Bild einer lachenden Frau die ein Handy in den Händen hält um ein Foto zu machen.
Töpfern, Fotografieren & Schreiben

Innere Ruhe: Drei kreative Wege dorthin

Sie sehnen sich nach innerer Ruhe? Versuchen Sie es mit einer kreativen Auszeit daheim. Das ist Entspannung pur.

Wir sind alle oft gestresst – und nicht immer schaffen wir es, den Stress abzubauen. Doch es lohnt sich, der inneren Ruhe bewusst ein Stückchen entgegenzukommen. Zum Beispiel mit kreativen Tätigkeiten, die das Gedankenkarussel stoppen.Versuchen Sie einmal, sich mithilfe kreativer Techniken zu entspannen:

Innere Ruhe: 3 kreative Techniken

1. Die innere Ruhe beim Töpfern finden

Töpfern scheint Ihnen eine langweilige Tätigkeit zu sein? Erst wenn Sie sich selbst vor einer Töpferscheibe oder einer Staffelei wiederfinden, wird ihnen womöglich klar: Kreativ tätig zu sein hat etwas unheimlich Entspannendes und Befreiendes. Kreativität fördert die innere Ruhe. Der Kopf ist mit den jeweiligen Handgriffen gefüllt. Es bleibt kein Raum, sich zu sorgen oder sich in den Problemen des Alltags zu verhaken, so Magnus Moser.

Magnus Moser leitet die Potteria in Wien, ein Töpferstudio, das viele Kunden nach der Arbeit oder am Wochenende für ein paar Stunden aufsuchen. Seine Kundinnen und Kunden versinken regelrecht im Ton – bildlich gesprochen: „Sie denken nicht mehr daran, wen sie anrufen müssen oder welches E-Mail zu beantworten ist. Oft ist es mucksmäuschenstill, und ich traue mich gar nicht mehr, zu ihnen hinzugehen“. Das Töpfern als Ventil, durch das sich die Menschen öffnen und selbst verwirklichen können: Die innere Ruhe kommt durchs Tun.

2. Beim Schreiben zu sich selbst finden

Ein weiterer Weg zur Selbstfindung ist das Schreiben. Wer zu Hause ein paar Stunden für sich hat und den Kopf freikriegen möchte, greift zu Kugelschreiber und Papier.Durch freies Schreiben kann man wirre Gedanken ordnen und verarbeiten und zu sich selbst finden. Manche sagen sogar, man könne dabei Befürchtungen und Sorgen von sich ablösen und an das Papier abgeben. Für Kinder wird daher oft das Tagebuch zum Begleiter.

Und wie geht man als Laie an einen Text heran? „Es ist wichtig, mit dem zu arbeiten, was in einem drinsteckt, und das nicht abzuwerten“, sagt Stefan Abermann, Autor, Poetry-Slammer und Seminarleiter in Innsbruck. Außerdem plädiert er dafür, zu reflektieren anstatt an der Oberfläche hängen zu bleiben. Wer das Warum ergründet, kann gute Texte verfassen, dabei aber auch gleich die eigene Gedankenwelt durchleuchten und verstehen lernen. Das fördert innere Ruhe und hilft, sich selbst zu finden.

3. Fotografieren: Fokussieren und entspannen

Ein möglicher Begleiter für den Wald- oder Stadtspaziergang ist auch die Fotokamera, die das Bewusstsein auf die kleinen, hübschen Details lenkt. Den Fokus ein paar Stunden lang nur auf eine einzige Sache zu richten tut den meisten Menschen, die tagtäglich mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt sind, richtig gut. Entspannung und innere Ruhe stellen sich automatisch ein. Beim Fotografieren geht es darum, erst dann abzu­drücken, wenn man den besten Blickwinkel gefunden hat. Gerade in der eigenen Umgebung, in der einem alles schon bekannt und langweilig vorkommt, fallen beim Fotografieren die schönsten Dinge auf.

Marie-Theres Chaloupek, die vor Kurzem im niederösterreichischen Zwettl an einem Fotoseminar teilgenommen hat. „Das kann sogar ein einfaches Gänseblümchen sein, das man aus unterschiedlichen Winkeln betrachtet und in Szene setzt.“

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