6 Tipps für Mobilität mit weniger Auto- und Flugkilometern
Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert
Diese Fakten können zum Umdenken anregen: Wer seltener Auto fährt und weniger fliegt, kann direkte CO₂-Emissionen im Alltag reduzieren – und entdeckt dabei oft praktische Vorteile. Lesen Sie hier, warum Wege mit Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß für viele Alltagsstrecken eine gute Alternative sein können.
Das Weltklima hat sich verändert, die Erderwärmung schreitet voran. Der UNO-Weltklimarat IPCC weist darauf hin, dass die Treibhausgas-Emissionen deutlich sinken müssen, um die Folgen der Erderwärmung zu begrenzen. Auch im Alltag gibt es Möglichkeiten, Mobilität bewusster zu gestalten.
Die Schüler-Demos rund um Greta Thunberg und Friday for Future haben das Thema Klimaschutz stark in die Öffentlichkeit gebracht. Wir stellen Ihnen Wege vor, wie Sie im Alltag häufiger auf Auto- oder Flugstrecken verzichten können. Das kann dazu beitragen, direkte Emissionen zu reduzieren – und hat zugleich Vorteile für Bewegung, Kosten und Lebensqualität.
Warum Mobilität mit weniger Autoanteil wichtig ist
Das Thema Mobilität spielt beim Ausstoß von Treibhausgasen eine wichtige Rolle: In Österreich ist der Pkw-Verkehr in den vergangenen 30 Jahren deutlich gestiegen. Laut VCÖ (Verkehrsclub Österreich) hat sich der Pkw-Verkehr in diesem Zeitraum verdoppelt.
Der zunehmende Verkehr benötigt außerdem zusätzliche Flächen für Straßen und Parkplätze. Das kann den Bodenverbrauch erhöhen, wenn neue Verkehrsflächen gebaut werden.
Laut VCÖ ist der Verkehr in Österreich für rund 29 Prozent der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich. Um die Klimaziele zu erreichen, müssen die Emissionen im Verkehrsbereich deutlich sinken. Mobilität mit weniger Auto- und Flugkilometern kann dazu beitragen.
Die Vorteile von Wegen mit Öffis, Fahrrad oder zu Fuß
Wer häufiger Bahn, Bus, Fahrrad oder die eigenen Füße nutzt, kann in vielen Situationen Geld sparen, direkte Emissionen beim Zurücklegen von Wegen reduzieren und mehr Bewegung in den Alltag bringen.
„Die Kombination aus öffentlichem Verkehr, Radfahren und Gehen ist deutlich kostengünstiger“, sagt VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen. Außerdem zeigen Studien, dass Menschen sich mehr bewegen, wenn sie im Alltag seltener ein eigenes Auto nutzen. Rasmussen: „Wer kurze Strecken zu Fuß geht oder mit dem Fahrrad statt mit dem Auto fährt, tut der eigenen Gesundheit Gutes. Bewegung hält fit und kann dazu beitragen, Krankheiten vorzubeugen.“
Das waren jetzt ziemlich viele Fakten und Argumente. Ab sofort wird es praktisch: Die folgenden sechs Tipps können dabei helfen, im Alltag häufiger Wege ohne eigenes Auto oder Flugzeug zurückzulegen.
So gelingt Mobilität mit weniger Auto- und Flugkilometern:
1. Aufs eigene Auto verzichten – wenn es zum Alltag passt
Ganz ehrlich: Nicht für alle Menschen ist ein Alltag ohne eigenes Auto realistisch. Wer aber gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln, dem Fahrrad, zu Fuß, mit Carsharing oder Fahrgemeinschaften unterwegs sein kann, hat mehrere mögliche Vorteile:
- Emissionen reduzieren: Die Herstellung eines Pkw verursacht bereits Treibhausgas-Emissionen. Laut VCÖ entspricht die Klimabelastung durch die Herstellung eines Pkw etwa 25.000 bis 40.000 Kilometern Autofahrt. Hinzu kommen die Emissionen, die beim Fahren entstehen..
- Geld sparen: Ein Auto verursacht neben dem Kaufpreis laufende Kosten, etwa für Versicherung, Steuer, Wartung, Reparaturen, Parken und Kraftstoff. Berechnungen des VCÖ zeigen: Eine Zug-Jahreskarte für eine fixe Strecke kann günstiger sein, als denselben Weg regelmäßig mit dem eigenen Pkw zurückzulegen.
- Bewusst unterwegs sein: Wer im Alltag häufiger auf das eigene Auto verzichtet, setzt ein sichtbares Zeichen für eine Mobilität mit weniger Pkw-Verkehr.
2. Fahrgemeinschaften bilden
Früher war der Besetzungsgrad von Autos höher. Das heißt: Es fuhren also häufiger mehrere Personen gemeinsam in einem Fahrzeug. Heute sitzt oft nur eine Person im Auto. Gleichzeitig sind viele Fahrzeuge größer und schwerer geworden.
Fahrgemeinschaften können eine realistische und günstige Alternative sein, wenn der Weg ohne Auto nicht gut machbar ist. Sie eignen sich zum Beispiel für den Arbeitsweg oder für Fahrten zwischen zwei Städten. So lassen sich Pkw-Kilometer pro Person reduzieren.
VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen sagt: „Es ist viel ressourcenschonender, wenn sich mehrere Personen ein Auto teilen, als wenn jede Person ein eigenes Auto besitzt. Denn auch die Herstellung eines Fahrzeugs verbraucht Ressourcen und verursacht klimaschädliche Emissionen.“ Auf foahstmit.at.at können Sie günstige Mitfahrgelegenheiten finden.
3. Öffentliche Verkehrsmittel nutzen
Für Menschen ohne eigenes Auto – und auch für Autobesitzerinnen und Autobesitzer – kann es sich lohnen, öfter in Zug, Straßenbahn oder Bus zu steigen. Laut VCÖ verursacht eine Busfahrt pro Personenkilometer rund dreimal weniger Emissionen als eine vergleichbare Autofahrt; eine Zugfahrt rund 13-mal weniger.
Auch finanziell können öffentliche Verkehrsmittel Vorteile haben, wenn man Anschaffungs- und laufende Kosten eines Autos mit einrechnet. Außerdem lässt sich die Fahrtzeit oft anders nutzen – zum Lesen, Arbeiten oder Entspannen.
4. Aktiv sein und Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen
Viele kurze Strecken werden mit dem Auto gefahren: Laut VCÖ ist jede zweite Autofahrt kürzer als fünf Kilometer, jede zehnte sogar kürzer als ein Kilometer. Der durchschnittliche Einkaufsweg in Österreich beträgt laut VCÖ 2,5 Kilometer.
Gerade auf kurzen Strecken verbraucht ein Auto in der Kaltstartphase besonders viel Kraftstoff. Deshalb kann es sich lohnen, kurze Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das reduziert direkte Emissionen beim Weg und bringt mehr Bewegung in den Alltag.
Auch beim Einkaufen spielt der Weg zum Geschäft eine Rolle: Wer kurze Einkaufswege zu Fuß oder mit dem Rad erledigt, kann Autofahrten vermeiden. Bei mittellangen Strecken ist das Fahrrad oft eine passende Alternative, bei längeren oder steileren Wegen kann ein E-Bike unterstützen.
Übrigens: Laut VCÖ wohnt ungefähr jede vierte berufstätige Person weniger als fünf Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt. Vielleicht ein Anstoß, einzelne Arbeitswege mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln auszuprobieren.
5. Carsharing nutzen
Private Autos stehen den Großteil des Tages ungenutzt. Laut VCÖ kann es sich finanziell lohnen, auf ein eigenes Auto zu verzichten und stattdessen Carsharing zu nutzen – insbesondere für Menschen, die weniger als 12.000 Kilometer im Jahr mit dem Pkw fahren.
Wenn doch einmal ein Auto gebraucht wird, können Carsharing-Angebote eine flexible Alternative sein. Besonders interessant sind Angebote mit Elektroautos, wenn der Ladestrom aus erneuerbaren Energien stammt.
Ein weiterer möglicher Vorteil: Laut VCÖ fahren Carsharing-Nutzerinnen und -Nutzer seltener mit dem Auto und nutzen häufiger öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad. „Es wird seltener mit dem Auto gefahren und häufiger öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad genutzt“, erklärt VCÖ-Expertin Rasmussen.
6. Weniger fliegen
Flugreisen verursachen pro Personenkilometer deutlich mehr CO₂-Emissionen als Bahnreisen. Laut VCÖ verursacht der Flugverkehr pro Personenkilometer doppelt so viele CO₂-Emissionen wie Diesel- und Benzin-Pkw und etwa 31-mal so viel CO₂ wie die Bahn. Besonders Kurzflüge belasten das Klima im Verhältnis zur zurückgelegten Strecke stark.
Deshalb kann es sich lohnen, vor allem Kurzstreckenflüge zu vermeiden und stattdessen Zugverbindungen zu prüfen. In Schweden hat sich dafür der Begriff „Flygskam“ verbreitet. Viele Menschen entscheiden sich dort häufiger für die Bahn – auch auf längeren Strecken. Unter dem Hashtag #flyingless teilen Menschen weltweit Ideen, wie sie Flugreisen reduzieren.