Eine gute Zahnpflege kann verschiedenen Problemen vorbeugen, etwa Zahnfleischbluten, und sorgt nicht zuletzt für ein gepflegtes Mundgefühl. Worauf es bei guter Zahnpasta ankommt? Auf die passenden Inhaltsstoffe. Das sind die wichtigsten Kriterien:

Zahnpasta besteht generell vor allem aus:

  • Putzkörpern oder Schleifmitteln
  • schäumenden Bestandteilen
  • Fluoriden
  • entzündungshemmenden oder antibakteriellen Inhaltsstoffen
  • desensibilisierenden Substanzen
  • Konservierungsmitteln
  • Feuchthaltemitteln
  • Bindemitteln
  • Aromen

In welchem Verhältnis diese zueinander stehen oder welche Stoffe für die jeweilige Zahnpasta genau gewählt wurden, unterscheidet sich von Hersteller zu Hersteller. Kernaufgabe von Zahnpasta ist es, Bakterien und Beläge zu entfernen, Entzündungen vorzubeugen oder sie abzuschwächen, vor allem aber Karies vorzubeugen. Deshalb enthält eine gute Zahnpasta vor allem jene Stoffe, die diese Aufgaben unterstützen:

Das steckt in guter Zahnpasta

1. Putzkörper

Putzkörper unterstützen durch die Putzbewegung dabei, Beläge von den Zahnoberflächen zu entfernen. Dabei sollten sie den Zahnschmelz möglichst wenig angreifen. Der RDA-Wert auf der Verpackung gibt an, wie hoch der Abrieb durch die Putzkörper ist. Zahnpasten mit einem RDA-Wert über 80 werden für die tägliche Anwendung häufig nicht empfohlen.
Als Putzkörper werden je nach Rezeptur zum Beispiel Kieselsäure oder Kunststoffpartikel wie Polyethylen oder Polypropylen eingesetzt. Der Einsatz fester Kunststoffpartikel in Kosmetikprodukten wird unter anderem wegen möglicher Umweltauswirkungen kritisch diskutiert.

2. Schäumende Substanzen

Die sogenannten waschaktiven Substanzen verursachen das bekannte Schäumen. Warum sie wichtig sind? Weil durch sie Zahnbeläge gelockert und im Schaum gebunden werden. Mit der anschließenden Putzbewegung können Zahnbeläge leichter entfernt werden.

3. Fluoride

Eine wesentliche Funktion von Zahnpasta ist der Schutz vor Karies, weshalb Fluorid in Zahnpasta wichtig ist. Für eine wirksame Kariesprävention wird häufig ein Fluoridgehalt von mindestens 1.000 ppm empfohlen. Vor allem Aminfluoride und Zinkfluoride können dabei helfen, den Zahnschmelz zu härten und vor Säureangriffen zu schützen. Auf der Zahnpasta-Verpackung sind Fluoride zum Beispiel als „Sodium Fluoride“, „Sodium Monofluorophosphate“ oder „Olaflur“ bezeichnet.

4. Entzündungshemmende Stoffe

Auch wenn aktuell keine Entzündung vorhanden ist, kann eine Zahnpasta mit antibakteriellen oder entzündungshemmenden Stoffen sinnvoll sein. Sie kann dabei unterstützen, Bakterienwachstum zu reduzieren und Zahnfleischentzündungen vorzubeugen.

Aber Vorsicht: Triclosan ist manchmal auf der Liste der Inhaltsstoffe zu finden. Der Stoff ist nicht unumstritten. Triclosan steht unter anderem im Verdacht, Bakterienresistenzen zu begünstigen. Wählen Sie daher lieber ein Produkt, das Chlorhexidin, Zink-Verbindungen oder beispielsweise Zinnpyrophosphate enthält.

Übrigens: Ein hilfreicher Zusatz können desensibilisierende Stoffe sein. Sie sind vornehmlich in Sensitiv-Zahnpasta zu finden und können helfen, freiliegendes Dentin zu schützen. So können Schmerzreize reduziert werden – für ein angenehmeres Gefühl beim Essen, Trinken und Zähneputzen.