Active Beauty
Go Green Challenge: Fünf Ideen, die wir jetzt probieren

Nachhaltigkeit

Go Green Challenge: Fünf Ideen, die wir jetzt probieren

Nachhaltig leben, diesen Vorsatz haben wir alle. Doch wo anfangen? Und ist ein umweltfreundlicher Lifestyle nicht superanstrengend? Ja, es dauert, bis wir neue Gewohnheiten fest in unserem Alltag verankert haben. Doch es hilft, einfach loszulegen und Dinge auszuprobieren, um dann zu merken: Diese Go Green Challenges machen richtig Spaß – und uns ziemlich stolz auf unsere großen und kleinen Erfolge.

Fünf Go Green Challenges für ein nachhaltigeres Leben

1. Eine Woche ohne Auto

Dass das Auto schlechter für die Umwelt ist als der Öffi-Verkehr oder das Fahrrad, ist uns allen klar. Doch wer weiß schon, wie groß der Unterschied tatsächlich ist? Mit CO2-Rechnern kann jeder seinen Verbrauch beim Autofahren ausrechnen. Durch den Umstieg auf Öffis oder Rad (ja geht auch im Winter!) lassen sich Hunderte Kilogramm CO2 einsparen: Bei einem täglichen Arbeitsweg von zehn Kilometern erzeugt man mit dem Auto mit Verbrennungsmotor rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr. Mit Bus und Bahn sind es hingegen nur rund 140 Kilogramm CO2 pro Jahr – und mit dem E-Bike gerade einmal knapp 9 Kilogramm CO2 pro Jahr. Wer auf sein Auto nicht verzichten kann, findet vielleicht andere Wege: etwa mehr Homeoffice-Tage vereinbaren oder Mitfahrgelegenheiten suchen.
 
Und das bringt die Go Green Challenge: Weniger Autofahren ist nicht nur gut für die Umwelt und die eigene Fitness. Im Stau stehen und teure Spritkosten gehören damit der Vergangenheit an. Wer gemütlich im Zug oder im Bus sitzt, kann außerdem die Zeit nutzen (bitte den Artikel Tipps gegen Zeitmangel (erscheint am 27.9.) verlinken), um ein Buch zu lesen, einen Podcast zu hören, zu arbeiten – oder mit seinen Mitfahrenden ins Gespräch zu kommen.
 

2. Ein Zero Waste Tag

Einen Tag lang keinen Müll produzieren – diese Nachhaltigkeits-Challenge klingt gar nicht so schwer? Die Statistik ist jedenfalls erschreckend: Im Jahr 2019 hat jeder Mensch in der EU 502 Kilogramm Abfall erzeugt, ganze sieben Kilogramm mehr als im Jahr davor. Österreich lag mit 588 Kilogramm Müll pro Person pro Jahr sogar deutlich über dem Durchschnitt.
 
Was man dagegen tun kann? Zum Beispiel im Unverpackt-Laden oder auf Märkten einkaufen, Nachfüllstationen nutzen oder viel selbst kochen, anstatt auf Fertiggerichte zurückzugreifen. Wer es nicht schafft, an seinem Zero Waste Tag komplett Müll zu vermeiden, kompensiert einfach: Beim „Plogging“ nimmt man auf der Jogging-Runde ein kleines Sackerl mit und sammelt zurückgelassenen Abfall auf.
 

3. Einen Tag nur Regionales essen

Frische Vitamine, optimale Reife und kurze Transportwege: Mit regionalen, saisonalen Lebensmitteln im Einkaufskorb tut man nicht nur der Umwelt, sondern auch der eigenen Gesundheit etwas Gutes. Wie wäre es also, einen Tag lang nur saisonale Ware aus der Region auf den Teller zu bringen? Zugegeben, besonders in der kühlen Jahreszeit ist diese Go Green Challenge eine echte Herausforderung. Doch auch im Herbst und Winter gibt es bei uns viel schmackhaftes, saisonales und regionales Obst und Gemüse. Eine praktische Einkaufshilfe ist beispielsweise die kostenlose App Der Saisonkalender des Deutschen Bundeszentrums für Ernährung. Die App listet alle Gemüsearten und Früchte auf, die im jeweiligen Monat Haupterntezeit haben.
 

 

4. Einen Monat lang nicht shoppen

Einer der größten Umweltsünder ist die Textilindustrie: Sie verbraucht viele Ressourcen wie Wasser und bei den vielen Arbeitsschritten gelangen Chemikalien zum Teil ungefiltert in die Umwelt. Noch dazu werden viele Kleidungsstücke am anderen Ende der Welt angefertigt und legen weite Wege zurück, bis sie in unserem Schrank hängen. Bei einem T-Shirt aus Baumwolle fallen etwa 4,3 Kilogramm an Treibhausgasen an, bei einem T-Shirt aus Polyester sogar 5,5 Kilogramm.
 
Am schonendsten für Umwelt und Klima sind natürlich jene Kleidungsstücke, die gar nicht erst produziert und gekauft werden. Tauschbörsen oder Secondhand-Geschäfte sind eine gute Möglichkeit, an bereits getragenen Stücken neue Freude zu finden. Visible Mending verschafft alten, kaputten Teilen einen ganz eigenen, kreativen Look. Daher lautet unsere vierte Go Green Challenge: Einen Monat lang nicht shoppen. Einzige Ausnahme: Kaputtgegangenes darf ersetzt werden, sofern man es nicht mehr reparieren kann.
 

5. Ein Digital Detox Wochenende

Wir werden morgens vom Smartphone geweckt, schauen nach dem Wetter, schreiben täglich unzählige Nachrichten und E-Mails, entspannen abends beim Serien-Streaming: Ständig sind wir von Geräten umgeben, die Strom brauchen und mit dem Internet verbunden sind. Doch ein Großteil der Energie entsteht durch die Verbrennung fossiler Rohstoffe wie Kohle und Erdöl. Digital Detox lautet die Lösung für dieses Problem – einfach mal öfter offline sein. Schon klar, während einer normalen Arbeitswoche ist das für die wenigsten von uns umsetzbar. Doch wie wäre es damit, einfach mal am Wochenende damit anzufangen? Freunde oder Familie treffen, gemeinsam kochen, die Nachbarn zum Spieleabend einladen, ein Buch lesen, Sport treiben oder ein schon lange geplantes DIY-Projekt angehen – wunderbare Möglichkeiten, auch offline eine schöne Zeit zu verbringen, gibt es zuhauf.
 

Noch mehr Go Green Challenges gefällig?

Lust auf noch mehr Nachhaltigkeits-Challenges bekommen? Viele Anregungen und nachhaltige Ideen gibt es in der Go Green Challenge App. Jede Woche stellt die App den Nutzerinnen und Nutzern Aufgaben für mehr Umweltfreundlichkeit. Entwickelt wurde die App an der Universität Potsdam. Indem sie Bereiche wie Energieverbrauch, Müllvermeidung und Mobilität abdeckt, will sie umfassend und Schritt für Schritt zu einem nachhaltigen Lebensstil verhelfen.