Asheg joggt mit Verena, Bastian turnt mit Lisa, Agnes und Ahmad, Lachen schallt durch die Sporthalle: Hier, bei gemma! begegnen sich regelmä­ßig Menschen verschiedenster Herkunft, die sonst kaum Berührungspunkte hätten. Agnes (im Bild 3. v. l.), die den Verein mitgegründet hat, sagt: „Die unterschiedlichen Persönlichkeiten, Geschichten und Hintergründe machen unsere Arbeit so vielseitig und zeigen immer wieder, wie wichtig interkultureller Austausch ist.“ Seit 2016 schafft der Verein, bestehend aus drei Angestellten und 14 Freiwilligen, Räume, in denen Vertrauen wachsen kann – mit individueller Beratung, Workshops und bei gemeinsamen Aktivitäten wie Kochen, Theaterbesuchen oder eben Sporteinheiten. Die Idee zu gemma! entstand 2015, als viele geflüchtete Menschen nach Österreich kamen. Agnes’ Weggefährtin und gemma!-Obfrau Stefanie Stadlober erlebte damals bei einem Mitbewohner aus Afghanistan, dass ein unterstützendes Umfeld der entscheidende Faktor fürs Ankommen ist. Es wird zwar viel über Asylwerbende gesprochen, so die Erkenntnis, aber selten mit ihnen. Doch weil Integration nicht von allein entsteht, möchte gemma! aktiv Gelegenheiten schaffen, Gräben zu überwinden und aufeinander zuzugehen – sei es, dass Interessierte einmal im Monat bei einer sportlichen oder kulturellen Unternehmung mithelfen oder im Erzählcafé vorbeischauen. So wird Engagement auch mit wenig Zeit möglich. „Schon kleine Beiträge verändern etwas“, erklärt Agnes. „Gemma! ist mehr als ein Projekt, es ist ein gemeinsamer Weg.“