Wenn im Mai und Juni die Felder gemäht werden, erobert Benedikt für Rehkitze die Lüfte. Neben seinem Vollzeitberuf als Chirurg lenkt er dann seine Drohne mit Wärmebildkamera über potenzielle Verstecke im hohen Gras. „Meine Frau Katharina ist die Obfrau der ehrenamtlichen Wildtierhilfe Vorarlberg. Ich wollte sie dabei unterstützen, Rehkitze, die sich oft reglos in Feldern verstecken, vor dem Mähdrescher zu retten. Vor zehn Jahren machte ich den passenden Führerschein und wir sparten auf eine hochwertige Drohne.“ Seitdem fliegt er bis zu 15 Einsätze pro Saison. Begleitet wird er dabei vom ortsansässigen Jäger, der die entdeckten Rehkitze fachgerecht in Sicherheit bringt – stets mit Handschuhen und einigen Grasbüscheln, um den menschlichen Geruch zu kaschieren. Eine enge Abstimmung mit dem Jäger sowie Landwirtinnen und Landwirten sei entscheidend für den Erfolg, erzählt Benedikt. „Die Rehgeiß steht derweil oft am Feldrand und beobachtet alles. Das schönste Gefühl ist es, nach meinem Einsatz zu wissen, dass kein Tier zu Schaden kam.“