Dresscode Ballkleid: Die Dos and Don’ts

Veröffentlicht am 11. Januar 2019

Die Ballsaison ist wieder voll im Schwung – und damit auch die Ballkleider der Tänzerinnen. Wir haben herausgefunden, was es zu beachten gibt und was die Etikette vorschreibt.

brünette junge Frau in helltürkisem Federkleid it Stoffschwänen in Retroambiente
brünette junge Frau in helltürkisem Federkleid it Stoffschwänen in Retroambiente

Das sagt der Ball-Dresscode aus

Bei einem Ball droht nicht nur auf der Tanzfläche so mancher Fehltritt: Vor allem bei der Kleiderwahl kann es durchaus zu einem Fauxpas kommen. Auch wenn mittlerweile sicher eine gewisse Toleranz herrscht, kann der Abend zumindest bei manchen Veranstaltungen mit striktem Dresscode schon vorzeitig am Einlass enden. Damit es gar nicht erst so weit kommt, sollte man vorab einen Blick auf die Eintrittskarte oder die Einladung werfen. Dort findet sich nämlich häufig ein Hinweis auf den Ball-Dresscode. Bekannte Formulierungen sind:

  • Black Tie/Cravate noire/Kleiner Gesellschaftsanzug
    Typische Anlässe reichen vom Ball über den Opernbesuch bis zum Galadinner. Getragen wird dazu meist eine schöne, bodenlange Abendrobe. Bei schulterfreien Ballkleidern sollten für den formelleren Teil des Abends eine Stola, ein Bolero-Jäckchen oder Handschuhe kombiniert werden.
  • White Tie/Cravate blanche/Großer Gesellschaftsanzug
    Zugegeben, dieser feinste aller Ball-Dresscodes gilt nur selten – etwa beim Opernball. Die sogenannte „große Ballrobe“ mit langem, weitem Rock ist zum Höhepunkt der Wiener Ballsaison Pflicht. „Mehr ist mehr“ lautet die Devise auch beim Schmuck und weiteren Accessoires wie beispielsweise Handschuhen.
  • Abendkleidung obligat
    Mit einem langen Ballkleid liegt man garantiert richtig, auch wenn sich die Regeln gelockert haben. Zu einem Maturaball werden meist auch kurze Cocktailkleider akzeptiert, die Knie sollten aber bedeckt sein.
  • Festliche Kleidung
    Hier sind sowohl Cocktail- als auch Abend- bzw. Ballkleid erlaubt.

Grundsätzlich gilt: Je formeller der Anlass, desto länger der Saum. Wenn ein bodenlanges Ballkleid gefordert ist, sollte frau sich nicht im Hosenanzug präsentieren.

junge Frau in Ballkleid mit Schleppe von hinten
Profil einer Frau mit Hochsteckfrisur und Ballkleid in Schwarz-Weiß
Frau mit Nackenknoten und gelbem Bolerojäckchen
Frau im Ballkleid mit Fächer aus Pfauenfedern an einem Tisch
junge Frau mit Nackenknoten, auffälligem blauen Schmuck und helltürkisem Trägerkleid
Frauenbein unter halbtransparentem Ballkleidrock mit Händen
Frau mit eleganter Hochsteckfrisur und Ballkleid schräg von oben

5 Dos bei der Ballkleider-Wahl

  1. Den Ball-Dresscode einhalten.

Egal ob es sich um einen Masken- oder einen Trachtenball handelt, den Dresscode zu beachten gehört zum guten Ton.

  1. Das richtige Maß finden.

Ist das Ballkleid eher dezent, darf man tiefer in die Schmuckschatulle greifen und auffälligere Accessoires wählen – und umgekehrt.

  1. Die Schuhe zur Anprobe mitnehmen.

Damit der Saum die richtige Länge hat – also knapp über dem Boden schwebt –, sollten die Tanzschuhe beim Abstecken unbedingt getragen werden. Die Etikette schreibt übrigens keine Absätze vor. Ballerinas sind aber ein No-Go.

  1. Dem eigenen Stil treu bleiben.

Viele hegen den Traum, sich für einen Abend in eine Märchenprinzessin zu verwandeln, fühlen sich in der bauschigen Tüllrobe mit Pailletten dann aber nicht wie sie selbst. Viel wichtiger als die neuesten Trends und Farben ist es nämlich, sich in seinem Ballkleid wohlzufühlen – schließlich hat man das gute Stück auch mehrere Jahre im Schrank.

  1. Sich mit dem Partner abstimmen.

Wenn man den Ball als Paar besucht, ist es eine schöne Geste, sich farblich abzustimmen. Der Herr kann etwa die Krawatte oder das Einstecktuch nach der Farbe des Ballkleids aussuchen.

 

5 Don’ts bei der Ballkleider-Wahl

  1. Zu viel Haut zeigen.

Das Ballkleid sollte nur einen Fokus setzen. Ein tiefes Dekolleté ist nur dann nicht zu aufdringlich, wenn die Figur eher androgyn ist. Schulterfreie Ballkleider, Rückenausschnitte und Beinschlitze sind mittlerweile erlaubt, allerdings sollte man auf einen guten Sitz achten.

  1. Sichtbare Unterwäsche tragen.

Der Look des schönsten Ballkleids ist durch die falsche Unterwäsche schnell ruiniert. Es sollte sich nichts abzeichnen, durchscheinen oder hervorblitzen. Am besten eignet sich hautfarbene, nahtlose Formwäsche. Je nach Schnitt der Robe stehen auch selbstklebende Cups oder Corsagen zur Auswahl.

  1. Beim Kleid klotzen, beim Rest des Outfits kleckern.

Der Schmuck sollte nach Möglichkeit echt sein. Armbanduhren sind auf Bällen ungern gesehen, dafür Schmuckuhren erlaubt.

  1. (Die falsche) Strumpfhose anziehen.

Auch wenn die Strumpfhose unter dem bodenlangen Ballkleid ohnehin nicht zu sehen ist, sollte man auf Nummer sicher gehen und eine matte, wie durchsichtig wirkende und hauchdünne Strumpfhose in der eigenen Hautfarbe überstreifen. Schwarz und blickdicht ist ein No-Go! Lediglich bei offenen Schuhen wie Peeptoes oder Sandaletten wird die Strumpfhose weggelassen.

  1. Zu casual erscheinen.

Wohlfühlen hin oder her, ein Ballabend ist nun einmal ein besonderer Anlass, für den mehr als der Alltagslook angebracht ist. Aber auch das Drumherum darf nicht vernachlässigt werden – sprich gepflegte Nagel, ansprechendes Make-up und hochgesteckte Haare.


11 Januar 2019 | TEXT: ELISABETH SCHMIEDJELL | FOTOGRAFIE: Markus & Tanja Schlamadinger – A Twist of Lemon | LOCATION: Showroom Fernblick – St. Corona Interiors | KLEIDER: Eva Poleschinski | TISCHGEDECK: Martina Lillie – Albin Denk | SCHMUCK Lisa Heuberger – Schullin | MODEL: Bianca Puchmüller

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