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Gesundes Wohnen: 15 Tipps für Well-being im eigenen Zuhause
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HEALTHY LIVING

Gesundes Wohnen: 15 Tipps für Well-being im eigenen Zuhause

Zusammenfassung Gesundes Wohnen ist wichtig. In der Küche sind Keramikgeschirr und Edelstahlbesteck gut. Gusseisentöpfe sind kratzfest. Beim Kochen sollte man lüften oder die Dunstabzugshaube nutzen. Pflanzen wie Basilikum verbessern die Luft. Schneidebretter aus Glas oder Kunststoff sind hygienischer als Holz für Fleisch. Im Wohnzimmer helfen Vollholzmöbel beim Raumklima. Prüfsiegel wie das Österreichische Umweltzeichen sind bei Textilien sinnvoll. Elektrogeräte nach Gebrauch ausschalten spart Energie. Im Schlafzimmer sorgen gedeckte Farben für Ruhe, und natürliche Bettwäschematerialien wie Baumwolle sind atmungsaktiv. Badezimmertextilien sollten aus Bio-Baumwolle bestehen und mit umweltschonenden Waschmitteln gewaschen werden. Regelmäßiges Lüften beugt Schimmel vor. Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen sind für die Körperpflege zu bevorzugen.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Gesundheit spielt mittlerweile in vielen, eigentlich allen, Lebensbereichen eine große Rolle – so auch beim Wohnen. Hier gibt es zahlreiche Aspekte, die je nach Raum und Nutzung variieren. Um alle relevanten Informationen zum Thema Wohngesundheit gebündelt präsentieren zu können, haben wir mit einer Umweltberaterin, einem Baubiologen und einem Messtechniker gesprochen.

In der Küche rundum sicher kochen, essen und beisammen sein

Geeignetes Geschirr

Bei Tellern, Tassen & Co. gelten Keramik, Glas und Ton als besonders verträglich. Dazu nickelfreies Besteck aus Edelstahl – das ist zudem für Allergikerinnen und Allergiker geeignet. Fürs Kochen ist man mit Keramikbesteck gut beraten: Es ist hitzebeständig und pflegeleicht. Und bei Topf, Pfanne oder Auflaufform sind Modelle aus Gusseisen eine gute Wahl. Die liegen zwar schwer in der Hand, sind aber kratzfest und gut wärmeleitend.

Effektives Filtersystem

Durch Hitze und Dämpfe entsteht Wrasen – ein Wasserdampf, der Fette, Feinstaub und Aerosole enthält. „Diese Partikel können sich auf Oberflächen ablegen und dort kann sich im schlimmsten Fall Schimmel bilden“, erklärt Manuela Lanzinger von „Die Umweltberatung“. Um das zu vermeiden, sollte während des Kochens gut gelüftet oder der Dunstabzug aktiviert werden – das filtert fettige Dämpfe aus der Luft. Ein Filterwechsel ist normalerweise ein- bis zweimal im Jahr fällig. Vor dem Austausch kann ein Filter bis zu achtmal im Geschirrspüler bei bis zu 70 Grad gesäubert werden.

Erfrischendes Grünzeug

„Pflanzen verbessern die Luftfeuchtigkeit und filtern Staub aus der Luft“, sagt Biologin Manuela Lanzinger. Besonders küchengeeignet sind Pflanzen, die gut mit dem Mix aus Feuchtigkeit und Wärme zurechtkommen. Dazu zählen Kräuter wie Basilikum, Minze und Petersilie, Aloe veraund Sukkulenten. Damit sie lange schön bleiben und die Luft optimieren, sollten immer die Pflegehinweise beachtet werden.

Hygienische Utensilien

Fleisch und Fisch sollten nie auf Holz geschnitten werden, denn hier könnten sich Bakterien und Keime festsetzen. Stattdessen können Schneidebretter aus Glas oder Kunststoff verwendet werden, die in der Spülmaschine gereinigt werden können. Für Brot oder Obst ist rutschfestes Holz hingegen ideal. „Bei sämtlichen Utensilien ist gute Abwaschbarkeit das Um und Auf, da in der Küche mit Fett und Lebensmitteln aller Art gearbeitet wird“, so Lanzinger.

Entspannt kuscheln und relaxen im Wohnzimmer

Materialien bewusst auswählen

Vollholzmöbel können das Raumklima durch Feuchtigkeitsaufnahme und -abgabe unterstützen. Für Textilien im Wohnbereich empfiehlt Manuela Lanzinger, bei Kissen, Teppichen oder Decken auf anerkannte Prüfsiegel zu achten, zum Beispiel das Österreichische Umweltzeichen oder den Blauen Engel. Diese Siegel stellen Anforderungen an bestimmte Inhaltsstoffe und Emissionen. Die jeweiligen Kriterien sind auf den Websites der Siegelgeber einsehbar.

Richtige Lichtfarben

Wie ergänzt man natürliche Lichtquellen am besten mit künstlicher Beleuchtung? „Für eine optimale Ausleuchtung sollte es mehrere Lichtquellen geben, die je nach Bedarf eingeschaltet werden können“, erklärt die Umweltberaterin. „Dabei sollte man sich immer in einem warmweißen Lichtfarbenbereich zwischen 2.700 und 3.000 Kelvin bewegen.“ Für die Office-Ecke brauchtʼs hingegen neutralweißes Licht – zwischen 3.300 und 5.300 Kelvin.

Bodenbeläge aus ausgewählten Materialien

Sobald unterschiedliche Materialien aneinanderreiben oder voneinander getrennt werden, entsteht elektrostatische Aufladung. „Häufig ist erhöhte Elektrostatik auch durch Kunststoffprodukte gegeben“, weiß Baubiologe und Messtechniker Armin Rebernig. Um die lästigen Schreckmomente zu vermeiden, kann man bei Teppichen auf Materialien wie Baumwolle, Wolle, Sisal oder Jute achten.

Weniger Elektrogeräte

Wie gefährlich welche Arten von Elektrosmog sind – darum drehen sich viele Diskussionen. Für den Wohnbereich gibt Umweltmesstechniker Armin Rebernig Entwarnung: „Neuere TV-Geräte, also flache Bildschirme, haben kaum Auswirkungen in Bezug auf Elektrosmog, da man normalerweise ausreichenden Abstand dazu hat.“ Generell ist es empfehlenswert, Elektrogeräte nach deren Verwendung auszuschalten, da sie auch im Stand-by-Modus Energie verbrauchen.

Alles für eine entspannte und wohltuende Nachtruhe

Relax-Farben

Gedeckte Nuancen von Blaugrün über Grau bis zu Zimt und Erdtönen sowie Pastellfarben beruhigen und entspannen. Reinweiße Wände wirken eher steril und sollten darum immer mit einem anderen Ton oder bunter Deko kombiniert werden. Auch die Qualität der Farbe ist wichtig: „Am besten zu Produkten mit Österreichischem Umweltzeichen greifen. Produkte mit diesem Zeichen erfüllen die vom Siegelgeber festgelegten Kriterien zu Umwelt- und Gesundheitsaspekten“, sagt Lanzinger. Ideal ist ein neuer Anstrich übrigens alle fünf Jahre.

Reduzierter Elektrosmog

Unter dem Bett den Kabelsalat verschwinden lassen? Laut Armin Rebernig keine gute Idee:
„Kabel und Geräte sowie Nachttischlampen können teils erheblichen Elektrosmog im Bettbereich erzeugen. Darum sollte man sie in den Nachtstunden ausstecken. Aber auch eine Elektroinstallation im Bettbereich kann Emissionen erzeugen, da Elektroleitungen für Steckdosen und Schalter häufig in direkter Nähe in den Wänden verlegt werden“. Messungen der Sicherungskreise sind hier ratsam. Und für Smartphones gilt: Flugmodus aktivieren.

Reichliches Auslüften

Nach dem Aufstehen darf erstmal ganz viel Luft ins Schlafzimmer. „Betten und Bettzeug sollten tagsüber auslüften können. Die Matratzen also morgens nicht gleich zudecken“, weiß Umweltberaterin Lanzinger und ergänzt: „Das tägliche Auslüften von Bettwäsche in der Sonne oder in der Kälte wirkt milbenabtötend. Bei Minusgraden, sofern möglich, Bettzeug, Matratzen und Teppiche auch mal durchfrieren lassen. Kuscheltiere dürfen über Nacht auch mal ins Tiefkühlfach gelegt werden“.

Regulierende Bettwäsche

Ins Schlafzimmer gehören atmungsaktive natürliche Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Wolle. Beim Kauf von Bettwäsche rät die Umweltexpertin darum, auf folgende Qualitätskriterien zu setzen: „Gütesiegel wie GOTS, Responsible Wool Standard und das Österreichische Umweltzeichen kennzeichnen Produkte aus ökologischer Produktion bzw. fairem Handel“. In puncto Bettzeug braucht es Decken, die Feuchtigkeit aufnehmen, wie z. B. Naturhaar- oder Pflanzenfaserdecken.

Sich im Badezimmer wie im Home Spa fühlen

Textilien in Bio-Qualität

Handtücher, Bademäntel, Waschlappen und waschbare Fußmatten aus zertifizierter Bio-Baumwolle sind hautfreundliche und hygienische Badezimmer-Begleiter. „Waschen sollte man sie mit umweltschonenden Waschmitteln – ohne Weichspüler“, betont Biologin Manuela Lanzinger. „Der belastet nicht nur die Umwelt, sondern mindert auch die Saugfähigkeit, weil er einen hauchdünnen Film auf den Textilien hinterlässt“.

Viel Frischluft

Damit das Badezimmer trotz Raumluftfeuchte frei von Schimmel bleibt, muss es regelmäßig richtig gelüftet werden. „Quer- oder Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster wirkt sehr effizient. Wenn ein Abluftventilator vorhanden ist, sollte er nach dem Duschen eine Viertelstunde nachlaufen. Das Trockenwischen von Duschkabine und Fliesen nimmt zusätzliche Feuchtigkeit und reduziert die Schimmelgefahr“, sagt die Umweltberaterin. Falls sich doch mal Schimmel ablegt: mit Alkohol oder Essig entfernen.

Naturnahe Pflegeprodukte

„Im Badezimmer dreht sich alles um die Produkte, die an die Haut gelangen. Die beste Wahl für Gesundheit und Umwelt sind Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen. Vertrauenswürdige Gütesiegel sind hier z. B. das EU-Ecolabel, die Austria Bio Garantie oder Natrue. Im Vergleich zu herkömmlicher Kosmetik wird dabei auf synthetische Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe verzichtet. Wer bei der Körperpflege auch noch Plastik einsparen will, kauft am besten feste Produkte, also die gute alte Seife statt dem Duschbad“, so die Umweltexpertin. Tipp: auch dm setzt auf die genannten Siegel – und noch einige mehr!

Mag.a Manuela Lanzinger ist Biologin, unterstützt diverse Bildungsprojekte und ist bei „Die Umweltberatung“ in Wien als Fachberaterin für Grünraum und Garten tätig. https://www.umweltberatung.at/wohnen

Ing. Dipl.-Ing. Armin Rebernig, B. Sc verfügt über mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Messung schädlicher Umwelteinflüsse in Wohnräumen, an Arbeitsplätzen und auf Baugrundstücken. https://www.bau-biologie.at/

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