Gemütlicher Abend am Balkon: Hausmittel gegen Gelsen & Co
Laue Sommerabende lassen sich gemeinsam mit lieben Menschen am Balkon oder im Garten besonders gut genießen. Wenn da nur nicht die kleinen, surrenden Gelsen wären, die mit ihren juckenden Stichen schnell die Stimmung trüben. Zum Glück gibt es einige wirksame Hausmittel, die die Plagegeister fernhalten und Stiche lindern können.
Warum ziehen wir Gelsen an?
Gelsen werden von einer Kombination aus Gerüchen, Körperwärme und dem Kohlenstoffdioxid angezogen, das wir beim Atmen ausstoßen. Zusätzlich wird Schweiß auf der Haut zersetzt, wodurch Stoffe wie Milchsäure oder Ammoniak entstehen – beides zieht die Insekten besonders an.
Manche Menschen sind für Gelsen attraktiver als andere. Dabei spielen unter anderem Körperwärme, individueller Körpergeruch, Schweißproduktion, bestimmte Säuren auf der Haut, Blutgruppe und sogar die Farbe der Kleidung eine Rolle.
Deshalb jucken die Stiche von Gelsen
Eigentlich ernähren sich Gelsen von Nektar. Die weiblichen Tiere benötigen jedoch Eiweiß aus Blut, um ihre Eier entwickeln zu können. Beim Stechen geben sie ein Speichelsekret in die Haut ab, das die Blutgerinnung hemmt.
Dieser Speichel enthält Proteine und Enzyme, die vom Immunsystem als fremd erkannt werden. Der Körper reagiert darauf mit der Ausschüttung von Histamin, einem Botenstoff, der die Blutgefäße erweitert und Abwehrzellen aktiviert. Genau dieser Prozess ist für den typischen Juckreiz, die Rötungen und möglichen Schwellungen verantwortlich.
Das vertreibt die Gelsen am Balkon
Vor allem an warmen, feuchten Tagen fühlen sich Gelsen am Balkon besonders wohl. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich ihr Aufenthalt jedoch deutlich unattraktiver machen. Vermeiden Sie Wasseransammlungen, zum Beispiel in Blumentöpfen und Untersetzern, denn darin legen Gelsen ihre Larven ab.
Was Gelsen nicht riechen können
Während manche Düfte, wie etwa Ananas oder Veilchen, Gelsen sogar anziehen können, wirken andere Gerüche abschreckend. Dazu zählen beispielsweise Mandel und Aloe Vera. In Form von ätherischen Ölen lassen sich diese Duftnoten gezielt einsetzen. Auch bei der Körperpflege kann mit Düften vorgebeugt werden. Duschgels mit Mandel- oder Kokosduft wirken weniger anziehend auf die Insekten. Zudem hilft eine Dusche vor dem Schlafengehen, Schweiß zu reduzieren und körpereigene Gerüche zu minimieren.
Unterstützend wirken auch Duftquellen wie Kerzen, Diffuser oder Duftstecker mit Citronella (Zitronengras), Lavendel oder Nelken.
Blühende Distanzwahrer
Balkonpflanzen mit ätherischen Ölen und intensiven Gerüchen sind ebenfalls eine effektive Methode, um sich Gelsen vom Leib zu halten. Dazu gehören Zitronenmelisse, Lavendel, Basilikum, Minze, Rosmarin und Tomatenpflanzen.
In der Nähe von Sitzgelegenheiten oder unterhalb der Fenster bilden sie so eine natürliche Barriere.
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