Active Beauty
Komm, wir gehen raus – ins Museum
Text:
Lesedauer: min
Freiluft-Kunst

Komm, wir gehen raus – ins Museum

Zusammenfassung Im Sommer kann man Kunst im Freien genießen. Zehn Orte laden zu Erkundungen ein: 1. **Skulpturenpark in Premstätten, Österreich**: Über 80 Skulpturen in einer grünen Landschaft bei Graz. Freier Eintritt, 10-20 Uhr. 2. **Kunstbiennale in Venedig, Italien**: 111 Künstler präsentieren Werke in Venedig. Eintritt ab 30 Euro, 11-19 Uhr. 3. **Europäische Kulturhauptstadt 2026 Trenčín, Slowakei**: Kunst und Kultur überall in der Stadt. Infos: trencin2026.eu. 4. **Experimentelle Kunst in Zadar, Kroatien**: Meeresorgel und Sonnenlichtshow. Freier Eintritt. 5. **Streetart in Estavayer-le-Lac, Schweiz**: Rundgang mit über 20 Kunstwerken. Freier Eintritt. 6. **Skulpturenpark Naghyharsányi, Ungarn**: Kalksteinskulpturen in einem alten Steinbruch. Freier Eintritt, 9-19 Uhr. 7. **Urbane Kunst in Prag, Tschechien**: Streetart und provokative Kunstwerke. Freier Eintritt. 8. **Freilichtmuseum Bukovička Banja, Serbien**: Park mit Steinplastiken. Freier Eintritt. 9. **Metal-Art in Ravne, Slowenien**: Stahlskulpturen aus der Eisenindustrie. Freier Eintritt. 10. **UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Deutschland**: Industrieanlage mit Lichtinstallationen und Kunstwerken. Eintritt ab 17 Euro.

Diese Zusammenfassung wurde mit KI erstellt und menschlich kontrolliert

Wer im Sommerurlaub am liebsten im Freien ist, muss auf Kunstgenuss nicht verzichten. Ob Biennale, Skulpturenpark oder Streetart-Spaziergang – diese 10 Destinationen laden zu tollen Open-Air-Entdeckungen ein.

1. Skulpturenpark in Premstätten (Österreich)


Wer die idyllische Hügellandschaft der Steiermark erkunden möchte, sollte unbedingt einen Abstecher in den Österreichischen Skulpturenpark in Premstätten nahe der Landeshauptstadt Graz einplanen. Der Park entstand auf dem sieben Hektar großen Gelände der Internationalen Gartenschau 2000, das Landschaftsarchitekt Dieter Kienast als grünes Labyrinth aus geometrischen Formationen, Lotus- und Seerosenteichen gestaltet hatte. Hier befinden sich heute über 80 Skulpturen österreichischer und internationaler Kunstschaffender. Der Weg führt vorbei an Erwin Wurms „Fat House“ (Bild) oder Nancy Rubins „Airplane Parts & Hills“, die in konstanter Wechselbeziehung mit der Natur stehen. Gastbeiträge ergänzen die Installationen – 2026 zu sehen: „Ver/Entwurzelungen“ von Daniela Brasil, ein Garten mit exotischen, „migrierten“ Pflanzen.

Freier Eintritt. Öffnungszeiten: 10 bis 20 Uhr. Infos: museum-joanneum.at/skulpturenpark.

2. Kunstbiennale in Venedig (Italien)


Gerades Jahr? Wunderbar, denn dann richtet La Serenissima wieder die Biennale Arte aus (heuer bis einschließlich 22. November). Die renommierte Ausstellung wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts ins Leben gerufen, um Kunst aus aller Welt eine Bühne zu geben. Gut 130 Jahre später hat das Format nichts an seiner Bedeutung verloren: Diesmal präsentieren 111 Kunstschaffende, Duos, Kollektive und Organisationen ihre Kreationen unter dem Leitthema „In Minor Keys“ (wörtlich übersetzt: In Moll) in zig Schauplätzen der Lagunenstadt. Bespielt werden wie immer die Giardini della Biennale (Bild), ein weitläufiger Park mit Pavillons, – und auch in den Außenbereichen des einstigen Werftareals Arsenale und des Forte Marghera werden Freiluftfans fündig. Mit ihrem Projekt des Unterwasser-Themenparks „Seaworld Venice“ im Österreich-Pavillon sorgt Choreografin und Performance-Künstlerin Florentina Holzinger für großes Aufsehen. Übrigens: 2026 finden auch die Biennalen für Theater, Tanz, Film und Musik statt.

Eintritt: ab 30 Euro. Öffnungszeiten Giardini/Arsenale: 11 bis 19 Uhr. Infos: labiennale.org.

3. Europäische Kulturhauptstadt 2026 Trenčín (Slowakei)


Neben Oulu in Finnland darf sich dieses Jahr auch Trenčín mit dem Titel „European Capital of Culture“ schmücken. Ob Theater, Ausstellungen, Workshops, Open-Air-Kino, Food-Festivals oder Konzerte: Kunst und Kultur beleben 2026 jede Ecke der 54.000-Seelen-Stadt. Als Knotenpunkt dient dabei der Friedensplatz in der Altstadt mit ihren Barockbauten. Aber auch die über Trenčín thronende Burg und die alte Eisenbahnbrücke – die als „Fiesta Bridge“ eigens in ein Areal mit Shops, Bars und Galerien verwandelt wurde – sind feste Bestandteile des Kulturjahres. Wer nach Kunst im öffentlichen Raum Ausschau hält, wird allerorts fündig, von Unterführungen (im Bild die Installation „Gentle Underpass“ von Martin Jenča, Martin Péchy, Tomáš Tholt und Danica Pišteková) bis hin zu Wohnsiedlungen; sogar eigene Bike-Touren werden hierfür angeboten. Die Reise lohnt übrigens über 2026 hinaus, denn das Kulturjahr soll das Stadtbild langfristig positiv prägen.

Alle Infos zum kulturellen Angebot: trencin2026.eu.

4. Experimentelle Kunst-Installationen in Zadar (Kroatien)

In der Hafenstadt Zadar liegen gleich zwei Open-Air-Kunstobjekte nebeneinander. Sie entstanden im Zuge der Neugestaltung der Promenade vor rund 20 Jahren und stammen beide von Architekt Nikola Bašić.

Meeresorgel

Die Meeresorgel ist Treffpunkt, Sitzmöglichkeit und Kunstinstallation in einem. Ihre breiten, zum Meer hinabführenden Sunset-Stufen laden Einheimische wie Touristen zum Verweilen ein – und zum Lauschen eines experimentellen Konzerts. Unter den Marmorstufen verborgen sind 35 Rohre unterschiedlicher Längen und Durchmesser. An einem Ende gelangt durch die natürliche Wellenbewegung Wasser, das am anderen Ende über dem Meeresspiegel Luft über Orgelpfeifen entweichen lässt. So entstehen Töne. Je nach Länge und Frequenz der Wellen werden dadurch live und ununterbrochen immer wieder neue Melodien komponiert. Das künstlerische Musikobjekt wurde 2005 errichtet und ein Jahr danach mit dem European Prize for Urban Public Space prämiert.

Freier Eintritt. Frei zugänglich. Infos: zadar.travel.

Gruß an die Sonne

Nachdem man die Sonne auf den Stufen der Meeresorgel sitzend verabschiedet hat, kann man nur ein paar Schritte weiter das nächste Schauspiel bestaunen. Im Boden eingebettet ist hier ein Kreis mit 22 Meter Durchmesser bestehend aus 300 mehrschichtigen, gläsernen Solarzellen. Diese speichern die Sonnenenergie des Tages und erzeugen damit nach Sonnenuntergang eine spektakuläre Lichtshow. Und nicht nur das: Die Photovoltaik-Elemente tragen mit dem von ihnen produzierten Strom – immerhin mehrere Tausend Kilowattstunden pro Jahr – zur Beleuchtung entlang der Promenade bei.

Freier Eintritt. Frei zugänglich. Infos: zadar.travel.

5. Streetart-Rundweg ArtiChoke in Estavayer-le-Lac (Schweiz)


Im mittelalterlichen Städtchen Estavayer-le-Lac in der französischen Schweiz wurde 2019 in Zusammenarbeit dem Verein ArtMur Initiator der Kunstparcours „ArtiChoke“ initiiert. Der Rundgang lädt das ganze Jahr über ein, zwischen den historischen Gassen und dem Neuenburgersee zu flanieren und dabei die mehr als 20 Originalwerke zu entdecken. Fassaden, Tore, Passagen und sogar Pflastersteine wurden von zeitgenössischen Kunstschaffenden mit ganz unterschiedlichen Stilen und Herangehensweisen gestaltet, wie die grafische Wandskulptur „Cycle Astarl“ der französischen Künstlerin Maria Saudin alias Mademoisselle Maurice aus 760 Origamis. Oder das kontrastreiche Fresko „Fail and Mat“, das der ehemalige Graffiti-Künstler Antoine Guignard alias LPVD*A lediglich durch Abschleifen von Holz geschaffen hat.

Freier Eintritt. Frei zugänglich. Infos: fribourg.ch, Broschüre mit Infos und Karte

6. Skulpturenpark Naghyharsányi (Ungarn)

Dass Kunst auch an unerwarteten Orten stattfinden kann, zeigt sich in der Region Villany. Das „Bordeaux des Ostens“, bekannt für seine Rotweine, beherbergt inmitten eines ehemaligen Steinbruchs in Naghyharsányi einen Skulpturenpark. Er versammelt vor der Kulisse des Szársomlyó-Berges rund 130 Werke aus Kalkstein. Bereits die Römer schlugen diesen aus den Hängen; ab 1910 baute man das Material für die Zementherstellung ab. Als der Bruch in den 1960er-Jahren stillgelegt wurde, nutzte ein Bildhauersymposium den Kalk für sein Schaffen. Seitdem meißeln dort internationale Plastikerinnen und Plastiker neue Kunstobjekte, darunter der gigantische Daumen des ungarischen Bildhauers István Bencsik. Im Sommer kann man vor der Weinverkostung entlang des Panoramawegs spazieren, die Monumente bestaunen – und mit etwas Glück Kreative bei der Arbeit beobachten.

Freier Eintritt. Öffnungszeiten: 09 bis 19 Uhr. Infos: ddnp.hu.

7. Urbane Kunst in Prag (Tschechien)

Die tschechische Hauptstadt im Herzen des Landes ist eine echte Fundgrube für Fans von Streetart. Zwischen Häuserschluchten, auf Wänden und Dächern, in Parks und auf Grünflächen findet man in ganz Prag Sprühbilder, Wandgemälde und Skulpturen verschiedenster Größen und Stile. Zu den auffälligsten Murals zählen etwa David Strauzz’ teils pointillistisch anmutende Porträts – darunter das großformatige Frauenantlitz „Untitled“ an der ČSOB-Zentrale (Bild) – oder die monumentalen Fassadenkunstwerke des Künstlers ChemiS. Ikonisch ist auch die John-Lennon-Wall, eine Graffiti-Wand, die sich seit den 1980er-Jahren im Wandel befindet. Keinesfalls verpassen sollte man das Œuvre von Aktionskünstler David Černý, dessen provokative Arbeiten seit den frühen 1990ern das Stadtbild prägen – darunter Werke wie „Lilith“, eine 24 Meter hohe Frauen-Statue mit drehbarem Kopf.

Freier Eintritt. Frei zugänglich. Infos: ghmp.cz.

8. Freilichtmuseum Bukovička Banja (Serbien)

Im etwa eine Autostunde von Belgrad entfernten Aranđelovac kann man die Lust nach Entspannung ganz einfach mit einem Kunst-Trip verknüpfen: im Kur- und Parkareal Bukovička Banja. Offiziell 1836 gegründet, avancierte der Kurort mit seinen mineralhaltigen Quellen schnell zum beliebten Rückzugsort, den sogar die serbische Fürstenfamilie oft aufsuchte. Um die Badehäuser wurde ein weitläufiger Park angelegt, mit gewundenen Wegen, gesäumt von Bäumen und Blumenbeeten. 1966 wurden die 22 Hektar Grün mit Steinplastiken des Symposiums „White Venčac“ bereichert. Im Laufe der Jahre haben sich zig Kreative mit Marmor-Werken verewigt, darunter Lynn Chadwick, Giò Pomodoro und Shlomo Selinger (Bild). Heute reicht die Kollektion von Obelisken über Büsten serbischer Herrscher bis hin zu Löwen und Sphinxen.

Freier Eintritt. Frei zugänglich. Infos: bukovickabanja.rs.

9. Metal-Art-Schau in Ravne (Slowenien)


Beim Spaziergang durch das beschauliche Ravne na Koroškem in Slowenisch-Kärnten stößt man immer wieder auf meisterhafte Stahlskulpturen. Sie zeugen von der reichen Vergangenheit des Ortes, der über 300 Jahre lang von der Eisenproduktion lebte. Kreiert wurden die Objekte im Zuge des Symposiums „Forma Viva“. Über die Jahre hinweg – ab 1964, zuletzt 2014 – lud man zahlreiche Bildhauerinnen und Bildhauer aus insgesamt 15 Ländern ein. Gemeinsam mit den Meistern des Stahlwerks schufen diese über 30 Metallkreationen wie „Meteorite“ von Johannes Vogl (Bild), die im gesamten Ort platziert wurden. Für Einheimische gehören sie längst zur gewohnten Kulisse und tragen inoffizielle Beinamen wie „Schnecke“. Auch abseits der Kunst lockt Ravne, etwa mit Ausflügen ins Bergwerk Unterwelt Peca.

Freier Eintritt. Frei zugänglich. Infos: fvr.si.

10. UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte (Deutschland)

Das weltweit einzige vollständig erhaltende Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung in der saarländischen Stadt Völklingen findet heute seine Bestimmung als Schauplatz für Ausstellungen, Festivals und Konzerte.


Lichtinstallation


Die historischen Industrieanlagen werden seit 1999 durch Lichtinstallationen von Hans-Peter Kuhn und Michael Seyl illuminiert. 2021 wurden die alten Leuchtkörper gegen energieeffizientere LED-Strahler getauscht.


Paradies


Im mehr als sieben Hektar großen Außengelände hat sich die Natur ihren Platz zurückerobert. Eindrucksvoll belegt dies die Wildnis des Paradieses auf dem Areal der ehemaligen Kokerei. Über verschlungene Pfade und zwischen Birken und Schmetterlingsflieder gelangt man zu Kunstwerken wie dem Urban Art-Leoparden des Künstlers Masko oder Ottmar Hörls zehn Meter hoher Monumentalskulptur „King Kong“.

Eintritt: ab 17 Euro. Öffnungszeiten 10:00–18:30/17:30 Uhr. Infos: voelklinger-huette.org.
Leider haben wir keine Ergebnisse für Ihre Suche gefunden. Bitte versuchen Sie es mit anderen Suchbegriffen.