Männerpflege: So funktioniert Kosmetik für Kerle

Gesichtspflege ist nichts für Männer? Iwo. Zwischen Männern und Frauen liegen zwar oftmals Welten, auch und besonders in Sachen Kosmetik. Doch für Männerpflege sollte Zeit sein. Hier kommt eine Pflegeanleitung der maskulinen Art: 

Ein Mann der sich mit einem Pflegeschaum sein Gesicht reinigt
Ein Mann der sich mit einem Pflegeschaum sein Gesicht reinigt
  1. Glänzende Haut

    Das männliche Geschlechtshormon Testosteron macht Männer zwar stark, führt aber auch zu einer verstärkten Talg-Produktion, weshalb Männerhaut oft zu Fettglanz neigt. Diese Kosmetik hilft: Leichte Hydropflege mit mattierenden Essenzen, wie Zink oder Silicium. Beide Wirkstoffe regulieren die Talgproduktion, ohne die Haut dabei auszutrocknen.

  2. Unreinheiten

    Die übermäßige Talgproduktion hat einen weiteren Nachteil: Porenausgänge verstopfen schnell und lassen Mitesser entstehen. Vorbeugung ist im Kampf gegen Pickel die beste Wahl. Ideal wirken Waschessenzen mit Salicylsäure. Sie dringen bis in die Poren ein, reinigen sie tiefenwirksam und befreien die Haut gleichzeitig von Bakterien und Keimen.

  3. Augenringe

    Das starke Geschlecht neigt zu einer vermehrten Ausschüttung von Stresshormonen und Adrenalin. Das lässt Männer auf Hochtouren laufen, zeigt aber unschöne Folgen im Spiegelbild. Dem Blut wird Sauerstoff entzogen, die Haut mit Nährstoffen unterversorgt und der Teint wirkt schnell fahl und müde. Vor allem in der Augenregion staut sich Lymphflüssigkeit. Dicke Tränensäcke und Augenringe sind die Folge. Das hilft: Augengels mit den Wirkstoffen Augentrost und Efeu, die idealerweise im Kühlschrank gelagert werden. Kühle Temperaturen unterstützen den abschwellenden Effekt.

  4. Raue Haut

    Männerhaut ist zwar von Natur aus sehr fest, fühlt sich aber oft rau oder sogar schuppig an. Falsche Pflege (z.B. aggressive Waschessenzen, mangelndes Eincremen) begünstigen diesen Effekt. Idealerweise achten Männer daher bereits bei der Reinigung auf eine gute Rückfettung. Soll heißen: Bitte eine pflegende Reinigungsmilch, statt Seife benutzten. So vorbereitet, genügt dann auch eine leichte Hydrocreme im Anschluss.

  5. Gereizte Haut

    Die tägliche Rasur ist eine unterschätzte Strapaze für die Haut. Bei jeder Rasur entstehen nämlich mikroskopisch kleine Verletzungen, die ein irritiertes Hautbild hinterlassen können. Eine intensive After-Shave-Pflege ist daher extrem wichtig. Parfum- und alkoholfreie Beruhigungslotionen oder ein desinfizierendes After-Shave-Gel beseitigen das Brennen, lindern Rötungen und unterstützen den Heilungsprozess. Und bei regelmäßiger Anwendung wird so aus der sprichwörtlich harten Schale ein streichel-weicher Kerl.


16 Mai 2019 | Text: Linda Freutl | Fotos: Stocksy

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