Spannende Fakten über Zwillinge: 5 Mythen im Check

Um das Babyglück im Doppelpack rankten sich schon in der Antike zahlreiche Mythen, aber auch heute noch kursieren viele Gerüchte über Zwillinge, die so nicht ganz stimmen und keine Fakten sind. Wir haben fünf häufige Fragen unter die Lupe genommen.

Sind Zwillinge vererbbar und haben sie die gleiche DNA? Wir haben Fakten über Zwillinge gesammelt.
Sind Zwillinge vererbbar und haben sie die gleiche DNA? Wir haben Fakten über Zwillinge gesammelt.

Wenn eine Frau während der Schwangerschaft erfährt, dass sie Zwillinge bekommt, ist die Freude doppelt so groß (nachdem die werdenden Eltern den Schreck verdaut haben). Und mit dem Doppelglück im wachsenden Bauch kommen die Fragen – denn Zwillinge sind für viele nach wie vor ein Mysterium. Wie ist das etwa mit der speziellen Verbundenheit, die man ihnen nachsagt? Und liegt die Wahrscheinlichkeit für Zwillinge eigentlich in der Familie (die Musik, die man während der Schwangerschaft hört, ist als Ursache jedenfalls schon mal ausgeschlossen)? Wir haben die Fakten über Zwillinge, um mit geläufigen Mythen aufzuräumen!

5 Fakten über Zwillinge

  1. Haben Zwillinge den gleichen Fingerabdruck?

    Auch wenn es dem Umfeld oft schwer fällt, eineiige Zwillinge zu unterscheiden, ein eindeutiges Merkmal gibt es doch: den Fingerabdruck! Wenn also Zwillinge zwar den DNA-Test austricksen können, beim Fingerprint ist Schluss. Er entsteht, wenn sich die anfänglichen Gewebepolster an den Händen des Embryos zurückbilden. Die Zusammensetzung des Fruchtwassers scheint ebenfalls eine Rolle zu spielen. Nach dem vierten Schwangerschaftsmonat ist der individuelle Fingerabdruck fertig und bleibt so für das restliche Leben.

  2. Haben Zwillinge die gleiche DNA?

    Diese Frage stellt man sich natürlich nur bei eineiigen Zwillingen, denn zweieiige sind genauso „eng“ miteinander verwandt wie normale Geschwister, da sie aus zwei Eizellen und zwei Spermien entstehen. Doch selbst wenn eineiige (monozygote) Zwillinge als „natürliche Klone“ gelten, müssen sie nicht dieselbe DNA haben. Durch Umwelteinflüsse kann sich das Erbgut schon früh, aber auch später im Leben unterschiedlich entwickeln. Eineiige Zwillinge ähneln einander daher immer weniger, je älter sie werden und je unterschiedlicher ihre Lebensbedingungen sind. In seltenen Fällen teilt sich außerdem die Eizelle vor der Befruchtung und zwei Spermien kommen zum Zug. Dann ist die mütterliche Erbanlage bei beiden Zwillingen gleich, nicht aber die väterliche.


10 Oktober 2019 | TEXT: Elisabeth Schmiedjell | FOTOS: Stocksy

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