Bäcker zeigt Teig zum Brot backen
Ran an die Schüssel

Brot backen mit Sauerteig: So einfach und so mhhhh!

Brot backen mit Sauerteig ist viel einfacher, als viele denken. Und lohnt sich aus drei guten Gründen. Mit diesem Rezept gelingt Ihnen als Anfängerin ein saftiges Sauerteigbrot im Handumdrehen.

Brot backen? Haben spätestens seit Beginn der Corona-Zeit viele schon einmal ausprobiert. Einen Toast etwa bekommt jeder hin. Neben Bananenbrot ist auch Backen mit Sauerteig hip wie nie zuvor. Warum es sich lohnt, Brot selbst zu backen, bringt Backgenie Christina Bauer auf ihrem Blog „Backen mit Christina“ auf den Punkt: „Sauerteigbrot ist schön locker, bekömmlich, bleibt lange frisch und hat einen einzigartig köstlichen Geschmack.“

Backen mit Sauerteig klingt trotzdem zu aufwändig für Sie als Anfängerin? Dann können wir Sie beruhigen: Denn Sauerteig ist lediglich fermentierter Teig aus Wasser und Mehl. Das einzige, was Sie dafür neben den üblichen Brotzutaten brauchen, ist eine mittelgroße Portion Zeit. Genauer gesagt einige Tage, wie Christina Bauer erklärt – wobei die meiste Zeit der Teig eh alleine geht. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft sich einfach Sauerteigkulturen bei dm. Dass Fermentiertes gut für die Darmgesundheit ist, wissen wir schließlich schon länger. Also, ran an die Schüssel!

Rezept für Anfänger: Helles Sauerteigbrot

Mit diesem Rezept von fairment gelingt Ihnen ein Sauerteigbrot mit aktiven Sauerteigkulturen garantiert. Den Sauerteig dazu bekommen Sie bei dm!

Zutaten

300 g Wasser 60% Wasseranteil

50 g aktiver Sauerteig von dm

500 g helles Mehl (Weizen- oder Dinkelmehl) Typ 550/630

12 g Salz

Zubereitung

  1. Lebendigen Sauerteig nach Packungsangabe vorbereiten.
  2. Mischen: In einer großen Schüssel den Sauerteig und das Wasser gut durchmischen, sodass sich der Sauerteig auflöst. Das Mehl hinzugeben und alles grob mit einem Teigschaber vermischen, bis kein trockenes Mehl übrig ist. Abgedeckt für 30 Minuten quellen lassen.
  3. Salz hinzufügen, mischen und den Teig mit einem Holzlöffel oder Teigschaber falten, um das Salz gut einzuarbeiten.
  4. Kneten: Den Teig entweder 10 Minuten mit der Hand kneten, bis er elastisch ist. Oder in der Küchenmaschine auf niedrigster Stufe etwa 6-10 Minuten kneten, bis er sich zu einem Ball formt und nicht mehr klebt.
  5. Den Teig in eine Schüssel geben und diese entweder mit einem großen Teller abdecken oder in eine saubere Plastiktüte geben. Den Teig bei Raumtemperatur 4-10 Stunden gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.
  6. Formen: Den Teig mit Hilfe eines Teigschabers auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche stürzen. Den Teig wie einen Brief zur Mitte falten: erst das untere Drittel in die Mitte falten, dann das obere Drittel darauflegen. Für eine längliche Form den Teig um 90 Grad drehen und über die kurze Seite einrollen. Dabei immer leicht andrücken, bis ein länglicher Teigling entsteht.
  7. Nach dem Formen geht der Teig erneut, diesmal aber kürzer. Den Teig mit der Naht (Teigschluss) nach oben in ein bemehltes Gärkörbchen oder in ein Abtropfsieb mit bemehltem Geschirrhangerl legen und abdecken. Bei Raumtemperatur etwa eine Stunde gehen lassen.
  8. Backen in einem Topf, Bräter oder Römertopf: Wenn der Teig fast soweit ist, den Ofen mit dem Topf auf der höchsten Stufe (am besten 250°C) 30 Minuten vorheizen. Den heißen Topf vorsichtig aus dem Ofen nehmen und den Teig mit der Naht nach unten hineinstürzen. Mit einem Bäckermesser einschneiden. Für 25 Minuten mit Deckel backen, dann den Deckel abnehmen und 10-15 Minuten backen, bis die gewünschte Bräunung erreicht ist. Um zu testen, ob das Brot durchgebacken ist, gegen die Unterseite klopfen – das sollte hohl klingen.

Brot backen: 3 Gründe, warum Sauerteig auch etwas für Anfänger ist

  1. Das Brot ist bekömmlicher

    Sauerteig und unser Darm haben ganz schön viel gemeinsam: Genauer genommen Millionen von Bakterien und Hefepilzen. Diese Kulturen helfen uns nicht nur bei der Verdauung, sie machen das Sauerteigbrot auch schon im Teig leichter bekömmlich. Klingt nach einer Win-Win-Situation? Ist es auch!

  2. Sauerteig macht Brot länger haltbar

    Die Säure im Sauerteig verhindert das Entstehen von Brotkrankheiten, die durch hitzeresistente Bakterien verursacht werden, auch die Schimmel-Entstehung wird reduziert. Bei richtiger Lagerung bleibt das Brot durch die Säurebakterien länger frisch. Expertinnen und Experten empfehlen einen Behälter aus Ton, der Feuchtigkeit aufnimmt und Luft zirkulieren lässt.

  3. Der Geschmack wird vielseitiger

    Sauerteig macht Brot nicht nur bekömmlicher und länger haltbar – es macht den Wecken auch aromatischer und fluffiger. Warum? Weil dank Essig- und Milchsäure unterschiedliche Säurenuancen hervorkommen. Zudem produzieren Säuren und Hefe Kohlenstoffdioxid, das den Teig lockert und für die typische großporige Optik in der Brotscheibe sorgt.

Unser Tipp

Na, haben Sie jetzt Lust noch weiter in die Welt der gesunden fermentierten Lebensmittel einzutauchen? dm verrät Ihnen viele wertvolle Tipps zum Fermentieren für Einsteiger.

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