40 simple Tipps, wie wir im Alltag Strom sparen
Man muss nicht sofort neue Haushaltsgeräte kaufen, um Strom zu sparen. Auch einfache Verhaltensänderungen im Alltag können viel bewirken und den eigenen Energieverbrauch sowie die Stromkosten senken. Positiver Nebeneffekt: Durch das Stromsparen schonen wir nicht nur das Börserl, sondern auch die Umwelt.
Strom sparen beim Streamen, PC und Fernsehen
Erstaunlich viel Strom in privaten Haushalten entfällt auf den Bereich Kommunikation und Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Computer und Spielekonsolen. Social Media, Gaming, Streamen & Co. machen durchschnittlich bis zu einem Drittel des Stromverbrauchs aus. Ganz allgemein gilt hier: Digital Detox oder zumindest eine Reduktion wäre ab und zu empfehlenswert – das tut auch der Seele und unseren sozialen Beziehungen gut.1. Das WLAN des Routers nachts auszuschalten, kann viel Strom sparen. Bei manchen modernen Routern kann diese Funktion eingestellt werden, bei älteren Modellen muss man den Stecker vor dem Schlafengehen mit der Hand ziehen.
2. Schalten Sie das Smartphone nachts in den Flugmodus, so muss der Akku seltener aufgeladen werden.
3. Ungenutzte Programme schließen, so muss der Prozessor des Computers weniger arbeiten.
4. Wer statt des Stand-PCs den Laptop nutzt, kann bis zu 70 Prozent Strom sparen. Im Jahr ergibt sich ein Einsparpotenzial von 28 Kilogramm CO2-Äquivalenten (. Ein Tablet oder Smartphone verbraucht noch weniger Strom. Beim Streaming sind diese Geräte sind rund 25-mal effizienter als moderne Fernsehgeräte.
5. Streamen ist nicht besonders umweltfreundlich. Ganz verzichten wollen wir auf Netflix & Co. aber auch nicht. Hier ist es ratsam, die Bildschirmauflösung zu reduzieren.
6. Videos vorab downzuloaden und nach dem Anschauen wieder zu löschen, spart ebenso Strom wie das Schauen von DVDs oder Blu-rays.
7. Reduzieren Sie auch die Auflösung bei Handyfotos, da diese meist nicht in hoher Auflösung benötigt werden. Das funktioniert über die Einstellungen. Sinnvoll wäre es zudem, die Fotos nicht in der Cloud zu speichern, sondern auf einer externen Festplatte.
8. Viele Geräte sind inzwischen dauerhaft drahtlos mit dem Heimnetzwerk oder mit anderen Geräten verbunden. Wo das nicht erforderlich ist, reduziert das Deaktivieren dieser Verbindung oder die Verbindung mittels eines Kabels den Stromverbrauch.
9. Ein High-End-Gaming-Computer verbraucht sehr viel Energie. Wer pro Tag 3,5 Stunden PC-Spiele konsumiert, erzeugt dadurch über 380 kWh im Jahr. Das entspricht der Energiemenge, mit der man rund 500-mal Wäsche waschen, rund 1.900 Kilometer mit einem Elektroauto fahren oder zwei Kühl-Gefriergeräte ein Jahr lang betreiben könnte. Beim Online-Gaming kommen der Stromverbrauch durch die Internetverbindung und den Serverbetrieb noch dazu.
Strom sparen im Homeoffice
10. Schalten Sie Bildschirme und Laptops öfter mal wirklich aus und lassen Sie diese nicht im Standby-Modus durchlaufen. Nach dem Gebrauch bitte den Stecker ziehen, denn oft fließt der Strom weiter.11. Für die E-Mails, die Sie täglich verschicken und speichern, werden im Hintergrund riesige Datenserver genutzt, die generell einen hohen Energieverbrauch verursachen. Es hilft bereits, nicht immer alle Anhänge, sondern Links mitzuschicken und alte E-Mails zu löschen.
12. Ein Bildschirmschoner bringt nichts, um Strom zu sparen. Im Gegenteil: Bei bewegten Bildern verbrauchen Monitor und Grafikkarte des PCs mehr Strom. Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz häufig verlassen, sollten Sie daher lieber den Energiesparmodus oder – noch besser – den Ruhezustand aktivieren.
13. Außerdem sinnvoll: häufig gesuchte Google-Ergebnisse abzuspeichern und so die Recherchen etwas einzuschränken.
14. Auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz sollte bei jeder Anfrage abgewogen werden. Laut dem ChatGPT-Erfinder OpenAI verbraucht eine durchschnittliche KI-Anfrage so viel Strom wie eine Sekunde Backofenbetrieb. Das klingt nach wenig, macht bei einer großen Menge aber viel aus. Zudem brauchen die KI-Modelle beim Trainieren anhand der enormen Datenmengen durch die Entwickler sehr viel Energie.
Strom sparen in der Küche
Beim Kochen und Geschirrspülen sowie bei Kühl- und Gefriergeräten gibt es viel Einsparpotenzial. Bis zu 28 Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt entfallen auf diese Bereiche.15. Das größte Einsparpotenzial liegt beim Kühlen und Gefrieren: Nicht genutzte Kühl- und Gefriertruhen stillzulegen, kann im Jahr einen Unterschied von bis zu 260 Kilogramm CO2-Äquivalente ausmachen.
16. Ein energieeffizienter Kühlschrank ist ebenso wichtig wie dessen richtige Bedienung: Kühlen Sie den Kühlschrank nur auf 6 Grad und den Gefrierschrank auf -18 Grad herunter, das reicht völlig aus. Wird die Temperatur um ein Grad gesenkt, sinkt der Stromverbrauch um ganze sechs Prozent.
17. Ein voller Kühlschrank verbraucht weniger Energie als ein leerer, denn das Kühlgut fungiert wie eine Art Kältespeicher.
18. Wird etwas aus dem Kühlschrank entnommen, die Türe rasch wieder schließen.
19. Ein Wasserkocher ist bei kleineren Mengen bis zu 1,5 Liter effizienter als das Erhitzen am Herd. Genaues Abmessen der zu erhitzenden Wassermenge lohnt sich und kann den Ausstoß von rund 20 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Jahr vermeiden.
20. Viele Gerichte benötigen keinen vorgewärmten Backofen. Gerade bei Aufläufen, Pizza oder Aufbackbrötchen kann man auf das Vorheizen verzichten.
21. Das Backrohr und die Herdplatten (sofern es sich nicht um ein Induktionskochfeld handelt) können oft schon einige Minuten vor dem Ende der Garzeit ausgestellt werden. So wird die Restwärme optimal genutzt, was eine Energieersparnis von bis zu 20 Prozent bringen kann.
22. Das Backrohr sollte bei laufendem Betrieb möglichst selten geöffnet werden. Der Stromverbrauch steigt um zehn Prozent, sobald die Ofentür drei Mal in einer Stunde geöffnet wird.
23. Beim Kochen sollte immer der Deckel auf den Topf gelegt werden, so entweicht die Hitze nicht nach oben.
24. Wer Topf- und Herdplattengröße aufeinander abstimmt, senkt seinen Energieverbrauch beim Kochen um bis zu zwei Drittel.
25. Beim Erhitzen von Lebensmitteln stellt sich die Frage: Herdplatte, Backrohr oder Mikrowelle? Bei Mengen bis zu 500 Gramm ist meist die Mikrowelle am effizientesten. Am schlechtesten schneidet der Backofen ab: Er braucht ungefähr die doppelte Energie wie die Herdplatte.
26. Bitte nicht die Wartung von Küchengeräten vergessen: Kühlschränke und Gefriertruhen, die sich nicht automatisch selbst abtauen, sollten regelmäßig enteist werden. Ein entkalkter Wasserkocher erhitzt das Wasser effizienter.
Strom sparen bei der Beleuchtung
27. Der Abtausch von alten Glühbirnen und Halogenlampen durch LED-Leuchten bringt die Energiewende voran: Mit rund 90 Prozent weniger Strom erzeugen sie dieselbe Helligkeit. Wer zehn Leuchtkörper mit LED statt mit Glühbirnen ausstattet, kann so bis zu 240 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Jahr sparen.28. Verwenden Sie Bewegungsmelder, z. B. für notwendiges Licht im Eingangsbereich. Wichtig: Dieser sollte im Standby-Modus einen niedrigen Stromverbrauch haben.
29. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf leuchtende (Winter-)Dekoration oder aktivieren Sie wenigstens eine Zeitschaltuhr.
Strom sparen bei Warmwasser, Heizung und Klimaanlage
Rund 70 Prozent des Energieaufkommens in einem Haushalt entfallen auf die Heizung und rund 14 Prozent auf Warmwasser. Je nachdem, wie die Wohnung geheizt wird und wie das Warmwasser aufbereitet wird, gibt es hier viele Tipps, um Wasser zu sparen und Stromkosten zu senken.30. Spar-Duschköpfe sind eine der effektivsten Maßnahmen, um Energiekosten zu senken: Indem weniger Wasser erhitzt werden muss, bleibt mehr Geld im Börserl. Normale Duschköpfe lassen rund 15 Liter Wasser pro Minute durchlaufen, bei den Spar-Modellen sind es weniger als zehn Liter. Weil das Wasser mit Luftblasen aufgesprudelt wird, merkt man beim Duschen aber kaum einen Unterschied.
31. Zu duschen statt ein Vollbad zu nehmen, schont die Ressourcen: Jede zehnminütige Dusche mit einem Spar-Duschkopf spart gegenüber einem Vollbad mit 120 Litern 33 Prozent Energie.
32. Gemüse und Obst, aber auch die eigenen Hände können bei kaltem Wasser gewaschen werden. Aber Vorsicht: Boiler und andere Warmwasserspeicher dürfen nicht unter 60 Grad abgesenkt werden. Andernfalls können sich gesundheitsgefährdende Legionellen im Wasser bilden.
33. Heizkörper befinden sich meist unter dem Fenster. Damit hier beim Stoßlüften nicht zu viel Wärme verloren geht, sollte man den Heizkörper für diesen Zeitraum kurz abdrehen.
34. Heizkörper bitte freihalten. Denn verstellte Heizkörper verbrauchen um bis zu 30 Prozent mehr Energie – und die Wäsche würde einen halben Meter neben der Heizung genauso gut trocknen.
35. Klimageräte können bei Hitze im Sommer zwar die Wohnung angenehm kühlen, haben aber einen hohen Stromverbrauch. Hier lesen Sie viele Tipps, wie Sie Temperaturen auch ohne Klimaanlage niedrig halten.
Strom sparen beim Wäschewaschen
36. Die Waschmaschine sollte nur dann eingeschaltet werden, wenn sie wirklich voll ist. Tipp: eine Handbreit sollte zwischen Wäsche und Trommel Platz haben. So werden unnötige Waschgänge vermieden – dasselbe gilt natürlich auch für den Geschirrspüler.37. Nur wenige Textilien sind so stark verschmutzt, dass eine Vorwäsche nötig ist.
38. Kurzprogramme fressen mehr Strom, weil hier höhere Waschtemperaturen in einem sehr kurzen Zeitraum erzielt werden müssen. Eco-Programme laufen zwar länger, benötigen aber insgesamt weniger Strom und Wasser.
39. Moderne Waschmaschinen und Waschmittel reinigen die Wäsche auch bei niedrigeren Temperaturen hygienisch. Jene Energiemenge, die für eine 60-Grad-Wäsche verbraucht wird, reicht durchschnittlich für drei Wäscheladungen mit 30 Grad. Um die Keimbildung in der Waschmaschine zu unterbinden, sollte einmal pro Monat eine Waschladung mit 60 Grad eingestellt werden.
40. Wäschetrockner sollten sehr sparsam eingesetzt werden, denn sie verbrauchen sehr viel Strom. Bis zu 105 Kilogramm CO2-Äquivalente stößt ein solches Gerät pro Jahr durchschnittlich aus.