Sie wollen auf Naturkosmetik umsteigen? Darum sollten Sie es tun und so klappt die Umstellung.
Wie und warum es klappen kann

Der ultimative Grund für eine Umstellung auf Naturkosmetik!

Naturkosmetik ist gut verträglich und nachhaltig. Wer auf natürliche Pflege umsteigen möchte, braucht zwar eine große Portion Geduld. Aber es gibt den ultimativen Grund für die Umstellung auf Naturkosmetik.

Immer mehr Menschen wollen an ihren Körper nur mehr natürliche Inhaltsstoffe ranlassen (und fragen sich: Was kann Naturkosmetik eigentlich oder lassen sich von Mythen um Naturkosmetik verunsichern.) Das Angebot an naturbelassener Haut- und Haarpflege ist mittlerweile extrem vielfältig. Wobei: Nicht jeder versteht dasselbe unter Naturkosmetik. Die in Wien praktizierende Hautärztin Verena Beck distanziert sich beispielsweise von industriell hergestellten „Naturprodukten“ – für sie ist das ein Widerspruch. „Denn aus dermatologischer Sicht enthält echte Naturkosmetik nur Reinsubstanzen, keine Konservierungsstoffe. Sie ist sehr minimalistisch und reduziert.“

Von Kosmetik zu Naturkosmetik

Wie breit oder eng auch immer die individuelle Definition von Naturkosmetik ist: Naturbelassene Pflegeprodukte haben grundsätzlich das Ziel, die natürliche Hautfunktion anzuregen und zu unterstützen. Und darin liegt der ultimative Grund, auf Naturkosmetik umzusteigen!

Wie Sie sich dann von Ihrer bisherigen konventionellen Pflege entfernen, um einen natürlicheren Weg einzuschlagen: Dafür gibt es mehrere Wege – von der selbst gemischten Hautcreme bis zur zertifizierten Naturkosmetik im Handel. Der Effekt zeigt sich zwar nicht immer sofort, ist dafür aber nachhaltiger als bei konventioneller Kosmetik. Beim Umstieg auf Naturkosmetik gilt dabei allerdings einiges zu beachten.

So klappt die Umstellung auf Naturkosmetik

Sich die nötige Zeit geben

Die Haut braucht im Allgemeinen rund einen Monat, um sich vollständig zu erneuern. Wer von konventioneller Kosmetik auf zertifizierte Naturkosmetik umsteigen möchte, muss sich deshalb auf eine durchwachsene Übergangsphase vorbereiten. Denn Haut und Haare müssen erst einmal mit den natürlichen Inhaltsstoffen vertraut gemacht werden. Die Devise lautet: Zeit geben. Außerdem heißt es, sich an neue Konsistenzen und Gerüche zu gewöhnen. Naturkosmetik riecht zwar gut, aber anders als konventionelle Kosmetik. Sie ist ausschließlich mit natürlichen Duftstoffen und Fruchtaromen beduftet.

Bei der Gesichtspflege können während der Umstellungsphase womöglich kleine Pickel oder Rötungen auftauchen. Das liegt daran, dass die Haut durch konventionelle Kosmetik an den künstlichen Schutzschild gewöhnt ist. Fällt dieser weg, muss sie sich erst wieder neu orientieren.

Für die Körperpflege gilt: Anfangs fühlt es sich vielleicht so an, als würde die Haut nicht genügend Feuchtigkeit abbekommen. Das liegt daran, dass die natürlichen Inhaltsstoffe schnell in die Haut einziehen. Nach einer Weile legt sich aber auch das.

Schritt für Schritt auf natürliche Pflege umsteigen

Von heute auf morgen gänzlich auf Naturkosmetik umzusteigen, ist möglicherweise überfordernd. Einfacher ist es, Schritt für Schritt vorzugehen. Dermatologin Beck rät dazu, zuerst an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das Produkt testweise in der Arminnenbeuge aufzutragen. „So lässt sich herausfinden, wie die Haut darauf reagiert“, sagt die Medizinerin. Die meisten Menschen haben ihr zu Folge ein verlässliches Gespür dafür, was der eigenen Haut guttut. „Wenn man ein angenehmes Hautgefühl hat, wurde wahrscheinlich die richtige Wahl getroffen.“

Wenn die neue Pflege an der Teststelle gut vertragen wurde, versorgt man in der Folge am besten eine Körperregion nach der anderen mit natürlichen Pflegeprodukten. Eine logisch erscheinende Reihenfolge: Am Kopf beginnen und mit den Füßen enden. Wichtig ist dabei, konventionelle Pflege nicht mit Naturkosmetik zu kombinieren.

Umstellung auf Naturkosmetik: Vorsicht bei empfindlicher Haut

Menschen mit empfindlicher Haut sollten beim Umstieg auf natürliche Pflege allerdings besonders vorsichtig sein. „Echte Naturkosmetik enthält keine Konservierungsstoffe, sondern stattdessen zum Beispiel ätherische Öle. Wer zu Allergien oder Ekzemen neigt, könnte jedoch eine Kontaktallergie entwickeln, wenn diese direkt auf die Haut kommen.“

Sie empfiehlt deshalb Personen mit empfindlicher Haut, genau auf die Inhaltsstoffe zu achten und den Umstieg auf Naturkosmetik hautärztlich abklären zu lassen. Eine Hautanalyse kann dabei helfen, geeignete Produkte zu finden. Aber auch dann ist ein langsamer Umstieg anzuraten. Denn Irritationen und Hautreizungen können auch erst nach mehrmaliger Anwendung auftreten.

Die eigene Haarpflege auf Naturkosmetik umstellen

Die Haare brauchen länger als die Haut, um sich auf Naturkosmetik umstellen. Dafür gibt es mehrere Gründe. Herkömmliche Kosmetik verwendet Silikone. Natürliche Pflege tut das nicht, sondern enthält pflanzliche Feuchtigkeitsspender, Pflanzenextrakte und natürliche Öle. Deshalb fühlen sich die Haare zu Beginn womöglich trockener an als sonst.

Es kann sogar mehrere Monate lang dauern, bis die Silikonschicht aus dem Haar herausgewachsen ist. Erst dann können Haar und Kopfhaut mithilfe neu aufgebaut und vitalisiert werden.

Vielleicht werden die Haare zu Beginn auch schneller fettig. Nach einiger Zeit haben sich die Talgdrüsen aber an die sanfte Pflege gewöhnt. In naturkosmetischen Shampoos werden meist sehr milde Tenside statt künstlicher Schaumbildner eingesetzt. Deshalb schäumt das Haar beim Waschen weniger. Außerdem glänzt das Haar während der Umstellungsphase weniger, Abhilfe schafft natürliches Haaröl.

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