Beikoststart ohne Stress: Eine Expertin beantwortet die wichtigsten Fragen
Mund auf, rein damit – so unkompliziert läuft der Beikoststart in den wenigsten Fällen ab. Welche Empfehlungen sind wirklich sinnvoll? Und wo stressen sich Eltern (und den Nachwuchs) unnötig? Eine Diätologin und Ernährungswissenschafterin beantwortet die wichtigsten Fragen zum Beikoststart.
Inhaltsverzeichnis
- Wann ist mein Baby wirklich bereit für den Beikoststart?
- Muss ich beim Beikoststart mit dem Abstillen beginnen?
- Was kann ich tun, wenn mein Baby die Beikost verweigert?
- Wie hoch ist das Risiko für Eisenmangel bei Babys?
- Kann man bei der Beikost viel falsch machen?
- Mit welchem Brei sollte ich zum Beikoststart beginnen?
- Sind Gläschen oder selbstgekochter Brei besser fürs Baby?
- Ist Baby-led Weaning für den Beikoststart geeignet?
Adelina Schnider, BBBSc. hat sich als Ernährungswissenschafterin und Diätologin auf Schwangerschaft, Stillzeit, Beikost und Kinderernährung spezialisiert und begleitet Eltern in persönlichen Beratungen oder via Online-Beikostkurs in dieser spannenden Zeit.
Essen lernen ist ein Abenteuer, das eigentlich Spaß und Freude machen soll. Doch viele Eltern sind rund um den Beikoststart verunsichert. Gerade erst hatte man das Stillen bzw. das Fläschchengeben richtig drauf, da stellen sich mit der ersten festeren Nahrung schon wieder tausend Fragen. Wir haben mit der Diätologin und Ernährungswissenschaftlerin Adelina Schnider darüber gesprochen.
Beim Beikoststart ist es normal, dass Babys wenig essen. Bis das Baby ganze Mahlzeiten verdrückt, kann ein langer Zeitraum vergehen. „Eltern sollten sich und ihrem Kind da keinen Druck machen und einfach weiter Beikost anbieten, bis ihr Kind mehr Lust darauf hat“, betont die Expertin. Sind Mama oder Papa zu gestresst beim Thema Essen, dann wirkt sich das logischerweise auch aufs Baby aus. Zudem haben Erwachsene oft einen falschen Eindruck davon, welche Mengen für Babys normal sind. „In meinen Beratungen sehe ich häufig, dass es nur in der Wahrnehmung der Eltern so ist, dass das Baby zu wenig Beikost zu sich nimmt“, so Schnider. Vor allem die Einheitsgrößen von Gläschen und Babymenüs verleiten dazu, zu denken, dass jedes Baby diese Portion essen muss.
Übrigens gilt nicht die Regel, dass man das Füttern nach dem Beikoststart auch durchziehen muss. „Es ist recht normal, dass das Baby plötzlich verweigert oder weniger isst“, beruhigt die Diätologin. Gerade beim Zahnen oder bei einer vorübergehenden Krankheit kann es vorkommen, dass die Kleinen wieder zur gewohnten Ernährung mit Muttermilch oder Pre-Nahrung zurückkehren. Am besten ist es laut der Expertin, einfach weiterhin kleine Mengen Essen anzubieten, ohne Druck aufzubauen.
„Wenn allerdings ein Baby bis zum neunten Lebensmonat wirklich so gar kein Interesse an der Beikost zeigt und nichts anderes als Muttermilch oder Pre-Nahrung zu sich nimmt, muss man sich die Eisenversorgung genauer anschauen“, betont Schnider. In so einem Fall sollten Mamas und Papas im Rahmen der regelmäßigen Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen das Thema Beikost beim Kinderarzt bzw. der Kinderärztin ansprechen.
„Wie gut die Eisenspeicher des Babys gefüllt sind, hängt auch von anderen Umständen ab als von der Ernährung“, sagt die Ernährungswissenschafterin. Faktoren sind etwa die Versorgung in der Schwangerschaft, Frühgeburtlichkeit oder der Zeitpunkt der Abnabelung der Plazenta. Auch der Geburtsmodus (vaginale Geburt oder Kaiserschnitt) kann eine Rolle spielen.
Wenn Eltern den Verdacht auf Eisenmangel haben, kann ein einfacher Fingerkuppentest in der Kinderarztpraxis durchgeführt werden, wo ein bisschen Blut abgenommen wird, um die Werte zu bestimmen. „Alleine durch eine eisenreiche Ernährung schafft man es in der Regel nicht, einen Mangel auszugleichen. Deshalb muss in diesen Fällen supplementiert werden“, sagt Schnider. Erfahrungsgemäß wird durch die Eisensupplementierung auch die Lust aufs Essen beim Baby größer. Denn mangelnder Appetit kann ein Symptom für Eisenmangel sein, genauso wie Blässe, Müdigkeit und schlechte Gewichtszunahme.
Grundsätzlich ist Eisenmangel aber bei gesunden, reif geborenen Kindern in westlichen Ländern selten. In Europa haben je nach Region zwischen fünf und zwanzig Prozent der Kinder im Alter von ein bis drei Jahren einen Eisenmangel. Wobei die Zahlen in (süd-)osteuropäischen Ländern höher sind. Dort ist das Trinken von Kuhmilch als Ersatz für Muttermilch im ersten Lebensjahr weiter verbreitet als in anderen europäischen Ländern – und Kuhmilch zählt zu den wichtigsten Auslösern von Eisenmangel bei Säuglingen und Kleinkindern. (Mehr konkrete Zahlen zu Eisenmangel und Eisenmangelanämie bei Babys und Kleinkindern gibt’s hier.)
Bei einigen Lebensmitteln herrscht jedoch Konsens darüber, dass sie für Babys ungeeignet sind. Viele dieser Lebensmittel-Tabus decken sich mit den Ernährungsempfehlungen für die Schwangerschaft.
Für Babys ungeeignete Lebensmittel sind:
Wer anstatt Brei beim Beikoststart auf Fingerfood setzt, sollte zudem darauf achten, dass die Nahrung kein Verschluckungsrisiko darstellt. Nüsse sollten Babys nur gerieben oder als Mus angeboten werden. Früchte mit einer prallelastischen Oberfläche (wie z.B. Trauben oder Heidelbeeren) sollten geviertelt werden.
Wann ist mein Baby wirklich bereit für den Beikoststart?
„Der Beikoststart sollte nicht vor dem Alter von 17 Wochen, aber auch nicht erst nach 26 Lebenswochen stattfinden“, sagt die Expertin. Innerhalb dieses Zeitraums liegt es an den sogenannten Reifezeichen, ob das Baby schon bereit für Beikost ist.- Hand-Mund-Koordination: Das Baby kann mit der Hand Dinge greifen und zum Mund führen.
- Nachlassender Zungenstoßreflex: Schiebt das Baby zu viel Essen wieder aus dem Mund, ist es eindeutig noch nicht so weit. „Ab Ende des vierten Lebensmonats kann man den Zungenstoßreflex immer wieder mal selbst überprüfen, um eine Tendenz zu erkennen“, rät Schnider. So geht’s: Einen Daumen oder die gebogene Hinterseite eines Löffels auf die Unterlippe des Babys legen.
- Rumpf- und Kopfkontrolle: Das Baby sollte beim Beikoststart halbwegs aufrecht sitzen können, etwa mit Unterstützung eines Hochstuhls oder am Schoß eines Elternteils. Dabei darf das Baby nicht nach vorne einsacken.
Muss ich beim Beikoststart mit dem Abstillen beginnen?
„Grundsätzlich ist es nicht so gedacht, dass die Beikost die Muttermilch oder die Pre-Nahrung ersetzt. Diese sind weiterhin im ersten Lebensjahr des Kindes die Hauptnahrung“, erklärt Schnider. Ab dem sechsten Lebensmonat wird aber die Aufnahme von Eisen und Jod über die Nahrung wichtig. (Mehr zum Thema Eisenmangel bei Babys weiter unten.)Beim Beikoststart ist es normal, dass Babys wenig essen. Bis das Baby ganze Mahlzeiten verdrückt, kann ein langer Zeitraum vergehen. „Eltern sollten sich und ihrem Kind da keinen Druck machen und einfach weiter Beikost anbieten, bis ihr Kind mehr Lust darauf hat“, betont die Expertin. Sind Mama oder Papa zu gestresst beim Thema Essen, dann wirkt sich das logischerweise auch aufs Baby aus. Zudem haben Erwachsene oft einen falschen Eindruck davon, welche Mengen für Babys normal sind. „In meinen Beratungen sehe ich häufig, dass es nur in der Wahrnehmung der Eltern so ist, dass das Baby zu wenig Beikost zu sich nimmt“, so Schnider. Vor allem die Einheitsgrößen von Gläschen und Babymenüs verleiten dazu, zu denken, dass jedes Baby diese Portion essen muss.
Was kann ich tun, wenn mein Baby die Beikost verweigert?
Verhält sich das Baby sehr zögerlich beim Beikoststart, können Eltern sanft nachhelfen, um dem Appetit auf festere Nahrung auf die Sprünge zu helfen. Oft funktioniert es gut, vor einer geplanten Beikostmahlzeit ein gewisses Zeitfenster einzuhalten, in dem weder gestillt noch die Flasche angeboten wird. So kann das Baby Hunger aufbauen. Nach der Beikost wird gestillt oder die Flasche gegeben. „Zu lange darf man das Zeitfenster allerdings nicht ausdehnen, weil ein sehr hungriges Baby die Beikost meistens nicht so gut annimmt. Hier muss man ein bisschen ausprobieren, was am besten klappt“, erklärt die Ernährungswissenschaftlerin.Übrigens gilt nicht die Regel, dass man das Füttern nach dem Beikoststart auch durchziehen muss. „Es ist recht normal, dass das Baby plötzlich verweigert oder weniger isst“, beruhigt die Diätologin. Gerade beim Zahnen oder bei einer vorübergehenden Krankheit kann es vorkommen, dass die Kleinen wieder zur gewohnten Ernährung mit Muttermilch oder Pre-Nahrung zurückkehren. Am besten ist es laut der Expertin, einfach weiterhin kleine Mengen Essen anzubieten, ohne Druck aufzubauen.
„Wenn allerdings ein Baby bis zum neunten Lebensmonat wirklich so gar kein Interesse an der Beikost zeigt und nichts anderes als Muttermilch oder Pre-Nahrung zu sich nimmt, muss man sich die Eisenversorgung genauer anschauen“, betont Schnider. In so einem Fall sollten Mamas und Papas im Rahmen der regelmäßigen Eltern-Kind-Pass-Untersuchungen das Thema Beikost beim Kinderarzt bzw. der Kinderärztin ansprechen.
Wie hoch ist das Risiko für Eisenmangel bei Babys?
Insbesondere stillende Mütter bekommen rund um den Beikoststart zu hören, dass die Muttermilch nicht mehr ausreichend Nährstoffe für ihr Baby bietet. Tatsächlich enthält Muttermilch im Vergleich zu anderen Lebensmitteln (und auch im Vergleich zu Pre-Nahrung) wenig Eisen. Dieses Eisen in der Muttermilch kann aber besonders gut vom Körper aufgenommen werden. Dafür sorgt zum Beispiel das in der Muttermilch enthaltene Protein Lactoferrin.„Wie gut die Eisenspeicher des Babys gefüllt sind, hängt auch von anderen Umständen ab als von der Ernährung“, sagt die Ernährungswissenschafterin. Faktoren sind etwa die Versorgung in der Schwangerschaft, Frühgeburtlichkeit oder der Zeitpunkt der Abnabelung der Plazenta. Auch der Geburtsmodus (vaginale Geburt oder Kaiserschnitt) kann eine Rolle spielen.
Wenn Eltern den Verdacht auf Eisenmangel haben, kann ein einfacher Fingerkuppentest in der Kinderarztpraxis durchgeführt werden, wo ein bisschen Blut abgenommen wird, um die Werte zu bestimmen. „Alleine durch eine eisenreiche Ernährung schafft man es in der Regel nicht, einen Mangel auszugleichen. Deshalb muss in diesen Fällen supplementiert werden“, sagt Schnider. Erfahrungsgemäß wird durch die Eisensupplementierung auch die Lust aufs Essen beim Baby größer. Denn mangelnder Appetit kann ein Symptom für Eisenmangel sein, genauso wie Blässe, Müdigkeit und schlechte Gewichtszunahme.
Grundsätzlich ist Eisenmangel aber bei gesunden, reif geborenen Kindern in westlichen Ländern selten. In Europa haben je nach Region zwischen fünf und zwanzig Prozent der Kinder im Alter von ein bis drei Jahren einen Eisenmangel. Wobei die Zahlen in (süd-)osteuropäischen Ländern höher sind. Dort ist das Trinken von Kuhmilch als Ersatz für Muttermilch im ersten Lebensjahr weiter verbreitet als in anderen europäischen Ländern – und Kuhmilch zählt zu den wichtigsten Auslösern von Eisenmangel bei Säuglingen und Kleinkindern. (Mehr konkrete Zahlen zu Eisenmangel und Eisenmangelanämie bei Babys und Kleinkindern gibt’s hier.)
Kann man bei der Beikost viel falsch machen?
Hier hat die Ernährungswissenschafterin beruhigende Worte für besorgte Eltern parat: „Weltweit unterscheiden sich die Beikost-Empfehlungen zum Teil sehr stark. Daran sieht man, dass es eben nicht in allen Fragen ein Richtig oder Falsch gibt.“Bei einigen Lebensmitteln herrscht jedoch Konsens darüber, dass sie für Babys ungeeignet sind. Viele dieser Lebensmittel-Tabus decken sich mit den Ernährungsempfehlungen für die Schwangerschaft.
Für Babys ungeeignete Lebensmittel sind:
- Alkohol und Koffein
- Salz und scharfe Gewürze wie Chili
- verarbeitete Fleischwaren, u.a. weil sie viel Salz enthalten
- Zucker und Zuckerersatz: Zucker bringt „leere“ Kilokalorien und fördert zudem Karies.
- Honig: Als rohes Produkt kann Honig Sporen enthalten, die der Magen des Babys nicht unschädlich machen kann. In seltenen Fällen kann es zum sogenannten Säuglingsbotulismus kommen, einer potenziell lebensbedrohlichen Infektion.
- rohe und nicht pasteurisierte tierische Produkte: Rohmilch sowie rohes Fleisch können gefährliche Infektionen mit Salmonellen, Listerien und anderen Krankheitserregern auslösen.
- Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt und Hecht: Diese Fischarten weisen oft eine hohe Quecksilberbelastung auf, was schädlich für die Leber ist.
- Reisdrinks: Dieser Milchersatz kann mit Arsen belastet sein.
Wer anstatt Brei beim Beikoststart auf Fingerfood setzt, sollte zudem darauf achten, dass die Nahrung kein Verschluckungsrisiko darstellt. Nüsse sollten Babys nur gerieben oder als Mus angeboten werden. Früchte mit einer prallelastischen Oberfläche (wie z.B. Trauben oder Heidelbeeren) sollten geviertelt werden.
Lesen Sie hier, wie viel Zucker am Tag für Kinder eine Diätologin empfiehlt.
Mit welchem Brei sollte ich zum Beikoststart beginnen?
In vielen Beikost-Ratgebern wird empfohlen, anfangs einen Brei mit Gemüse, Stärke (z.B. Kartoffeln, Nudeln, Getreide) sowie einer Eiweiß- und Eisenquelle (z.B. Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte) einzuführen. Erst danach sollen Milch-Getreide-Breie dazukommen. „Das hat den Grund, dass die erste Mahlzeit Eisen liefern soll. Kalzium wird ohnehin über die Muttermilch oder die Pre-Nahrung aufgenommen“, erklärt Schnider.Tolle Eisenlieferanten sind etwa Fleisch, Nüsse oder hartgekochter Eidotter. Auch geriebene Kürbiskerne, gut gekochte und pürierte Linsen oder Edamame können den Brei anreichern. „Es muss also nicht immer das Fleisch die Eisenquelle sein“, plädiert die Diätologin für Abwechslung auf Babys Speiseplan.
Sind Gläschen oder selbstgekochter Brei besser fürs Baby?
Pauschal lässt sich das nicht beantworten, denn es kommt auf die Vorlieben und die Alltagsumstände der jeweiligen Familie an. „Es ist keine Alles-oder-nichts-Frage. Man kann auch gekaufte Gläschen, selbstgekochten Brei und Mitessen am Familientisch kombinieren“, sagt Schnider.Gläschen sind vor allem unterwegs praktisch, weil sie in jedem Drogeriemarkt schnell gekauft werden können. Sie sind pasteurisiert und müssen deshalb nicht einmal aufgewärmt werden, wenn sie frisch (!) geöffnet werden. Zudem sind sie meistens optimal zusammengestellt. Wer Brei selbst kocht, muss die Nährwerte selbst im Blick haben.
Dafür ist die Vielfalt oft größer, wenn der Brei selbst gekocht wird. Durch die gewohnten Geschmäcker und Zutaten könnte auch der Übergang zur Familienkost nach der Breizeit leichter fallen. „Wenn man sehr häufig oder ausschließlich Gläschen füttert, sollte man auf Abwechslung und Vielfalt achten. Denn die Gläschen und Babymenüs ähneln sich doch recht stark“, empfiehlt die Expertin.
Zudem beobachtet sie in ihren Beratungen häufig, dass viele Eltern bei den liebgewonnenen Gläschensorten für die Altersgruppe sechstes oder siebtes Monat bleiben. „Es ist jedoch wichtig, das Baby mit der Zeit an stückigere Konsistenzen zu gewöhnen“, betont Schnider. „Es gibt Studien, die einen Zusammenhang mit dem späteren Essverhalten nahelegen. Demnach zeigen Kinder, die erst mit neun, zehn Monaten mit anderen Konsistenzen vertraut gemacht wurden, mit sieben Jahren vermehrt selektives Essverhalten, sind also wählerischer.“
Wichtig ist bei Brei – egal, ob selbst gekocht oder gekauft –, dass pro 100 Gramm Brei ein bis zwei Teelöffel Öl enthalten sind. „Das macht einen großen Unterschied beim Energiegehalt“, erklärt die Diätologin.
Ist Baby-led Weaning für den Beikoststart geeignet?
Beim Baby-led Weaning (BLW) wird das Baby nicht gefüttert, sondern bekommt Nahrungsmittel angeboten, die es selbständig essen kann. Die Hauptkritikpunkte bei ausschließlichem BLW sind das höhere Verschluckungsrisiko und die Tatsache, dass die Babys eher einen Eisenmangel entwickeln und oft nicht so gut an Gewicht und Größe zulegen wie Babys, die Brei essen. „Ich bin ein großer Fan davon, Brei und Baby-led Weaning zu kombinieren“, sagt Schnider. „Grundsätzlich kann man aber auch ausschließlich Fingerfood anbieten, wenn man gut informiert ist.“Verschluckungsrisiko bei BLW
Um das Verschluckungsrisiko zu minimieren, sollten Eltern folgende Tipps beherzigen:- Das angebotene Essen sollte sich zwischen Daumen und Zeigefinger zerdrücken lassen. „Das entspricht ungefähr dem Druck, den das Baby mit seiner Zunge gegen den Gaumen erzeugen kann. Dann hat das Essen die passende Konsistenz und ist sicher für das Baby“, erklärt die Diätologin.
- Nüsse sollten nur in geriebener Form oder als Mus angeboten werden.
- Früchte mit einer prallelastischen Oberfläche (wie z.B. Trauben oder Heidelbeeren) sollten nicht nur halbiert, sondern geviertelt werden.
- Das Baby muss beim Essen stets beaufsichtigt werden.
- Das Baby muss beim Essen aufrecht sitzen. Eine Wippe ist beim BLW ungeeignet.