Schnell noch zum Bäcker sprinten, dann zur U-Bahn rasen. In einer Viertelstunde beginnt die Präsentation im Büro. Stress und Hektik im Alltag lassen oft kaum eine Verschnaufpause – und somit keine Zeit für tiefes, beruhigendes Ein- und Ausatmen.

Die Atmung ist zwar ein Wunderwerk, das alleine vor sich hinarbeitet. Doch als einzige autonome Grundfunktion des Körpers lässt sie sich auch willentlich steuern. Und es tut dem eigenen Wohlbefinden gut, wenn wir die falsche Atmung abstellen, die sich vielleicht schon von Kindheit an eingeschlichen hat. 

Symptome für falsche Atmung

Denn unsere Atmung begleitet quasi alle Stoffwechselprozesse und Regungen des Körpers. Wer stressbedingt immer falsch, also zu flach atmet, kann sich etwa oft schlapp und müde fühlen. Manchmal folgen auch Beschwerden wie ein ständiges Entgegenfühl in der Brust. Auch das eigene Körpergefühl leidet darunter und wir können bei falscher Atmung unsere Emotionen nicht klar wahrnehmen. 

Wer hingegen richtig atmet, setzt auf körperlicher und emotionaler Ebene etwas in Gang, sagt Atemtrainerin Karoline Grün: Blutdruck, Puls und Muskeltonus lassen sich senken, und die richtige Atmung entspannt und mildert Stress-Symptome, Angstzustände oder Schlafstörungen. Auch lassen wir unsere Gefühle mehr zu bzw. können sie besser verarbeiten, wenn wir eine Fehlatmung abstellen. Die gute Nachricht: Richtiges Atmen kann man lernen. Und zwar so: