Aus Alt mach Neu: Warum Upcycling im Trend liegt
Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert
Früher war es normal, etwas Kaputtes zu reparieren. Heute werden viele Produkte eher ersetzt als repariert – unter anderem, weil Reparatur-Arbeitsstunden einiges kosten. Upcycling muss aber nicht teuer sein.
Inhaltsverzeichnis
- Wieso sind Upcycling und Reparieren so wichtig?
- Was versteht man unter Upcycling?
- Upcycling und Reparatur – was kann ich tun?
- 1. Beim Kauf die Reparaturmöglichkeiten berücksichtigen
- 2. Weniger Neues kaufen
- 3. Repair Cafés nutzen
- Was erwartet mich im Repair Café?
- 4. Sich online zum Reparieren vernetzen
Reparieren ist im Laufe der Zeit immer mehr aus der Mode gekommen: Bei Smartphones zum Beispiel werden viele Reparaturen gar nicht angeboten. Oft sind aber auch die nötigen Ersatzteile nicht mehr zu bekommen. Manche Geräte werden noch dazu verklebt statt verschraubt und können deshalb nur schwer oder gar nicht repariert werden.
Doch langsam geht der Trend in die andere Richtung: Längere Nutzung, Reparieren und Wiederverwenden werden für viele Menschen wichtiger. Immer mehr Menschen haben erkannt, dass Reparieren und Upcycling statt Wegwerfen nicht nur das Geldbörsel entlasten, sondern auch dazu beitragen können, Abfall zu vermeiden und die Neuanschaffung von Produkten hinauszuzögern. Repair Cafés zeigen beispielsweise, wie man aus alt neu machen kann.
Wieso sind Upcycling und Reparieren so wichtig?
Viele Menschen möchten ihren Plastik- und Restmüll reduzieren, doch im Alltag ist das nicht immer einfach. Elektrogeräte länger zu nutzen, kann Abfall vermeiden und den Bedarf an Neugeräten verringern: Werden sie repariert oder weiterverwendet, landen weniger Geräte im Elektroschrott. Außerdem kann eine längere Nutzung dazu beitragen, die Herstellung neuer Geräte hinauszuzögern; dadurch können je nach Produkt und Nutzungsdauer Emissionen aus der Produktion vermieden werden. Zusätzlich kann die Rohstoffgewinnung für neue Elektronik mit Eingriffen in Landschaften, Wasserverbrauch und Schadstoffbelastungen verbunden sein.
Laut einer Studie des Europäischen Umweltbüros könnten durch eine längere Nutzung bestimmter Geräte erhebliche CO₂-Emissionen vermieden werden. Im Europäischen Green Deal werden Reparatur und Wiederverwertung als Bausteine für die EU-Ziele zur Verringerung von Treibhausgasemissionen genannt. Deshalb ist es auch wichtig, Kindern den Wert von Reparieren, Wiederverwenden und längerem Nutzen von Produkten zu vermitteln.
Künftig soll es sogar ein „Recht auf Reparatur“ geben. Damit müssen Produkte so konstruiert sein, dass man sie reparieren kann. Aber wie setzt man das „Recht auf Reparatur“ im realen Leben um? Wir zeigen die Bandbreite – von Repair Cafés bis hin zu Online-Plattformen, die dazu beitragen, unsere innere Tüftlerin zu wecken.
Was versteht man unter Upcycling?
Unter Upcycling versteht man eine spezielle Form des Recyclings. Das Entscheidende dabei: Die verwendeten Stoffe werden nicht nur wiederverwendet, sondern dadurch sogar aufgewertet. Upcycling kann von professionellen Werkstücken über Kunstwerke bis hin zu Basteleien mit Kindern alles beinhalten. Der Kreativität sind also keine Grenzen gesetzt. Kein Wunder, dass sich das Konzept großer Beliebtheit erfreut und man online mit wenigen Klicks unzählige Ideen und Anleitungen dazu findet.
Upcycling und Reparatur – was kann ich tun?
Manchmal lassen wir uns von der Fülle an Möglichkeiten abschrecken und wissen gar nicht, wo wir beginnen sollen. Das ist schade, weil schon kleine Schritte helfen können, Produkte länger zu nutzen oder Abfall zu vermeiden. Diese Tipps sind im Alltag leicht umsetzbar und können sogar Spaß machen.
1. Beim Kauf die Reparaturmöglichkeiten berücksichtigen
Achten Sie bereits bei der Anschaffung eines elektronischen Geräts darauf, ob es später repariert werden kann. Laut iFixit kann ein leicht austauschbarer Akku dazu beitragen, ein Smartphone länger zu nutzen, wenn der Akku nach intensiver Nutzung nachlässt. Ebenfalls sinnvoll ist es, beim Neukauf eher zu einfachen Geräten zu greifen. Einfache Geräte können leichter zu warten sein, weil sie weniger Zusatzfunktionen und damit weniger mögliche Fehlerquellen haben.
Auch eine Versicherung für Elektrogeräte kann einem voreiligen Entsorgen entgegenwirken: Oftmals übernehmen Versicherungen bei Schäden zumindest einen Teil der unter Umständen recht teuren Reparaturkosten.
2. Weniger Neues kaufen
Wer Produkte länger nutzen möchte, kann beim eigenen Konsumverhalten ansetzen. Das heißt: bestehende Geräte so lange wie möglich nutzen und gut warten. Neues nur dann anschaffen, wenn es wirklich notwendig ist. Oder auch gebrauchte Geräte kaufen – das schont zudem die Geldbörse.
Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Trockner kann man mittlerweile sogar langfristig mieten. Generell gilt: Sich selbst und auch seinen Mitmenschen in Erinnerung zu rufen, dass übertriebener Konsum – oft auch durch die Werbung angeregt – nichts Normales ist. Es sollte also auch nicht zur Norm werden. Wer selbst darauf achtet, Produkte möglichst lang nutzen zu können, wird möglicherweise sogar sein Umfeld inspirieren, es ihm gleichzutun.
3. Repair Cafés nutzen
Die Stiftung Repair Café und Repa-Net verweisen auf zahlreiche Initiativen in Europa und Österreich, bei denen Freiwillige gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern Gegenstände reparieren. Laut Repa-Net können Reparaturinitiativen jährlich relevante Mengen Abfall vermeiden und CO₂-Emissionen reduzieren. „Repair Cafés schaffen soziale Lernräume, in denen praktisches Wissen rund um Reparatur weitergegeben wird – generationenübergreifend“, sagt Repa-Net-Geschäftsführer Matthias Neitsch.
Was erwartet mich im Repair Café?
Man kann seine defekten Gegenstände wie Kleidung, Möbel, Elektrogeräte, Spielzeug usw. mitbringen und diese gemeinsam mit den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und anderen Besucherinnen und Besuchern reparieren. Das nötige Werkzeug ist am Standort vorhanden. Wer sich einfach nur Inspiration holen möchte, kann auch bloß zusehen oder in dort bereitgestellten Büchern zum Thema Reparatur und Upcycling schmökern. Man muss also noch kein Profi auf diesem Gebiet sein, um seine Gegenstände gemeinsam mit Gleichgesinnten wieder verwendbar zu machen.
4. Sich online zum Reparieren vernetzen
Wenn gerade kein Repair Café in der Nähe ist, hilft das Internet weiter. Eine große Online-Gemeinschaft fürs Reparieren ist iFixit. Sie vernetzt Menschen auf der ganzen Welt und zeigt ihnen Schritt für Schritt, wie sie Schäden und Defekte selbst beheben können. Mittlerweile bietet die Plattform zahlreiche kostenlose Schritt-für-Schritt-Reparaturanleitungen für viele Gerätetypen an. Auf der Onlineplattform reparaturfuehrer.at sind Betriebe aufgelistet, die kaputte Gegenstände herrichten – vom Fernseher bis zum antiken Sessel.
Neu kaufen muss also nicht immer die billigere Lösung sein. Außerdem hat es doch einen ganz besonderen Charme, vielleicht sogar Gegenstände von den Großeltern oder Eltern zu reparieren oder zu upcyclen. Denn sie sind viel individueller und mit ihnen verbinden wir meist mehr als mit neuer Stangenware.
Hinweis: Ob und wie stark Reparatur, Wiederverwendung oder Upcycling Abfall oder CO₂-Emissionen reduzieren, hängt unter anderem von Produktart, Nutzungsdauer, Reparaturaufwand, Ersatzteilen und davon ab, ob dadurch ein Neukauf vermieden oder hinausgezögert wird.