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Haarausfall bei Frauen: Was jetzt zu tun ist

Expertentipps

Haarausfall bei Frauen: Was jetzt zu tun ist

Für viele Frauen ist Haarausfall ein Horrorszenario. Muss es aber nicht sein. Denn Haarausfall lässt sich in den Griff bekommen – sofern Sie die Ursachen dafür kennen.

Ob Mann oder Frau: Haarausfall betrifft beide Geschlechter in etwa gleichem Ausmaß, weiß der Wiener Hautarzt Martin Torzicky. Doch gehen Männer und Frauen mit dem Thema Haarausfall unterschiedlich um (obwohl die Ursachen meist die gleichen sind): Während viele betroffene Männer sich die Haare einfach ganz abrasieren und stolz Glatze tragen, bricht bei Frauen der kalte Schweiß aus, wenn sie morgens vorm Spiegel feststellen: Mein Haar wird immer lichter.

Vor allem während der Wechseljahre wird das Kopfhaar bei Frauen oft dünner und weniger. Denn die hormonelle Umstellung kann Haarausfall verursachen und verschlimmern. Hormone während der Perimenopause sind aber längst nicht alles: Auch Stress und falsche Ernährung zählen zu den Ursachen für plötzlich starken Haarausfall bei der Frau.

100 Haare pro Tag zu verlieren, ist übrigens normal. Erst alles darüber zählt zu Haarausfall. Ab jetzt also ausgefallene Haare zählen? Muss nicht sein, sagt dm Qualitätstrainer Christian Wilhelmstötter: „Frauen haben ein sehr gutes Gespür dafür, wie viele Haare normalerweise beim Bürsten ausfallen. Wenn der normale Bürsteninhalt überschritten wird, sollten Sie handeln.“

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Gründe für Haarausfall bei Frauen

  • Erblich bedingter Haarausfall:

Reagieren die Haarwurzeln empfindlich auf ein Stoffwechselprodukt von Testosteron namens Dihydrotestosteron (DHT), handelt es sich um die häufigste Form des Haarausfalls: erblich bedingten Haarausfall. Über diese Ursache für Haarausfall bei Frauen weiß Experte Wilhelmstötter: „DHT stört die Nährstoffzufuhr zu den Haarwurzeln.“ Die Haarfollikel werden kleiner, produzieren immer weniger und immer dünnere Haare, bis sie letztlich ganz verschwinden.

  • Kreisrunder Haarausfall:

Die Ursache für kreisrunden Haarausfall ist leider noch nicht abschließend geklärt. Vermutlich handelt es sich um eine Autoimmunreaktion: Abwehrzellen des Immunsystems richten sich gegen Zellen in den eigenen Haarwurzeln, wodurch die Haare an einer oder mehreren Stellen kreisrund ausfallen.

  • Diffuser Haarausfall:

Im Gegensatz zum kreisrunden Haarausfall fallen bei diffusem Haarausfall die Haare am gesamten Kopf aus. Eisenmangel kann eine Ursache dafür sein, genau wie Stress, die falsche Ernährung, bestimmte Medikamente, Infektionen sowie Hauterkrankungen oder Probleme mit der Schilddrüse.

Haarausfall bei Frauen: Was tun? Und was hilft wirklich?

„Einen bestimmten Status zu erhalten ist leichter, als etwas zu reparieren“, sagt Hautarzt Torzicky. Wichtigster Rat also: schnell handeln! Obwohl Haarausfall in manchen Fällen von alleine wieder aufhört – bei kreisrundem Haarausfall in etwa einem Drittel der Fälle, weiß der Experte – verschlechtert sich bei vielen Patientinnen die Situation mit der Zeit. Und weil auch der beste Arzt oder die beste Ärztin kaputte Haarwurzeln nicht reparieren kann, sollten Sie frühzeitig das tun:

  1. Blutwerte prüfen lassen

    Da Haarausfall die Folge eines Nährstoffmangels sein kann, lassen Sie zuallererst bei Hausarzt oder Hausärztin Ihre Blutwerte überprüfen. „Fallen Ihnen die Haare nur aus, weil Sie an einem Eisenmangel leiden, lässt sich das mit einer Substitution relativ unkompliziert wieder in den Griff kriegen“, sagt Experte Torzicky.

  2. Bei Hautarzt oder Hautärztin den Haarwurzelstatus checken

    Diagnostiziert werden viele Arten des Haarausfalls mit einem sogenannten TrichoScan. Das ist eine computergestützte Methode zur Bestimmung der Haardichte und des Haarwurzelstatus. Je nach Diagnose empfehlen sich unterschiedliche Therapien: Bei erblich bedingtem Haarausfall helfen eine Lösung oder ein spezieller Haarschaum mit dem Wirkstoff Minoxidil. „Minoxidil wirkt aber nur, wenn es über einen Zeitraum von mindestens sechs bis zwölf Monaten angewendet wird“, sagt Torzicky.

  3. Mittel gegen Haarausfall: Diese Shampoos helfen

    Um den Haarausfall einzubremsen, hilft die richtige Haarpflege: „Spezielle Shampoos mit Inhaltsstoffen wie Zink PCA schützen die Haarwurzel vor dem schädlichen DHT-Hormon“, sagt dm Qualitätstrainer Wilhelmstötter. Auch der Wirkstoff Aminexil kann bei erblich bedingtem Haarausfall helfen. „Aminexil erweicht Kollagene um die Haarfollikel und der Haarausfall wird unterbrochen.“ Wer seinen Haarwurzeln noch mehr Gutes tun will: Biotin und Gluco-Omega sind nährende Vitamine für die Haarwurzel, mit deren Hilfe sie sich schneller regeneriert.

  4. Kaschieren: Tipps und Tricks vom Profi

    Was viele tun können bei Haarausfall: optisch kaschieren. „Mein Tipp: Tragen Sie kurze Schnitte, dann wirkt die Frisur gleich kompakter und voller“, rät Wilhelmstötter. Das richtige Styling rundet den Look ab: Volumenshampoos erzeugen den Effekt von mehr Haaren, Trockenshampoos können helfen, wieder ein volles Haargefühl zu erzeugen. Und auch auf Haarspray sollten Sie nicht verzichten, um die Haare vor Witterungseinflüssen zu schützen. Denn sonst drohen feuchte Luft oder Regen die Frisur zu zerstören.

Unser Tipp

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