6 Gründe, warum die Natur der bessere Spielplatz ist

Veröffentlicht am 28. Mai 2019

Turnen, Karate oder Ballett sind super. Aber nicht immer muss es ein Sportkurs sein. Für Kinder hat es viele Vorteile, wenn sie statt auf den Spielplatz besser raus in die Natur gehen. Sechs Tipps einer Naturpädagogin, warum Spielen im Grünen so wichtig ist.

Ein kleines Mädchen welches auf einem Autoreifen, der als Schaukel dient, schaukelt und sich freut
Ein kleines Mädchen welches auf einem Autoreifen, der als Schaukel dient, schaukelt und sich freut
  1. Das Spiel in der Natur macht kreativ.
  2. Motorische Fähigkeiten werden spielerisch trainiert. Kinder werden geschickter im Umgang mit Materialien, es fällt ihnen leichter, über unebene Oberflächen zu laufen und sie verbessern ganz nebenbei ihren Gleichgewichtssinn.
  3. Die Natur regt alle Sinne an und fördert die Konzentration.
  4. Kinder können Stress abbauen und zur Ruhe kommen.
  5. In der Natur beschäftigen sich Kinder länger ohne Input von Erwachsenen.
  6. Durch die natürlichen Lichtreize und den ständigen Blickwechsel zwischen nah und fern werden die Augenmuskeln optimal trainiert. Das wirkt Kurzsichtigkeit entgegen, von der mittlerweile viele Kinder betroffen sind.

Abenteuer Natur

Am Spielplatz hutschen, rutschen oder den Kletterturm bezwingen. Im Park fangen spielen oder Drachen steigen lassen. Oder durch den Wald streifen, die Schätze der Natur entdecken, auf Bäume klettern und im Moos zu wühlen. Die Natur bietet so vieles.

Oft scheitert ein gemeinsamer Aufenthalt in der Natur allerdings daran, dass Eltern glauben, sie müssten den Kindern ein großes Abenteuer bieten, um die Natur interessant zu machen, sagt die Naturpädagogin. Dabei brauche man weder einen Ideenkoffer noch jede Menge Materialien. Mit wenig Aufwand lassen sich tolle Spiele für Kinder in der Natur kreieren.

Nicht jede Familie hat Wiese oder Wald vor der Haustür. Auf das Abenteuer Natur braucht sie trotzdem nicht verzichten.

Natur gibt es auch im Kleinen. Kinder finden selbst in einer Regenlacke, in einer Mauerritze oder mit einer Handvoll Zweigen und Zapfen Erfahrungsräume, die ihre Entwicklung fördern.

Peschek-Tomasi

Denn für Kinder ist Natur das, wo sie selbst aktiv sein dürfen, ihren Interessen nachgehen und in ihrem eigenen Tempo Erfahrungen sammeln, forschen, spielen und entdecken können.

Medienkonsum bremst Bewegungsdrang nicht

Dass sich Kinder und Jugendliche heute weniger bewegen als früher, lässt sich übrigens nicht unbedingt auf den gestiegenen Medienkonsum zurückführen. Die „MoMO“-Langzeitstudie zeigt, dass körperliche Aktivität und Mediennutzung nicht unmittelbar zusammenhängen. Kinder, die viel Zeit vor dem PC verbringen, Online-Games spielen oder sich in sozialen Netzwerken tummeln, bewegen sich nicht zwangsläufig weniger.


28 Mai 2019 | Text: Julia Fischer-Colbrie | Fotos: Stocksy

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