Eine Schwangerschaft bringt viel Neues mit sich und verunsichert. Denn der Körper verändert sich und wenn die Schwangerschaft vorbei ist, gibt es ein neues Familienmitglied. Darauf können sich werdende Mamas ganz entspannt vorbereiten. Und sie können mit diesen Hebammentipps für Jungmütter und Neugeborene gestärkt der Geburt entgegensehen: (Übrigens: Wenn Sie wissen möchten, ob Osteopathie für Ihr Baby infrage kommt, lesen Sie hier weiter.)

Vor der Geburt: Das raten Hebammen schwangeren Frauen

Tipp 1: Stillkissen für besseren Schlaf: Gerade wenn Sie Rückenprobleme haben und wenige Wochen vor der Geburt gar nicht mehr wissen, wie Sie schlafen sollen. Tipp von Hebammen daher: Kaufen Sie sich ein Stillkissen – und zwar vor der Geburt. Damit Sie besser schlafen, legen Sie sich zeitlich hin, das Kissen zwischen die Knie und schieben Sie es unter den Bauch. So können Sie wunderbar den Babybauch entlasten.

Tipp 2: Geburtsposition überdenken: Viele Erstschwangere denken, sie müssten bei der Geburt unbedingt liegen. Muss nicht sein! Die aufrechte Geburtsposition hat nämlich zwei entscheidende Vorteile: Die Schmerzen sind oft besser auszuhalten und die Schwerkraft beschleunigt die Geburt. 

Tipp 3: Mantra für die Geburt kreieren: Angst vor der Geburt? Manch Schwangerer hilft es, sich im Vorfeld ein Mantra zu überlegen, das sie sich während der Wehenarbeit laut oder leise vorsagen können. So hat der Kopf etwas, an dem er sich gedanklich festhalten kann. Wenn Sie sich schwer tun, ein Mantra zu finden, wir haben zwei Vorschläge für Sie: „Baby, komm“ oder „Mein Körper schafft das“.

Tipp 4: Epi No oder no Epi No? Um bei der Geburt einen schmerzhaften Dammschnitt oder Dammriss zu vermeiden, kann es helfen, die Vagina vor der Geburt etwas zu weiten bzw. die Muskeln zu dehnen. Das schafft ein Medizinprodukt namens Epi No (für „no Episiotomie“, also: „kein Dammriss“). Dieses besteht aus einer Art Ballon, der luftlos in die Scheide eingeführt und dann mit Luft aufgepumpt wird. Klingt erstmal erschreckend, doch bei den meisten Schwangeren hilft es, bei der Geburt einen Dammschnitt zu vermeiden! Ab der 34. Schwangerschaftswoche können Sie mit dem Training langsam beginnen. Ab Schwangerschaftswoche 37 können Sie dann ein bis zwei Mal täglich etwa 15 Minuten dehnen, ab der 38. Woche dann zwei Mal täglich und nach dem Dehnen den Ballon rauspressen.

Tipp 5: Folsäure vor/während der Schwangerschaft: Folsäure fördert die Entwicklung der Zellen im Babykörper, denn es trägt zur Zellteilung und zum mütterlichen Gewebewachstum bei. Ärztinnen und Ärzte werden Ihnen wahrscheinlich zur Einnahme von Folsäuretabletten raten. Hebammentipp: Achten Sie darauf, möglichst reine Folsäurepräparate einzunehmen, also keine mit zugesetzten Vitaminen. Denn: Die Vitamine sorgen dafür, dass das Ungeborene im Bauch sehr groß und schwer wird – und das erschwert Ihnen die Geburt.