Er war über Jahrtausende der Star auf den Feldern: Hanf, eine der ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Erde, stellt keine hohen Ansprüche an die Bodenqualität, gedeiht fast überall – und ist extrem vielseitig in seiner Verwendung. Aus den einzelnen Bestandteilen der Pflanze können unter anderem Papier, Speiseöl, ätherische Öle und Textilien hergestellt werden. Lange Zeit war Hanf besonders wichtig in der Stofferzeugung: Für Schiffseile – Hanffasern sind besonders reißfest – aber auch für Kleidung. Bis zum 19. Jahrhundert zählte Hanf zu einer der wichtigsten Textilfasern weltweit.

Hanf und damit Hanföl hat nun ein gutes Image

Doch dann wurden neue Kunststofffasern entwickelt – die Nylonstrumpfhose begann ihren Siegeszug – und zugleich liefen seitens der USA Kampagnen gegen die Cannabispflanze. Der Anbau von Hanf wurde in vielen Ländern verboten. Mittlerweile konnte der Hanf sein negatives Image der letzten Jahrzehnte nahezu vollkommen abstreifen – und boomt als Nutzhanf vor allem dank des Inhaltstoffes Cannabidiol (CBD). Dieser wirkt nicht berauschend und gilt als legal, da weniger als 0,3 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC) enthalten sind – zu wenig, um daraus Haschisch oder Marihuana zu erzeugen.

Anders verhält es sich mit den Hanfsorten, die viel THC enthalten: Der Inhaltsstoff ist für die berauschende, psychoaktive Wirkung verantwortlich, aufgrund dessen Hanf ab einem erhöhten Wert als Suchtmittel eingestuft wird. Beide Wirkstoffe sind in den Blüten unterschiedlicher weiblicher Hanfpflanzen enthalten – THC in der Cannabispflanze, CBD in Nutz- oder Faserhanf.

Hanföl: THC-freier Hanf in Aromaölen

Rund um den THC-freien Hanf hat sich ein eigener Lifestyle entwickelt, man findet ihn unter anderem in Aromaölen, also als Hanföl (auch bei dm erhältlich), in Brot, Bier und Tee. Während die entzündungshemmenden Eigenschaften in der Naturheilkunde schon lange bekannt sind, setzt jetzt auch die Kosmetikindustrie auf diese Wirkungsweise der Hanfpflanze. Ob Creme, Shampoo oder Seife – für jeden ist das passende Produkt dabei. Und nicht nur sich selbst, auch der Umwelt tut man etwas Gutes, da die Hanfpflanze als sehr widerstandsfähig und resistent gegen Schädlinge gilt, was den Einsatz von Pestiziden quasi überflüssig werden lässt. Außerdem wächst die Hanfpflanze schnell und laugt den Boden als Nutzpflanze weniger aus als andere Pflanzen.

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