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Hormonelle Akne: Eine Dermatologin erklärt, was man dagegen tun kann
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Pickel-SOS

Hormonelle Akne: Eine Dermatologin erklärt, was man dagegen tun kann

Zusammenfassung Hormonelle Akne tritt nach der Pubertät auf, vor allem bei Frauen im jungen und mittleren Erwachsenenalter. Sie zeigt sich oft im Unterkiefer- und Wangenbereich mit tiefen, schmerzhaften Knoten. Im Gegensatz zur Pubertätsakne ist die Haut nicht stark fettig. Stress, falsche Pflege und hormonelle Schwankungen können die Akne verstärken. Eine individuelle Behandlung durch Dermatologen ist wichtig, um langfristige Hautschäden zu vermeiden. Medikamente oder sanfte Pflegeprodukte werden empfohlen. Hormonelle Akne kann bis in die 40er-Jahre bestehen bleiben, daher ist frühzeitige Behandlung ratsam.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Pickel nach der Pubertät? Für viele Frauen ist das leider bittere Realität. Die sogenannte hormonelle Akne, auch „Altersakne“ genannt, unterscheidet sich aber deutlich von der klassischen Teenager-Akne. Im Interview mit ACTIVE BEAUTY erklärt Dermatologin Dr.in Xenia Illmer, woran man sie erkennt, warum sie entsteht und welche Behandlungsmöglichkeiten wirklich sinnvoll sind.

Dr. Xenia Illmer ist Hautärztin mit eigener Praxis in Salzburg. ACTIVE BEAUTY erklärt sie, was man gegen hormonelle Akne tun kann.
Hormonelle Akne: Eine Dermatologin erklärt, was man dagegen tun kann
Unreine Haut trotz sorgfältiger Pflege? Dahinter kann hormonelle Akne stecken. In diesem Video erklärt die Dermatologin Dr. Xenia Illmer, wie hormonelle Akne entsteht, welche typischen Anzeichen es gibt und welche Maßnahmen bei der Behandlung helfen können.

Frau Dr.in Xenia Illmer, was ist hormonelle Akne?

Von hormoneller Akne spricht man, wenn Akne nach der Pubertät neu auftritt oder weiter bestehen bleibt. Besonders häufig betroffen sind Frauen im jungen und mittleren Erwachsenenalter. Typisch ist ein anderes Erscheinungsbild als in der Jugend:

  • Die Pickel sitzen vor allem im Unterkiefer- und unteren Wangenbereich (U-förmig).
  • Es gibt weniger Mitesser.
  • Die Haut ist häufig gar nicht stark fettig.
  • Es entstehen tiefe, oft sogar schmerzhafte Knoten unter der Haut.
  • Die Beschwerden schwanken oft mit dem Menstruationszyklus – besonders vor der Regelblutung.

Hat Pubertätsakne Einfluss auf spätere hormonelle Akne?

Viele glauben: Wer als Teenager Akne hatte, bekommt sie später wieder. Tatsächlich sind Pubertätsakne und hormonelle Akne jedoch zwei unterschiedliche Krankheitsbilder. Beide sind hormonabhängig – aber das eine führt nicht automatisch zum anderen. Entscheidend scheint vielmehr die genetische Veranlagung zu sein. Manche entwickeln nur eine Form, manche beide, manche gar keine.

Wann ist es „nur“ ein Pickel – und wann hormonelle Akne?

Einzelne Pickel sind völlig normal. Stress, Infekte, falsche Pflege oder hormonelle Schwankungen können jederzeit zu Hautunreinheiten führen.
Von hormoneller Akne spricht man eher, wenn:

  • Pickel regelmäßig auftreten
  • sie lange bestehen bleiben
  • sie tief sitzen und schmerzen
  • sie vor allem im unteren Gesichtsbereich entstehen
  • dunkle Flecken oder Narben zurückbleiben.

In solchen Fällen ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll – vor allem, um langfristige Hautschäden zu vermeiden.

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Warum entstehen dunkle Flecken nach dem Abheilen?

Tiefe Entzündungen hinterlassen häufig sogenannte postinflammatorische Hyperpigmentierungen, also dunkle Flecken, die nach dem Pickel bleiben. Leider passiert das nicht nur durch Ausdrücken. Und diese heilen deutlich langsamer ab als bei jugendlicher Akne. Häufig existieren alte dunkle Flecken und neue Entzündungen parallel, was für Betroffene besonders belastend sein kann.

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Wie behandelt man hormonelle Akne?

Hormonelle Akne wird anders behandelt als Pubertätsakne.

  1. Sanfte Lokaltherapie statt radikales Austrocknen

Während bei jugendlicher Akne stark entfettende Produkte eingesetzt werden, ist das bei hormoneller Akne oft zu aggressiv. Die Haut ist meist nicht übermäßig fettig, eine zu starke Austrocknung verschlechtert das Hautbild häufig sogar. Die Pflege muss individuell, am besten von einer Dermatologin oder einem Dermatologen, angepasst werden.

  1. Medikamentöse Therapie

Bei ausgeprägter hormoneller Akne kommen häufig verschreibungspflichtige Medikamente zum Einsatz, teilweise sogenannte Off-Label-Therapien, also Arzneimittel, die ursprünglich für andere Erkrankungen entwickelt wurden, aber sich hier bewährt haben. Eine reine Hormontherapie oder die Antibabypille ausschließlich zur Aknebehandlung wird heute kritisch gesehen – vor allem wegen möglicher Nebenwirkungen.

Was hilft gegen einzelne Pickel?

Bei vereinzelten Unreinheiten kann man selbst viel tun:

  • Milde, regelmäßige Gesichtsreinigung
  • Leichte, nicht fettende Feuchtigkeitspflege
  • Pickel-Patches über Nacht
  • Zinksalbe oder punktuelle austrocknende Produkte
  • Getönte, leicht austrocknende Abdeckcremes

Wichtig: Nicht überpflegen. Zu viele Produkte oder zu aggressive Wirkstoffe reizen die Haut zusätzlich.

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Darf man Pickel ausdrücken?

Die meisten tun es – trotz aller Warnungen.
Wenn überhaupt, dann gilt:

  • Nur drücken, wenn ein sichtbarer Eiterpfropf vorhanden ist
  • Mit sauberen Händen und einem Taschentuch
  • Ohne Fingernägel
  • Nur mit sanftem Druck der Fingerkuppen
  • Anschließend desinfizieren

Nicht drücken, wenn der Pickel tief sitzt, nur rot oder schmerzhaft ist. Hier würde man die Entzündung in die Tiefe drücken und das erhöht das Risiko für Narben.

Unreine Haut? Diese Tipps können helfen!

Wie lange kann hormonelle Akne dauern?

Hormonelle Akne kann kurz nach der Pubertät beginnen und bis in die 40er-Jahre anhalten. Ohne passende Behandlung entstehen über Jahre immer wieder tiefe Entzündungen. Das Risiko für dauerhafte Narben und Pigmentstörungen steigt dadurch deutlich.
Deshalb gilt: Wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten oder sich verschlimmern, sollte man nicht zu lange abwarten und dermatologische Unterstützung suchen.

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