit gänzlich natürlichen Inhaltsstoffen. Was zunächst aufwändig klingt, ist schnell selbst gemacht. Denn mehr als Wasser und Öl braucht es für die hautfreundlichen Baby-Feuchttücher nicht.

Baby-Feuchttücher selber machen

Das braucht man:

  • 1 Rolle Küchentücher
  • 1 Messer
  • 1 Einmachglas
  • 1 Rührgefäß
  • 1 Löffel oder Schneebesen
  • 230 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser
  • 2-3 EL Naturkosmetik-Körperöl oder Olivenöl / Mandelöl
  • 2 Tropfen Naturreines ätherisches Öl (nur optional)

So geht's

  1. Küchenrolle, je nach Größe des Einmachglases, auf die passende Höhe zurechtschneiden und in das Einmachglas stellen.
  2. Abgekochtes Wasser und Körperöl in einem Rührgefäß gut miteinander verrühren. Für einen angenehmen Duft kann man zusätzlich noch 2 Tropfen naturreines ätherisches Öl hinzufügen.
  3. Die Flüssigkeit gleichmäßig über die Küchenrolle gießen und gut einziehen lassen. Die Papprolle lässt sich dann leicht entfernen.
  4. Deckel des Einmachglases zuklappen, aber nicht ganz verschließen. So kommt ein wenig Luft an die Tücher, ohne dass sie austrocknen.
  5. Feuchttücher von der Mitte aus herausziehen. Fertig!

Wie lange sind die Feuchttücher haltbar?

Da selbst gemachte Baby-Feuchttücher auf synthetische Stoffe, wie Konservierungsstoffe, verzichten, sind sie nur etwa 7 bis 10 Tage haltbar. Aufschluss über die Haltbarkeit gibt ein einfacher Geruchstest – bei den meisten werden die Feuchttücher aber ohnehin schnell aufgebraucht sein.

Praktisch für unterwegs

Statt die Küchenrolle in ein Einmachglas zu stellen, einfach die Tücher der Küchenrolle abrollen und in eine Brotbox falten. So lassen sich die Tücher kompakt mitnehmen.


9 Februar 2019 | Text: REDAKTION | VIDEO: Bluforce

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