Dunkelhaarige Frau schneidet sich die Haare und die Stirnfransen selber.
Schnipp, schnapp, Haare ab

Zuhause Haare schneiden: 4 Dinge, auf die wir achten

Expertinnen sind wir in vielen Beauty-Anlegenheiten: Wir wissen, wie wir unsere Haare selber färben oder wie wir sie perfekt pflegen. Doch wenn es darum geht, die Haare zu schneiden, vertrauen wir bisher dem Profi. Zu Recht?

Eigentlich sind wir schon Expertinnen: Wir wissen, wie wir unsere Haare selber färben oder wie wir sie perfekt pflegen. Doch wenn es darum geht, die Haare selber zu schneiden, vertrauen wir bisher dem Profi.

Nicht nur die genialsten Frisuren des Jahres oder der Wunsch nach Veränderung treiben uns in die Hände des Figaros unseres Vertrauens, sondern vor allem der Umstand, dass wir uns beim Selberschneiden unserer Haare irgendwie machtlos fühlen. Immerhin gilt ein guter Schnitt als Königsdisziplin der Friseur-Kunst.

Haare selber schneiden: Was können Profis besser?

Haare zu schneiden ist zwar kein Hexenwerk, aber ein Handwerk. Und als solches will es gelernt und geübt sein. Bei einem Profi-Schnitt geht es nämlich nicht nur darum, die Haare zu kürzen, sondern sie in Form zu bringen und gesund zu erhalten. Und zwar angepasst an die individuellen Bedürfnisse des Kunden. Friseure und Friseurinnen kennen sich mit verschiedenen Haarstrukturen aus. Sie können einschätzen, wie Wirbel fallen und wie sie die Frisur beeinflussen.

Der Effekt: Vom Profi geschnittene Frisuren lassen sich daheim vom Laien leicht nachstylen. Und abgesehen kommt es nicht nur auf Übung und Routine an, wenn man sich die Haare selber schneiden will, sondern auf gutes Werkzeug. Vor allem die Schere muss höchste Qualität besitzen, damit die Strähnen wirklich glatt genschnitten und nicht gequetscht und damit beschädigt werden. Weiterer Vorteil vom Profi-Schnitt: Friseure und Friseurinnen kommen von allen Seiten gut an den Kopf heran. Genau das ist beim Selberschneiden nicht der Fall.

4 Tipps, wie wir Haare selber schneiden

1. Was können wir selbst zu Hause machen?

Eine professionell geschnittene Frisur holt das Beste aus der persönlichen Haarstruktur heraus, schenkt dem Kopf optisch eine harmonische Form und lässt sich von ihrem Träger leicht stylen. Dennoch spricht nichts dagegen hin und wieder selbst Hand anzulegen. Im Gegenteil: Gelegentliches Nachschneiden erhält Frisur und Haargesundheit.

Wenn wir uns die Haare selber schneiden, geht es nicht darum, der Frisur eine Form zu geben – das geht leider meist nach hinten los. Sondern darum, den Profi-Schnitt möglichst lange zu erhalten. Ziel ist es, herauswachsende oder brüchige Spitzen abzuschneiden – ohne dabei die Grundform des Schnitts zu verändern. Der Effekt: Die Frisur sieht wieder frisch und gepflegt aus. Und die Haare sind vor weiterem Ausfransen und Spliss geschützt.

2. Wie oft sollen wir uns die Haare selber schneiden?

Nicht nur weil die Haare permanent wachsen und die Frisur mit der Zeit aus der Form gerät, sondern vor allem auch, weil Spitzen durch Trockenheit oder dem Reiben an Kleidung brüchig werden können, ist ein regelmäßiger Schnitt nötig. Hierbei gilt es jedoch zu unterscheiden: Ein echter Formschnitt vom Profi ist – je nach Haartyp – nicht öfter als alle sechs bis acht Wochen notwendig.

Ein so genanntes „Dusting“, also das Korrigieren herauswachsender Spitzen, sollte hingegen circa alle drei Wochen durchgeführt werden. Es funktioniert bei Haaren ab Schulterlänge, egal ob lockig oder glatt.

Viele Kundinnen und Kunden können den nächsten Besuch beim Figaro – samt Kopfmassage und Wohlfühl-Effekt – nämlich kaum abwarten. Und keine Sorge: Das müssen sie auch nicht: Wer häufiger als alle sechs bis acht Wochen zum Profi gehen will, soll das ruhig tun. Dann übernimmt er das Dusting. Und natürlich das Verwöhnprogramm. Herrlich!

3. Wann hilft der Dusting-Trick?

Für ein gelegentliches Dusting braucht man keinen Profi, sondern lediglich eine gute Technik. Mit diesem Trick funktioniert der Spitzen-Schnitt kinderleicht: Die Haare werden zu einem strengen Pferdeschwanz zusammen gebunden. Wichtig hierbei: Der Pferdeschwanz muss absolut mittig auf dem Hinterkopf sitzen.

Nun zieht man die Längen gerade und straff nach oben über den Kopf. Die Spitzen, die nun ungleichmäßig und/oder brüchig aus dem Pferdeschanz herausragen werden mit einer scharfen Schere gekürzt. Fertig ist das Dusting. Und schon kann der nächste Friseurtermin noch ein wenig warten. Jedenfalls, wenn man sich das so wünscht.

4. Was ist wichtig, wenn wir die Haare selber schneiden?

  • Trocken schneiden: Trocknes Haar fällt grundsätzlich anders als nasses. Laien tun sich leichter, wenn sie das Haar im trockenen Zustand schneiden, da sie so direkt sehen können wie die Frisur fällt.
  • Vorher waschen: Fettige Haaransätze lassen die Frisur platter wirken und das Haar nicht so weich und gleichmäßig fallen wie nach der Wäsche. Vor dem Haare schneiden sollte daher immer eine Wäsche stattfinden. Dann noch gründlich trocken föhnen und schon kann es los gehen.
  • Profi-Schere nutzen: Gutes Werkzeug ist wirklich wichtig. Nur spezielle Haarscheren haben gerade und scharfe Klingen, die das Haar perfekt schneiden. Die Investition lohnt sich.
  • Schere richtig halten: Die Schere sollte niemals waagerecht zu den Haarspitzen gehalten werden, sondern immer senkrecht. Die Schnittstelle wirkt dadurch nämlich nicht akkurat glatt, sondern etwas natürlicher, aber dennoch gleichmäßig.

Unser Tipp

Unsere Expertinnen und Experten in den dm friseurstudios wissen, wie Haareschneiden richtig geht – und freuen sich über Ihren Besuch!

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