Oben ohne: Nur Mut zur Glatze, Männer!

Veröffentlicht am 20. Mai 2019

Manche entscheiden sich ganz bewusst für die Statement-Frisur, die eigentlich keine ist. Bei anderen „hilft“ die Natur mit lichter werdendem Haar nach. So oder so: ein kahl rasierter Kopf hat Stil. Bleibt die Frage: Wem steht eine Glatze?

Schwarz-weiß Bild eines Mannes mit Glatze der hinter einem Vorhang hervor schaut und nur dass Augen und Glatze zu sehen sind
Schwarz-weiß Bild eines Mannes mit Glatze der hinter einem Vorhang hervor schaut und nur dass Augen und Glatze zu sehen sind

Etwa bei 60 Prozent der Mitteleuropäer wird das Haar ab 30 dünner. Bei manchen langsamer, bei anderen schneller. Was folgt, ist oftmals der Versuch die kahlen Stellen zu kaschieren, indem Mann die Haarsträhnen sorgfältig zurechtlegt. Vor dem Kahlschlag schrecken hingegen viele Männer zurück. Denn Glatze erfordert Mut. Doch der radikale Schnitt lohnt sich, versprochen!

Rund, eiförmig oder kantig, schmal oder breit, flach oder spitz: Ob eine Glatze zum eigenen Typ passt, ist vor allem von der Kopf-und Gesichtsform abhängig. Wer sich unsicher ist, kann den Badekappen-Trick anwenden und das „Oben ohne“-Gefühl ganz einfach simulieren – nicht nur optisch, sondern auch in Sachen Tragegefühl. Wer aufs Haupthaar verzichtet, findet dann oft auch Gefallen am Barttrend. Ein Bart lenkt nämlich nicht nur vom kahlen Kopf ab. Er kann auch eine prägnante Kopfform ausbalancieren: So wird beispielsweise ein flacher Hinterkopf optisch durch einen etwas längeren Vollbart ausgeglichen.

Jetzt oder nie? Das Timing will überlegt sein

Ist die Glatze beschlossene Sache, lauern noch letzte Tücken. Denn auch das Timing will wohl überlegt sein. Am besten nimmt man die große Veränderung in Angriff, wenn man danach ein paar Tage frei hat. Auf diese Weise hat man Zeit, sich an den neuen Style zu gewöhnen. Zudem sollte man den Termin besser vor als nach dem Sommerurlaub einplanen. Dann bleibt auch der hellen Kopfhaut genügend Zeit, sich an den Teint anzugleichen. Aber Achtung: Ein absolutes Muss für Glatzenträger ist stets ein Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor, da der Kopf besonders viel UV-Strahlung abbekommt.

Auf die Plätze, Rasierer ansetzen und los …

Natürlich kann man sich selbst eine Glatze rasieren. Besser aber man begibt sich für den großen Schritt in die Hände eines Friseurs. Dieser sieht wo Verletzungsgefahren in Form von Muttermalen, Narben oder Nackenfalten lauern und gibt Tipps für die regelmäßige Nassrasur in Eigenregie.

Aus und vorbei?

Abschließend wollen wir noch mit einem Mythos aufräumen: Wachsen ohnehin schon dünne Haare überhaupt nochmal nach, sobald sie einmal komplett abrasiert wurden? Keine Sorge: Es gibt ein Zurück! Beim Rasieren wird das Haar an der Hautoberfläche abgeschnitten, ohne die Wurzel zu beeinflussen. Falls man sich mit der Glatze nicht anfreunden kann, steht dem Nachwachsen somit nichts im Weg. Also, nur Mut zur Glatze, Männer!


20 Mai 2019 | TEXT: DENISE SIEBKE | FOTO: STOCKSY

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